2019 war ein erfolgreiches Jahr für diese 3 Windenergie-Unternehmen

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Nordex, PNE Wind und Vestas Wind Systems haben im vergangenen Jahr durchweg gute Ergebnisse liefern können. (Foto: fokke baarssen / shutterstock.com)

Nordex steigerte 2019 den Umsatz um 33,6% auf 3,28 Mrd. €. Die Gruppe installierte in 21 Ländern 938 Windenergieanlagen (2018: 828) mit einer Gesamtleistung von 3,1 GW (2018: 2,5 GW). Die Sparte Service erhöhte ihren Umsatz um 17,7% auf 403,2 Mio. € und war so mit 12% am Umsatz beteiligt. Zum Jahresende betreute Nordex weltweit 7.760 Windenergieanlagen mit einer Leistung von insgesamt 19,6 GW, oft über langjährige Serviceverträge.

Besonders erfreulich: Ende des Jahres konnte Nordex einen Kunden für einen 99-MW-Windpark in Italien von der Servicekompetenz als Anlagenhersteller überzeugen und von einem Drittanbieter zurückgewinnen. Der Auftragsbestand im Segment Service stieg um 14,4% auf 2,53 Mrd. €. Die Eigenkapitalquote verringerte sich von 22,8 auf 18,6%. Diese Entwicklung war in erster Linie von der Kapitalerhöhung im Oktober 2019 und dem negativen Ergebnis beeinflusst. Dabei stieg die Bilanzsumme stärker als das Eigenkapital, so dass die Quote rückläufig war.

Nordex baut das Produktportfolio aus und erhöht die Effizienz

Nordex hat das vergangene Jahr genutzt, um das Produktportfolio weiter auszubauen und die Effizienz der Produkte zu erhöhen. 2020 hat Nordex mit einem Auftragsbestand für neue Windenergieanlagen von 5,5 Mrd. € begonnen, der somit 43% über dem Vorjahr lag. Vor diesem Hintergrund erwartet der Vorstand einen deutlichen Anstieg beim Umsatz und ein weiter steigendes operatives Ergebnis. Sollte es in der Folge der Pandemie zu wesentlichen Störungen kommen, könnte eine Korrektur erforderlich sein. Nordex hat die Talsohle durchschritten.

Unternehmensporträt

Nordex ist einer der technologisch führenden Anbieter von Windkraftanlagen und profitiert besonders vom Trend zur Großanlage. Das Produktprogramm reicht bis zur derzeit größten Serien-Windkraftanlage der Welt (N80/2.500 kW). Damit verfügt Nordex über praxiserprobte, effiziente Hochleistungs-Windturbinen für das Festland. Das Unternehmen ist weltweit in über 40 Märkten mit Büros und Tochtergesellschaften vertreten.

PNE Wind hat 2019 erfolgreich abgeschlossen

Mit 450,8 Megawatt (MW) verkaufter Leistung wurde das Vorjahresniveau von 235,7 MW deutlich übertroffen. Profitiert hat PNE auch von Erfolgen in seinen Auslandsmärkten wie Schweden und Polen, die in den vergangenen Jahren sukzessive entwickelt wurden. Diese erfreuliche Entwicklung im operativen Geschäft spiegelt sich auch in den Ergebnissen wider. PNE hat profitabel gewirtschaftet, obwohl in den Bau eigener Windenergieanlagen und in die Umsetzung der Strategie Scale up investiert wurde. Zum Ergebnis haben alle Sparten beigetragen: die Projektentwicklung national sowie international, die Stromerzeugung und auch die neuen Service-Produkte.

Der Aufbau des Windparkportfolios ging weiter voran

So hat sich Nennleistung der im Eigenbetrieb befindlichen Windparks von 76,9 auf 130,1 MW erhöht. Fortschritte gab es auch bei der Entwicklung von Photovoltaikprojekten (PV). Hier konnte erstmals eine Pipeline von PV-Projekten in Deutschland, Rumänien und den USA von insgesamt 123 MW ausgewiesen werden.

Panama ist als neuer Markt hinzugekommen. Das bietet gute Möglichkeiten, von dort aus weitere lateinamerikanische Märkte zu erschließen. Mit 19 Mio. € hat das operative Ergebnis (EBIT) die Prognose von 15 bis 20 Mio. € erreicht. Aufgrund der Corona-Pandemie ist davon auszugehen, dass es im operativen Geschäft zu Verschiebungen von Projektrechtsverkäufen und Projektumsetzungen von 2020 nach 2021 und von 2021 nach 2022 kommen kann.

Unternehmensporträt

Die PNE AG plant, konzipiert und errichtet Windkraftanlagen zur Stromerzeugung. Seit dem Jahr 2000 ist das Unternehmen, außer im Kerngeschäft Windkraft, auch in den Bereichen Sonne und Biomasse aktiv und erzeugt Strom und Wärme mittels Biomassekraftwerke, Photovoltaik- und Solarthermieanlagen. PNE sieht die Zukunft in Offshoreanlagen auf hoher See, in Wasserkraft und Geothermie.

Vestas Wind Systems profitiert von guter Auftragslage

Vestas hat 2019 dank einer guten Auftragslage den Umsatz deutlich um rund 20% auf 12,1 Mrd. € gesteigert. Umsatzmäßig ragte dabei das 4. Quartal 2019 heraus. Angetrieben durch höhere Liefermengen und durch das Wachstum im Servicegeschäft hat Vestas mit einem Plus von 38% den bislang höchsten Quartalsumsatz in der Unternehmensgeschichte erzielt.

Das operative Ergebnis (EBIT) stieg um 5% auf über 1 Mrd. €. Das Volumen des Auftragsbestandes kletterte 2019 um 30% auf rund 34 Mrd. €. Insgesamt lag der Auftragsbestand mit 20.974 MW Windkraftleistung Ende 2019 um 34% höher als 2018. Vor dem Hintergrund der positiven Entwicklung soll die Dividende auf 1,06 € erhöht werden.

Auch im 1. Quartal 2020 knüpft Vestas an den hohen Auftragseingang des Vorjahres an

Nach den kürzlich gemeldeten Aufträgen aus Schweden und Polen hat Vestas weitere Großaufträge für die Lieferung von Windturbinen aus China und Mexiko an Land gezogen. Aus Mexiko erhielt Vestas einen Auftrag mit einer Gesamtkapazität von 108 Megawatt (MW) für den 155 MW großen Windpark Energía Sierra Juárez II in Tecate im mexikanischen Baja California.

Vestas übernimmt zudem die Wartung der Anlagen für die nächsten 15 Jahre. Ein weiterer Auftrag mit einer Gesamtleistung von 52 MW kam aus China. Geliefert werden zwölf Turbinen der Baureihe V150-4.2 MW. Zudem übernimmt Vestas die Wartung der Anlagen für die nächsten 5 Jahre. Der Handelsstreit und ein hoher Wettbewerbsdruck bremsen die Entwicklung der Windbranche.

Unternehmensporträt

1979 installierte Vestas die erste Windenergieanlage. Seitdem spielt Vestas eine aktive Rolle in der Windenergiebranche. Vom Branchenpionier hat sich Vestas zu einem Marktführer in der Herstellung von hochtechnologischen Lösungen für Windenergie entwickelt. Zum Kerngeschäft gehören die Entwicklung, Produktion, Vermarktung, der Vertrieb und die Instandhaltung von Windenergieanlagen, die Windenergie in elektrischen Strom umwandeln.

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Volker Gelfarth
Von: Volker Gelfarth. Über den Autor

Der Diplom-Ingenieur lernte die Schwächen und Stärken eines Unternehmens selbst als Manager kennen, bevor er sich voll und ganz der Value-Analyse widmete. Er ist Chefredakteur für die Dienste Aktien-Analyse, Gelfarths Dividenden-Letter, Gelfarths Premium-Depot und High Performance Depot.

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