2017 wird ein lukratives Jahr für Trendfolger

Morgen ist das Börsenjahr 2016 Geschichte. Trotz des letztlich versöhnlichen Ausklangs war 2016 ein herausforderndes Jahr.

Ich möchte für Sie heute ein kleines Fazit ziehen, vor allem aber den Blick nach vorne richten. Was erwartet uns Anleger im Jahr 2017?

Anleger brauchen gute Nerven

Eine Herausforderung war 2016 vor allem für die Nerven der Anleger. Das Jahr begann denkbar schlecht mit einem Kurs-Einbruch in China, der auch die westlichen Märkte nach unten zog.

Bis zum Jahrestief Mitte Februar rutschte der DAX zeitweise um bis zu 19% ab. Einer deutlichen Erholung folgte im Juni das negative „BrExit“-Votum.

Doch diesen Dämpfer steckte der DAX genauso weg wie den unerwarteten Wahlausgang in den USA oder das „Renzirendum“ in Italien.

Immer wieder wurden die Aktienmärkte von politischen Ereignissen durchgerüttelt. Umso wichtiger war es für Anleger, die Nerven zu behalten und sich nicht von ihren Gefühlen leiten zu lassen.

Insgesamt hat das zurückliegende Jahr einmal mehr gezeigt, dass politische Ereignisse meist recht schnell wieder ad acta gelegt werden.

Richten Sie Ihre Investitionen nicht an politischen Ereignissen aus

Am Ausgang von Wahlen seine Investitionen auszurichten, macht keinen Sinn. Die BrExit-Abstimmung und die US-Wahl haben gezeigt, dass man sich auf Umfragen im Vorfeld nicht verlassen kann.

Beide Male lagen die Prognosen weit daneben. Davon abgesehen steht die Reaktion der Börsen auf einem ganz anderen Blatt.

Wer hätte gedacht, dass die Aktienmärkte nach der Wahl Donald Trumps zum US-Präsidenten ein Kursfeuerwerk abbrennen würden?!

In Europa stehen auch im kommenden Jahr einige wichtige politische Ereignisse an; so finden Wahlen in Frankreich, den Niederlanden und natürlich bei uns in Deutschland statt.

Kurzfristig kann dies die Kurse natürlich beeinflussen, dauerhafte Folgen sind aber auch diesmal nicht zu erwarten.

Folgen Sie einer Strategie

Daher gilt auch 2017: Lassen Sie sich bei Ihren Investitions-Entscheidungen nicht von politischen Ereignissen beeinflussen!

Aus Angst vor kurzfristigen Kursrückgängen das Depot zu räumen, ergibt keinen Sinn. Die Reaktion der Märkte kann ohnehin keiner vorhersehen.

Zudem sollten Sie auch die Gebühren nicht vergessen, die bei den Verkäufen und dem späteren Wiedereinstieg anfallen.

Viel wichtiger ist es, einer guten Strategie konsequent zu folgen. Dies gilt auch – und gerade – in vorübergehenden, unvermeidlichen Durststrecken.

Für Anleger, die bei jeder Schwäche-phase ihre erfolgreiche Strategie über Bord werfen, wird der dauerhafte Börsen-Erfolg ein unerreichbares Ziel bleiben.

2017 wird ein lukratives Jahr für Trendfolger

Wenn Sie mich kennen, wissen Sie, dass ich mich voll und ganz der Trendfolge verschrieben habe. Deshalb war 2016 für mich auch kein leichtes Jahr.

Das ständige Hin und Her ohne klare Trends war nicht gerade ein ideales Umfeld für trendfolgende Handels-strategien.

Doch mittlerweile hat der DAX den Ausbruch aus der zähen Seitwärts-bewegung geschafft und den Startschuss für eine kräftige mittelfristige Trendbewegung gegeben.

Deshalb freue ich mich auf das Börsenjahr 2017. Denn alles deutet darauf hin, dass 2017 wieder ein lukratives Jahr für Trendfolger wird.

29. Dezember 2016

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Michael Kelnberger. Über den Autor

Chefanalyst Michael Kelnberger ist der Experte für Aktien. Er setzt auf nachweislich erfolgreiche Anlage-Strategien: Die Trend-Strategie im Dienst Volltreffer Aktien und die mechanische Handlungsstrategie im Ranglisten Investor. So erzielt er für seine Leser beider Dienste stets überdurchschnittliche Renditen. Profitieren auch Sie von seinem Know-How.

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