2G Energy mit gutem Jahresstart

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Nach einem erfolgreichen Geschäftsjahr 2018 ist 2G Energy ebenso erfolgreich in das laufende Jahr gestartet. (Foto: everything possible / Shutterstock.com)

Wir haben uns hier im Schlussgong in der jüngeren Vergangenheit häufiger mit alternativen Antriebsformen (E-Mobilität, Brennstoffzelle) beschäftigt. Heute möchte ich mit Ihnen auf ein Unternehmen blicken, das sich auf eine weitere alternative Energieerzeugung konzentriert.

Die Rede ist von 2G Energy. Das Unternehmen stammt aus Heek, unweit meiner westfälischen Heimatstadt Metelen und hat heute Zahlen für die ersten 3 Monate des laufenden Geschäftsjahres vorgelegt. Da ich davon ausgehe, dass nur die wenigsten von Ihnen 2G kennen, möchte ich Ihnen das Unternehmen zunächst kurz vorstellen.

Im Jahr 1995 gründeten Christian Grotholt und Ludger Gausling die 2G Energietechnik GmbH in Heek. Die Namensgebung 2G wird abgeleitet aus den Anfangs-Buchstaben der Familiennamen der beiden Gründer.

Später wurde das Unternehmen in eine Aktiengesellschaft (AG) umgewandelt und ging im Jahr 2007 an die Börse. Heute zählt die 2G Energy AG zu den international führenden Herstellern von Kraft-Wärme-Kopplungs-Anlagen (KWK) zur dezentralen Erzeugung und Versorgung mit Strom und Wärme mittels der KWK-Technologie.

Die aktuellen Zahlen in der Übersicht

2G meldet heute, dass das Unternehmen gut ins Jahr 2019 gestartet ist. Der Umsatz legte im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 15,5% auf 36,4 Mio. Euro zu. Die Gesamtleistung wurde um 19,6% auf 50,3 Mio. Euro ausgeweitet. Der operative Gewinn stieg deutlich von 0,4 auf 0,9 Mio. Euro. Die operative Gewinnmarge (EBIT-Marge) hat sich gegenüber dem Vorjahr damit auf 2,5% verdoppelt.

2G schreibt so nach eigenen Angaben die Entwicklung fort, durch die konsequente Umsetzung der 3 Leitprojekte (Partnerkonzept mit einhergehender Internationalisierung, Digitalisierung und Lead to Lean) einerseits die Umsatzaktivitäten auszuweiten und andererseits durch die Implementierung industrieller Prozesse gleichzeitig substanzielle Effizienzsteigerungen zu erreichen.

Mit Blick auf die bereits realisierten Fortschritte und die weiterhin positive Geschäftsentwicklung im bisherigen Jahresverlauf bestätigt der Vorstand seine Prognose, im Jahr 2019 einen Umsatz zwischen 210 und 230 Mio. Euro bei einer operativen Gewinnmarge (EBIT-Marge) zwischen 5,5 und 7,0% zu erreichen.

2G-Aktie im Blickpunkt

Nach dem Börsengang im Jahr 2007 ging es mit der 2G-Aktie im Zuge der allgemeinen Wirtschafts- und Finanzkrise deutlich abwärts. Von 2009 bis 2013 folgte dann jedoch ein extrem steiler Anstieg. Diesem wiederum folgte ein relativ starker Absturz.

Zwischen Anfang 2015 und Anfang 2019 pendelte die 2G-Aktie schließlich grob zwischen 17 und 22 Euro und bewegte sich somit unter dem Strich nicht viel. Dazu passte auch der operative Geschäftsverlauf des Unternehmens.

Von Januar 2019 bis heute folgte erneut ein steiler Anstieg, der meines Erachtens gemessen an den jüngsten Zahlen und den mittelfristigen Perspektiven zu steil und so nicht zu erwarten war. Meine Einschätzung: Bei 2G handelt es sich um ein gutes Unternehmen, das aktuell an der Börse jedoch zu ambitioniert bewertet ist. Daher gehört der Titel auf dem jetzigen Kursniveau eher auf die Beobachtungsliste als ins Depot.

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Rolf Morrien
Von: Rolf Morrien. Über den Autor

Rolf Morrien ist einer der renommiertesten Börsenexperten Deutschlands und teilt seine Expertise bereits seit rund 20 Jahren als Chefredakteur von „Morriens Depot-Brief“ (für den erfolgreichen Börsenstart), dem „Depot-Optimierer“ (Vermögensaufbau mit Value-Ansatz) und von „Rolf Morriens Power Depot“ (dynamisches Trading-Depot) sowohl mit Börseneinsteigern als auch mit ambitionierten Privatanlegern.

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