2G kooperiert mit Rolls-Royce und legt Zahlen vor

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Der im westfälischen Heek ansässige Mittelständler 2G Energy hilft dabei, die Energiewende zu gestalten. (Foto: Best Backgrounds / shutterstock.com)

Eine der besten Präsentationen am zweiten Tag des Eigenkapitalforums in Frankfurt lieferte ein kleines Unternehmen aus meiner Heimat im Münsterland ab. Die Aktie des in Heek ansässigen mittelständischen Blockheizkraftwerk-Spezialisten 2G Energy hat sich zuletzt erfreulich entwickelt und konnte heute nach den erfolgreichen Gesprächen im Rahmen des Eigenkapitalforums sogar die 40-Euro-Marke knacken. In meinem Börsendienst Depot-Optimierer hatte ich den Wert bereits vor der Konferenz zum Kauf empfohlen.

Die positive Kursentwicklung liegt zum einen an einer spannenden Kooperation, zum anderen aber auch an den zu Beginn dieser Woche vorgelegten Zahlen und auch daran, dass sich das Unternehmen auf dem Deutschen Eigenkapitalforum so gut präsentiert hat.

Bevor ich zu der Kooperation mit Rolls-Royce und den aktuellen Zahlen komme, stelle ich Ihnen das Unternehmen 2G Energy kurz vor: Die 2G Energy AG gehört zu den international führenden Herstellern von Blockheizkraftwerken (BHKW) zur dezentralen Erzeugung und Versorgung mit Strom und Wärme mittels Kraft-Wärme-Kopplung.

Das Produktportfolio von 2G umfasst Anlagen mit einer elektrischen Leistung zwischen 20 kW und 4.000 kW für den Betrieb mit Erdgas, Biogas oder Biomethan. Auch eine Wasserstoff-Lösung hat 2G neuerdings im Programm. Bislang hat 2G in 25 Ländern bereits tausende BHKW erfolgreich installiert.

Neben dem Hauptsitz in Heek hat 2G einen weiteren Produktions- und Vertriebs- & Service-Standort in St. Augustine, Florida, USA. Das Kundenspektrum reicht vom Landwirt über Industriebetriebe, Kommunen, die Wohnungswirtschaft bis zu Stadtwerken und den großen Energieversorgern.

Kooperation mit Rolls-Royce

2G und Rolls-Royce haben in der vergangenen Woche mitgeteilt, bei Gas-Stromaggregaten für Blockheizkraftwerke (BHKW) zu kooperieren.

2G-Chef Christian Grotholt bewertet die Zusammenarbeit als einen Erfolg der langjährigen Entwicklungsarbeit bei 2G und sagt: Die Kombination aus klimaschonender Energieumwandlung, hoher Verfügbarkeit und geringen Servicekosten ist die Basis für eine nachhaltige Wirtschaftlichkeit von BHKW-Anlagen für den Anlagenbetreiber.

Und weiter: Das ist die Leitlinie für unsere BHKW-Lösungen, die für steigende Anforderungen an die Flexibilität im Betrieb ausgelegt sind. Diese BHKW mit Gasmotorentechnologie für Erdgas, Biogas oder z.B. Wasserstoff sehen wir als eine Rückgrattechnologie für die wirtschaftliche Umsetzung der Energiewende.

Die Kooperation wird die Marktposition von 2G Stärken und in der Zukunft für mehr Umsatz und Ergebnis sorgen. Die jüngsten Zahlen können sich aber auch schon sehen lassen.

Aktuelle Zahlen

Der Umsatz stieg in den ersten 3 Quartalen dieses Jahres um 7,5% von 131,6 auf 141,5 Mio. Euro. Der operative Gewinn (EBIT) stieg deutlich überproportional zum Umsatz um 22,5% von 4,0 auf 4,9 Mio. Euro.

Die Gesamtleistung verbesserte sich von 156,1 auf 161,3 Mio. Euro. Ein dynamischer Auftragseingang im September und Oktober in Höhe von 27,9 Mio. Euro (Vorjahr: 18,3 Mio. Euro, +52 %) sorgt für einen weiterhin hohen Auftragsbestand von 157,2 Mio. Euro.

Die Prognose für das laufende Jahr hat das Unternehmen im Rahmen der Zahlenvorlage bestätigt. Demnach wird ein Umsatz zwischen 220 und 230 Mio. Euro bei einer operativen Gewinnmarge (EBIT-Marge) von 5,5 bis 7% erwartet.

Für das kommende Jahr wird ein Umsatz zwischen 230 und 250 Mio. Euro angepeilt. Bis zum Jahr 2024 erwartet 2G, den Umsatz auf rund 300 Mio. Euro steigern zu können. Werden diese Ziele erreicht, steigt die 2G-Aktie, die sich im laufenden Jahr bislang sehr erfreulich entwickelt hat, weiter an.

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Rolf Morrien
Von: Rolf Morrien. Über den Autor

Rolf Morrien ist einer der renommiertesten Börsenexperten Deutschlands und teilt seine Expertise bereits seit rund 20 Jahren als Chefredakteur von „Morriens Depot-Brief“ (für den erfolgreichen Börsenstart), dem „Depot-Optimierer“ (Vermögensaufbau mit Value-Ansatz) und von „Rolf Morriens Power Depot“ (dynamisches Trading-Depot) sowohl mit Börseneinsteigern als auch mit ambitionierten Privatanlegern.

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