3-Filter-Aktien des Monats: MTU

Seit Jahren steigt die Anzahl von Fluggästen weltweit an. Diese Entwicklung ist auch an den vollen Auftragsbüchern von MTU abzulesen. (Foto: Monster Ztudio / shutterstock.com)

MTU beliefert Flugzeugbauer auf der ganzen Welt mit Turbinen-Technologie „Made in Germany“.

Die Bayern sind optimal für weiteres Wachstum positioniert; der Auftragsbestand erreichte Ende März einen neuen Höchststand von 14,3 Mrd. €.

MTU erfüllt die 3-Filter-Kriterien

Der führende Triebwerks-Hersteller für zivile und militärische Flugzeuge erfüllt die Kriterien der 3-Filter-Strategie nach James O’Shaugnessy:

  1. Seit 2009 ist der Gewinn vor Zinsen und Steuern kontinuierlich gestiegen.
  2. Bei einem für 2017 geschätzten Umsatz von 5,2 Mrd. € errechnet sich ein KUV von 1,2.
  3. Die Aktie hat sich in den vergangenen Jahren deutlich besser entwickelt als der Vergleichs-Index MDAX.

Gewinn steigt um 43,5% – Ihre Dividende wird erhöht

Dass Technologie „Made in Germany“ gefragt ist, lässt sich an den Bilanzzahlen für 2016 ablesen:

Während der Umsatz um 6,7% auf 4,7 Mrd. € zulegte, konnte der Gewinn um 43,5% auf 312,2 Mio. € gesteigert werden.

Verantwortlich für die positive Entwicklung waren ein geringerer Finanz-Aufwand und eine niedrigere Steuer-Quote.

Die Geschäftsführung beteiligte die Aktionäre am Geschäfts-Erfolg und erhöhte die Dividende um 11,8% auf 1,90 € pro Aktie.

MTU bleibt im Auftakt-Quartal auf Wachstumskurs

MTU startete erfolgreich in das letzte Jahr der Investitions-Phase, die 2017 abgeschlossen werden soll. Der Umsatz ist um 15% auf 1,3 Mrd. € gestiegen.

Erneut konnte das Unternehmen die Profitabilität verbessern: Das operative Ergebnis kletterte um 20% auf 157 Mio. €.

Besonders erfreulich entwickelte sich der zweitgrößte Geschäftsbereich, die zivile Instandhaltung, mit einem Umsatz-Plus von 37% auf 588,4 Mio. €.

Damit verzeichnet die zivile Instandhaltung das 6. Rekord-Quartal in Folge – Umsatztreiber Nr. 1: der A320neo-Antrieb V2500.

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Industrie 4.0 ermöglicht neue Wege

Nach der Dampfmaschine, der Fließband-Arbeit und der Mikro-Elektronik stehen Firmen vor der nächsten industriellen Revolution: der Industrie 4.0.

Die Rede ist von Robotern, die Hand in Hand mit Menschen arbeiten. Die Vernetzung und Verdrahtung von Mensch und Maschine steht dabei im Mittelpunkt.

Bauteile können sich untereinander erkennen und selbst identifizieren. Sie wissen wie sie bearbeitet werden sollen und können mit der Produktions-Anlage Kontakt aufnehmen.

Die Digitalisierung ermöglicht effizientere Prozesse und einen besseren Überblick.

MTU erkannte frühzeitig das Potenzial und griff tief in die Taschen, um den Struktur-Wandel zu ermöglichen.

Das Ergebnis: MTU setzt auf intelligente Maschinen-Steuerung und additive Fertigungs-Verfahren, die die Fehlerquote minimieren.

Forschungs- und Entwicklungs-Kosten werden durch virtuelle Simulationen und 3D-Druck-Verfahren eingespart.

Als weltweit führender Anbieter von Instandhaltungs- und Reparatur-Arbeiten von Flugzeug-Triebwerken kann MTU den Wartungs- und Reparatur-Bedarf von morgen bereits heute anhand der digitalen Produktdaten in Echtzeit ablesen und Ressourcen dementsprechend einteilen.

27,2% Rendite jährlich

Die Investitionen tragen Früchte: Seit 2009 konnte die MTU-Aktie im Durchschnitt um 27,2% pro Jahr zulegen. Dazu kommt noch die Dividendenrendite von 1,6%.

Die Wachstums-Aussichten sind nach wie vor optimal.

Darüber hinaus ist der Technologiesprung abgeschlossen; die intensive Investitions-Phase der letzten Jahre soll 2017 beendet werden.

Das bedeutet für Sie v. a. eines: Unterm Strich bleibt mehr übrig. Für 2017 rechne ich mit einem Umsatz von 5,2 Mrd. € und einem Gewinn von rund 368 Mio. €.


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Von: Volker Gelfarth. Über den Autor

Der Diplom-Ingenieur lernte die Schwächen und Stärken eines Unternehmens selbst als Manager kennen, bevor er sich voll und ganz der Value-Analyse widmete. Er ist Chefredakteur für die Dienste Aktien-Analyse, Gelfarths Dividenden-Letter, Gelfarths Premium-Depot und Strategisches Investieren.