2G Energy: Wasserstoff-Profiteur mit guten Zahlen

Wasserstoff – shu petrmalinak

Der mittelständische Hersteller von Kraft-Wärme-Kopplungs-Anlagen profitiert von der Energiewende und bietet zudem eine spannende Wasserstoff-Zusatzchance. (Foto: petrmalinak / Shutterstock.com)

Mit meinen Lesern besichtige ich auch regelmäßig börsennotierte Unternehmen. Im April wollten wir die 2G Energy AG in Heek besuchen. Die Corona-Krise hat uns einen Strich durch die Rechnung gemacht. Ich werde aber weiterhin hier im Schlussgong über das Unternehmen schreiben.

Von dem mittelständischen Kraft-Wärme-Kopplungs-Anlagen-Spezialisten 2G Energy habe ich Ihnen an dieser Stelle zuletzt im Februar berichtet. Seither ist viel passiert. Bevor ich auf die jüngsten Entwicklungen eingehe, möchte ich das Unternehmen kurz vorstellen.

Im Jahr 1995 gründeten Christian Grotholt und Ludger Gausling die 2G Energietechnik GmbH in Heek. Die Namensgebung 2G wird abgeleitet aus den Anfangs-Buchstaben der Familiennamen der beiden Gründer. Später wurde das Unternehmen in eine Aktiengesellschaft (AG) umgewandelt und ging im Jahr 2007 an die Börse.

Heute zählt die 2G Energy AG zu den international führenden Herstellern von Kraft-Wärme-Kopplungs-Anlagen (KWK) zur dezentralen Erzeugung und Versorgung mit Strom und Wärme mittels der KWK-Technologie. Besonders spannend: Die Anlagen von 2G Energy können auch mit Wasserstoff betrieben werden.

2G Energy hat bereits Ende Februar vorläufige Zahlen für 2019 vorgelegt, und der Vorstand hat sich zum damaligen Zeitpunkt auch schon zur Corona-Krise geäußert. Kürzlich gab es dann ein Update in Sachen Corona und das Unternehmen hat Zahlen für die ersten 3 Monate des laufenden Geschäftsjahres vorgelegt.

Aktuelle Quartalszahlen und ein Blick in die Zukunft

Im 1. Quartal des laufenden Jahres konnte 2G Auftragseingänge in Höhe von 45 Mio. Euro verbuchen. Damit wurde der Vorjahreswert von 39,2 Mio. Euro deutlich (+15%) übertroffen. Dabei ist insbesondere die Entwicklung im Inland erfreulich, wo der Auftragseingang für Erdgas betriebene Anlagen um satte 76% auf 9,0 Mio. Euro stieg. Durch den lebhaften Auftragseingang sind die Auftragsbücher sehr gut gefüllt. Zum Ende des 1. Quartals lag der Auftragsbestand bei rund 150 Mio. Euro.

Aufgrund der gut gefüllten Auftragsbücher und der generellen derzeitigen Geschäftsentwicklung im In- und Ausland ist das 2G-Management zuversichtlich, trotz der aktuellen Covid-19-Krise im laufenden Geschäftsjahr einen Umsatz zwischen 235 und 250 Mio. Euro erwirtschaften zu können.

Das Coronavirus hat bisher nur geringe negative Auswirkungen auf den operativen 2G-Geschäftsbetrieb, zudem verfügen wir über einen hohen Lagerbestand an Motoren für die gängigsten KWK-Module. Dabei kommt uns auch zugute, dass wir die Lagerkapazitäten am Standort Heek bereits im Vorjahr deutlich ausgeweitet und Vorräte aufgestockt haben. 2G verfügt zudem über eine kerngesunde Bilanz und eine komfortable Liquidität, so 2G-Finanzchef Friedrich Pehle.

Es wird nach derzeitigem Stand für das laufende Jahr eine operative Gewinnmarge von 5,5 bis 7,5% in Aussicht gestellt. Bis 2024 soll die Marge dann auf 10% steigen und ein Umsatz von 300 Mio. Euro erzielt werden.

Meine Einschätzung: Werden die Ziele erreicht, hat die 2G-Aktie weiteres Potenzial nach oben. In schwachen Marktphasen ist die Aktie daher einen Blick wert.

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Rolf Morrien
Von: Rolf Morrien. Über den Autor

Rolf Morrien ist einer der renommiertesten Börsenexperten Deutschlands und teilt seine Expertise bereits seit rund 20 Jahren als Chefredakteur von „Morriens Depot-Brief“ (für den erfolgreichen Börsenstart), dem „Depot-Optimierer“ (Vermögensaufbau mit Value-Ansatz) und von „Rolf Morriens Power Depot“ (dynamisches Trading-Depot) sowohl mit Börseneinsteigern als auch mit ambitionierten Privatanlegern.

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