300 Punkte Kurssturz im DAX

War es das mit den steigenden Kursen? Oder wird nur Anlauf genommen für eine Jahresendrally?

Der DAX hat diese Woche zwischenzeitlich 300 Punkte abgegeben und auch die Indizes in den USA sind ein bisschen vom Gaspedal gegangen. Lediglich der Dow Jones konnte weiterhin zulegen.

Wie sollten Sie als Anleger eigentlich auf solche Kursänderungen reagieren? Sollten Sie überhaupt reagieren?

Das hängt von einer ganzen Reihe Faktoren ab. In erster Linie kommt es darauf an, wie Sie Ihr Depot aufgebaut haben.

Diversifikation anstatt All-in

Wer es als Aktien-Anleger etwas ruhiger angehen möchte, steckt sein Geld entweder gleich in Fonds oder deckt viele unterschiedliche Sektoren ab.

Grundsätzlich gilt: Je breiter das Depot aufgestellt ist, desto risikoärmer ist es.

Hat dann ein Industrie-Sektor einmal eine Krise, fällt das kaum auf – einfach, weil dies beispielsweise nur 5 % des Gesamt-Depots ausmacht.

Fonds nehmen ebenfalls die täglichen oder wöchentlichen Schwankungen heraus. Je nach Aufbau des Fonds sind mehrere Industrien, Länder oder sogar Kontinente abgedeckt.

Da brauchen Anleger dann gar nicht jeden Tag die Kurse zu verfolgen. Allerdings haben auch Fonds ihre Schwächen und selbst die besten machen in Krisenzeiten Verlust.

Optionen 1x pro Woche handeln

Was wäre die Alternative – entspannt mit der Börse arbeiten und dabei noch den Markt um Längen schlagen?

Was für viele ein Wunschtraum ist, machen einige Investoren bereits erfolgreich.

Dabei geht es gar nicht darum, jeden Tag stundenlang Charts zu analysieren. Vielmehr wird nach der Devise „Weniger ist mehr.“ gehandelt.

1x pro Woche einen Trade umzusetzen ist sicherlich machbar. Diese 5 Min. haben die meisten in ihren Kalender noch frei.

Das ist nämlich so schön am Handel mit Optionen: Die einzelnen Trades können mehrere Wochen oder sogar Monate laufen. Währenddessen arbeitet die Zeit für den Anleger.

Wenn darüber hinaus dieses gemütliche Handels-System sogar höhere Gewinne abwirft, als andere Strategien, die deutlich zeitintensiver sind, dann ist die Suche beendet.

Wer dieses System einmal verstanden hat, wird sich zufrieden zurücklehnen und es langfristig nutzen.

Wichtige Grundbegriffe beim Optionen-Handel

Gerade weil Optionen lange laufen können, ist es wichtig die Grundlagen zu beherrschen. Insbesondere sind die Unterschiede zwischen europäischen und amerikanischen Optionen gravierend.

Denn nur eine Amerikanische Option kann jederzeit ausgeübt werden. Bei der europäischen Variante geschieht die Ausübung immer nur am Fälligkeitstag.

Ob amerikanisch oder europäisch hat aber nichts mit Ihrem Wohnort zu tun – das ist lediglich die Bezeichnung. So erkennen Sie mit 1 Blick, um was für eine Option es sich handelt.

In diese Reihe gehört theoretisch auch noch die Index-Option.

Weil der Basiswert aber ein Index ist, kann hier logischerweise nichts ausgeübt werden. Bei der Index-Option erfolgt immer am Laufzeit-Ende eine Abrechnung in Cash.

2. Dezember 2016

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Von: Michael Berkholz. Über den Autor

Michael Berkholz entdeckte vor einigen Jahren seine Leidenschaft fürs Trading und gibt sein Wissen heute mit großer Leidenschaft an seine Leser weiter.

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