3-D-Druck: Chemie-Branche als wichtiger Zulieferer

Der Markt für 3-D-Druck wächst dynamisch. Daher wird dieser Markt auch für Zulieferer aus der Chemie-Branche immer interessanter. (Foto: William Potter / Shutterstock.com)

Die Aktienkurse konnten heute mehrheitlich zulegen. Die Kritiker fragen sich: Was sollen die zukünftigen Kurstreiber sein?

Die eine entscheidende Erfindung ist nicht in Sicht, aber viele interessante Trends, die für neuen Schwung sorgen können.

Denken Sie nur an Themen wie Industrie 4.0 und den 3-D-Druck!

An dieser Stelle werde ich für Sie in den kommenden Wochen und Monaten einige wichtige Wachstumstreiber unter die Lupe nehmen.

3-D-Druck wird immer bedeutsamer

Der 3-D-Druck ist einer der wichtigsten Zukunfts-Trends in der Industrie.

Doch 3-D-Druck ist beileibe keine reine Zukunfts-Vision mehr. In zahlreichen industriellen Anwendungs-Gebieten kommt die 3-D-Druck-Technologie schon heute zum Einsatz.

Und so wird auch der Markt für Verbrauchs-Materialien rund um den 3-D-Druck immer wichtiger.

Die steilen Wachstumsraten mit Spezial-Kunststoffen und Metallpulver für die additive Fertigung sorgen dafür, dass der Markt für Verbrauchs-Materialien schon jetzt an der Milliarden-Marke kratzt.

Nach Berechnungen des 3-D-Druck-Marktforschers Wohlers Associates stieg der Umsatz mit Druckmaterialien bereits im vergangenen Jahr um 17% auf 903 Mio. US-Dollar.

Dieses Jahr soll er ähnlich dynamisch anziehen wie in 2016. Daher drängen verständlicherweise seit einiger Zeit vermehrt die großen Chemie-Konzerne wie BASF und Evonik in diesen Markt.

Größerer Hardware-Markt als Basis für steigende Material-Umsätze

Die Marktforscher von Wohlers Associates haben ebenfalls folgendes ermittelt:

BASF mit DuPont-Offerte? – Immer schön langsamStrategisch sinnvoll, heißt nicht, dass es einen Deal gibt. BASF wird sich voraussichtlich nicht DuPont schnappen. › mehr lesen

Der Hardware-Umsatz, also der Umsatz mit 3-D-Druckern, hat bereits im Jahr 2012 die Milliarden-Marke überschritten und liegt inzwischen global bei 2,7 Mrd. US-Dollar.

Je stärker die Basis der verkaufen 3-D-Drucker und installierten Maschinen zur additiven Fertigung (werden ebenfalls häufig als 3-D-Drucker bezeichnet), desto größer ist die Basis für steigende Umsätze mit Verbrauchs-Materialien.

D. h., nicht nur die Hersteller von 3-D-Druckern bzw. von Maschinen zur additiven Fertigung profitieren vom zunehmenden Einsatz der Technologie, sondern auch die Hersteller der Verbrauchs-Materialien.

BASF will über günstige Preise Marktanteile gewinnen

Der Ludwigshafener Chemie-Riese und DAX-Konzern BASF will nicht nur mit der engen Entwicklungs-Zusammenarbeit mit den Industriekunden punkten, sondern auch über den Preis.

BASF-Manager Stephan Edelmann, der bei BASF die 3-D-Druck-Anwendungstechnik leitet, sagte gegenüber der „Börsen-Zeitung“:

„Wir rücken in den Vordergrund, dass der Einsatz des 3-D-Drucks für die Kunden auch jetzt schon wirtschaftlich sinnvoll ist. Deshalb bieten wir unsere Produkte für die additive Fertigung deutlich günstiger an als die Konkurrenz.“

Beliefern will BASF u. a. Hersteller von Sportschuhen sowie die Automobil-Industrie.

BASF helfe schon heute einigen Auto-Herstellern und Zulieferern dabei, mit Hilfe des technischen Kunststoffs Polyamid 6 Teile für den Motor-Innenraum zu drucken.

Gut unterwegs in dem Bereich ist aber auch der kleinere deutsche BASF-Konkurrent Evonik, der in diesem Bereich schon einige vielversprechende Kooperationen gestartet hat.


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Von: Rolf Morrien. Über den Autor

Rolf Morrien ist nicht nur Chefredakteur von „Morriens Einsteiger-Depot“, dem „Depot-Optimierer“, von „Das Beste aus 4 Welten“ und von „Rolf Morriens Power Depot“, er ist auch einer der renommiertesten Börsenexperten Deutschlands.

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