2018: Ein Jahr für die Geschichtsbücher

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Nahezu alle maßgeblichen Anlageklassen haben 2018 Verluste erlitten. Doch es gab auch wenige Gewinner. Dazu gehörte Gold. (Foto: optimarc / Shutterstock.com)

Heute möchte ich noch einmal auf das schwierige Jahr 2018 eingehen. An den Finanzmärkten wird dieses Jahr ohne Frage in die Geschichte eingehen. Denn oft ist es so, dass einzelne Anlageklassen unter Druck stehen und dann an Wert verlieren. Doch 2018 brachte hier etwas völlig Unnormales: Nahezu alle Anlageklassen weltweit haben im Jahresverlauf an Wert verloren.

Ich bin ja auf eine interessante Statistik gestoßen, die von der Deutschen Bank und Bloomberg veröffentlicht wurde. Demnach haben 2018 immerhin 93 % aller globalen Anlageklassen eine negative Rendite aufgewiesen. So etwas gab seit Beginn von umfassenden Aufzeichnungen in diesem Bereich vor über 110 Jahren noch nie zuvor. Wichtig dabei: Diese Statistik bezieht sich auf die Performance der einzelnen Anlageklassen in US-Dollar. Der hat sich im Jahresverlauf sehr gut entwickelt und damit gehören auch Tages und Festgelder in den USA zu den wenigen Gewinnern im Jahresverlauf.

Nun ist das bislang eine sehr allgemeine Aussage. Doch beim Blick auf große weltweite Aktienindizes, fällt Ihnen schon auf, wie umfassend die Kursverluste doch waren. Besonders stark waren die deutschen Indices betroffen. Der Nebenwerteindex SDAX hat knapp 25% im Jahresverlauf verloren. Der maßgebliche deutsche Leitindex DAX hat knapp 20 % eingebüßt.

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US-Börsen deutlich besser als Deutschland – aber auch mit Jahresverlust

Deutlich besser haben dahingegen die US Indizes abgeschnitten. Beim Dow-Jones-Index fiel das Minus mit 6,5 % und beim S&P 500 mit 7 % deutlich geringer aus. Einen Minimalverlust von 2 % brachte ein Investment beim Nasdaq100, in dem die größten US Technologiewerte enthalten sind.

Bei diesen deutlichen Verlusten in vielen Anlageklassen fällt eins doch auf: Gold hat im abgelaufenen Börsenjahr auf jeden Fall Stabilität ins Depot gebracht. Auf Dollarbasis ergab sich doch ein minimaler Verlust von 1,2 %. Auf Euro-Basis hat der Goldpreis aber sogar um knapp 3 % zugelegt. Keine Frage, das sind keine massiven Gewinnzuwächse. Doch genau dafür steht Gold im Regelfall auch nicht.

Gold ist eine Absicherung im Depot, die Ihnen in turbulenten Zeiten Stabilität bringt. Doch wie sollten Sie Goldins Depot aufnehmen? Da haben Sie verschiedene Möglichkeiten. Wenn es Ihnen nur um die Absicherung geht, dann ist physisches Gold die erste Wahl. Dabei ist eine Depotbeimischung von maximal 10% eine gute Richtgröße.


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Heiko Böhmer
Von: Heiko Böhmer. Über den Autor

Ob DAX-Titel, Rohstoff oder Emerging Marktes-Aktie: Heiko Böhmer bringt Ihnen in seinem täglichen Newsletter diese Themen näher. Neue Trends findet er dabei vor allem auf den vielen Reisen zu Finanzmessen im In- und Ausland, über die er in seinem Newsletter ausführlich berichtet.