3-D-Druck wegen Corona-Krise auf dem Vormarsch

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Erfahren Sie, warum der 3-D-Druck wegen der Corona-Krise auf dem Vormarsch ist und wie Sie davon profitieren können. (Foto: Alexander Kirch / shutterstock.com)

Die Corona-Krise bringt zahlreiche Veränderungen mit sich. So steht beispielsweise die Produktion in den Unternehmen vor einem forcierten Wandel. In der Corona-Krise wurden weltweit viele Lieferketten unterbrochen. Fabriken in Westeuropa oder den USA standen still, weil wichtige Teile aus Asien fehlten.

Das Geschäftsmodell Werkbank Asien (in westlichen Industrieländern planen, in Asien billig produzieren, in der Heimat nur noch zusammenschrauben) hat seine Schattenseiten gezeigt. Eine Schlussfolgerung wird sein: Die Unternehmen werden wieder mehr vor Ort produzieren und/oder sich Beschaffungs-Alternativen suchen.

3-D-Druck löst Lieferketten-Probleme

Eine sehr gute Lösung: Produktion mit dem 3-D-Drucker. Das gewünschte Teil wird in ein Computerprogramm eingegeben, der Drucker wird mit den richtigen Materialien gefüttert und schon kann die extrem flexible Produktion beginnen.

Die Corona-Krise wird den Siegeszug der 3-D-Druck-Technologie weiter beschleunigen. Laut aktueller Studie von LearnBonds soll die 3-D-Druckindustrie von 16 Mrd. US-Dollar im laufenden Jahr über 25,5 Mrd. US-Dollar im Jahr 2022 auf 40 Mrd. US-Dollar im Jahr 2024 wachsen. Das entspricht einer jährlichen Wachstumsrate von über 25%.

Patentanmeldungen in Europa gestiegen

Laut einer aktuellen Studie des Europäischen Patentamts ist die Zahl der europäischen Patentanmeldungen für additive Fertigung (auch als 3-D-Druck bekannt) zwischen 2015 und 2018 um durchschnittlich 36% pro Jahr gestiegen.

Damit stieg die Anzahl der Patentanmeldungen in diesem Bereich etwa 10 Mal schneller als die Gesamtzahl der Patentanmeldungen, die in diesem Zeitraum nur um 3,5% pro Jahr stiegen.

Gemäß der Studie mit dem Titel Patente und additive Fertigung: Trends bei 3-D-Druck-Technologien steht Europa auf diesem Gebiet an der Spitze: Zwischen 2010 und 2018 ging nahezu die Hälfte aller Patentanmeldungen in Sachen additive Fertigung beim Europäischen Patentamt auf das Konto europäischer Unternehmen und Erfinder.

Mit HP und Groupe Gorge profitieren Sie vom 3-D-Druck

Abschließend möchte ich Ihnen noch kurz zwei Unternehmen vorstellen, mit denen Sie vom 3-D-Druck profitieren. Beide Unternehmen sind auch in meinem Börsendienst Power Depot zu finden.

Bei den beiden Unternehmen handelt es sich um den amerikanischen Computer- und Druckerhersteller HP und den französischen Mischkonzern Groupe Gorge, der über die Tochtergesellschaft Prodways kräftig im Bereich 3-D-Druck mitmischt.

Bei beiden Unternehmen können die Wachstumssparten (wie 3-D-Druck) mit den Gewinnen aus dem alten Kerngeschäft aufgebaut werden. HP will Weltmarktführer im industriellen 3-D-Druck werden. Prodways, die 3-D-Druck-Tochter von Groupe Gorge, spezialisiert sich dagegen auf Nischen. Ein Schwerpunkt ist die Zahnmedizin.

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Rolf Morrien
Von: Rolf Morrien. Über den Autor

Rolf Morrien ist einer der renommiertesten Börsenexperten Deutschlands und teilt seine Expertise bereits seit rund 20 Jahren als Chefredakteur von „Morriens Depot-Brief“ (für den erfolgreichen Börsenstart), dem „Depot-Optimierer“ (Vermögensaufbau mit Value-Ansatz) und von „Rolf Morriens Power Depot“ (dynamisches Trading-Depot) sowohl mit Börseneinsteigern als auch mit ambitionierten Privatanlegern.

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