2G Energy mit guten Geschäften im 1. Halbjahr 2017

Der Kraft-Wärme-Kopplungs-Spezialist 2G Energy war im 1. Halbjahr 2017 gut unterwegs. Die Aktie kommt allerdings nicht so recht voran. (Foto: phongphan / Shutterstock.com)

Kennen Sie das Unternehmen 2G Energy – nein?

Dann stelle ich es Ihnen zunächst vor, bevor ich auf die heute veröffentlichten Halbjahres-Zahlen und die Perspektiven eingehe:

2g Energy: Das steckt dahinter

Im Jahr 1995 gründeten Christian Grotholt und Ludger Gausling die 2G Energietechnik GmbH in Heek.

Die Namensgebung „2G“ wird abgeleitet aus den Anfangs-Buchstaben der Familiennamen der beiden Gründer.

Später wurde der Konzern in eine Aktiengesellschaft (AG) umgewandelt und ging schließlich im Jahr 2007 an die Börse.

Heute zählt die 2G Energy AG zu den international führenden Herstellern von Kraft-Wärme-Kopplungs-Anlagen (KWK) zur dezentralen Erzeugung und Versorgung mit Strom und Wärme mittels der KWK-Technologie.

Die Halbjahres-Zahlen im Überblick

2G verzeichnet laut Firmen-Mitteilung zu den Halbjahres-Zahlen eine anhaltend positive Geschäfts-Entwicklung. Im 1. Halbjahr 2017 stieg der Umsatz um 13,5% auf 72,4 Mio. €.

Die Gesamtleistung blieb mit 85,4 Mio. € nahezu unverändert zum Vorjahreswert von 85,5 Mio. €.

Der operative Gewinn (EBIT) konnte erheblich um 1,9 Mio. € auf -0,5 Mio. € verbessert werden.

Neben dem gestiegenen Umsatz hat sich ein günstiger Produkt- und Länder-Mix positiv auf das Ergebnis ausgewirkt.

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Die Materialaufwands-Quote sank dabei von 74,0 auf 69,6%, während die Personalaufwands-Quote leicht von 17,4 auf 18,9% gestiegen ist.

Ebenfalls positiv: 2G verfügt mit einer Eigenkapitalquote von 46% nach wie vor über eine solide Bilanz.

Zur Einordnung: Werte ab 30% gelten gemeinhin als solide. Zudem hat sich die Liquidität des Betriebs von 10,2 auf 17,4 Mio. € verbessert.

Ausblick für 2017 bestätigt

Auf Basis des guten Auftrags-Bestands per Ende August sieht der Vorstand der 2G Energy eine Auslastung der Produktion im Zweischicht-Betrieb bis zum Ende des 1. Quartals 2018 gewährleistet.

Und er erwartet eine Umsatz-Steigerung gegenüber dem Vorjahr (174 Mio. €) auf bis zu 180,0 Mio. € bei einer operativen Gewinnmarge (EBIT-Marge) von 3 – 5%.

Meine Einschätzung zur 2G-Aktie: Im Mai dieses Jahres, als ich zuletzt über 2G geschrieben hatte, schloss ich meinen Beitrag mit folgenden Worten:

„Stand jetzt ist die Aktie für mich jedoch kein zwangsläufiger Kauf, sondern eher eine Position, die man sich auf die Beobachtungsliste setzen sollte.“

Angesichts der Tatsache, dass die 2G-Aktie seither unter dem Strich seitwärts gelaufen ist, haben Sie nichts falsch gemacht, wenn Sie meiner Einschätzung gefolgt sind.

Auch heute ist die 2G-Aktie für mich eher ein Titel für die Beobachtungsliste als ein Kaufkandidat.

Wenn die Quartals-Ergebnisse weiterhin stimmen und das Unternehmen seine Jahresziele erreicht, sollte die Aktie jedoch aus der Seitwärts-Bewegung ausbrechen.


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Von: Tobias Schöneich. Über den Autor

Tobias Schöneich, Jahrgang 1982, begeistert sich seit der Jahrtausendwende und somit seit den Zeiten des New-Economy Booms für das Thema Börse und alles unmittelbar damit Verbundene.