2G Energy: Saubere Energie einmal anders

2G Energy: Mit dieser Aktie setzen Sie auf ein Unternehmen, das sein Geld mit sogenannten Kraft-Wärme-Kopplungs-Anlagen verdient. (Foto: everything possible / Shutterstock.com)

Der im münsterländischen Heek ansässige Mittelständler 2G Energy hat heute seine Zahlen für das 1. Quartal des laufenden Geschäftsjahres vorgelegt.

Diese möchte ich Ihnen gleich im Detail präsentieren.

Zuvor erläutere ich Ihnen kurz, was das Unternehmen genau macht. Denn ich gehe davon aus, dass es längst nicht alle unter Ihnen kennen.

2G Energy im Kurzportrait

Im Jahr 1995 gründeten Christian Grotholt und Ludger Gausling die 2G Energietechnik GmbH in Heek.

Die Namensgebung „2G“ wird abgeleitet aus den Anfangsbuchstaben der Familiennamen der beiden Gründer.

Später wurde der Konzern in eine Aktiengesellschaft (AG) umgewandelt und ging schließlich im Jahr 2007 an die Börse.

Heute zählt die 2G Energy AG zu den international führenden Herstellern von Kraft-Wärme-Kopplungs-Anlagen (KWK) zur dezentralen Erzeugung und Versorgung mit Strom und Wärme mittels der KWK-Technologie.

Guter Start ins laufende Geschäftsjahr

2G hat in den ersten 3 Monaten des Geschäftsjahres 2017 einen Umsatz von 30,4 Mio. € (nach 25,3 Mio. € im Vorjahres-Zeitraum) erwirtschaftet.

Das bedeutet ein Plus von gut 20%. Dieser Zuwachs resultierte nach Angaben der Firma aus schlussgerechneten KWK-Aufträgen des Vorjahres sowie aus hohen Service-Umsätzen.

Der Bestand an unfertigen Arbeiten erhöhte sich zum Stichtag um 7,0 Mio. €, was für eine gute Produktions-Auslastung spricht.

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Das operative Ergebnis (EBIT) lag nach 0,1 Mio. € im Vorjahr bei -0,5 Mio. €. Das 1. Quartal ist saisonal bedingt typischerweise negativ.

Der Auftrags-Bestand blieb auch zum Stichtag 30. April 2017 auf einem konstant hohen Niveau von 111,1 Mio. € (nach 88,0 Mio. € im Vorjahr).

Rund 45% des Auftrags-Volumens für die gasbetriebenen 2G KWK-Anlagen stammen aus dem Ausland.

Zuversicht in Richtung Gesamtjahres-Prognose

Der hohe Auftrags-Bestand und die kontinuierlichen Cashflows (Mittelzuflüsse) aus dem auftragsunabhängigen Service-Geschäft stimmen zuversichtlich, die Prognosewerte für das Geschäftsjahr 2017 mit einer Bandbreite im Umsatz von 160 – 180 Mio. € und einer operativen Gewinnmarge (EBIT-Marge) im Bereich von 3 – 5% zu erreichen.

Im Fokus des Managements liegen für das Geschäftsjahr 2017 ein breit angelegtes Kostendämpfungs-Programm zur Steigerung der Ertragskraft, die Vertriebs-Aktivitäten und weitere Optimierungen im Service-Geschäft.

Zu den ersten konkreten Maßnahmen gehörte bereits der Verzicht auf das Projektgeschäft mit Generalunternehmer-Charakter.

Das bedeutet, dass die Gewinnmargen von 2G zukünftig durch Skalen-Effekte und durch niedrigere Kosten deutlich vorankommen sollten.

Geht der Plan des 2G-Managements auf, winken bei der 2G-Aktie deutlich höhere Notierungen.

Stand jetzt ist die Aktie für mich jedoch kein zwangsläufiger Kauf, sondern eher eine Position, die man sich auf die Beobachtungsliste setzen sollte.


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Von: Tobias Schöneich. Über den Autor

Tobias Schöneich, Jahrgang 1982, begeistert sich seit der Jahrtausendwende und somit seit den Zeiten des New-Economy Booms für das Thema Börse und alles unmittelbar damit Verbundene.