Super Bowl: 5 Mio. US-$ in 30 Sek.

Wie auch Sie so viel Geld verdienen können? – Übernehmen Sie den TV-Sender Fox und übertragen Sie den Super Bowl!

In der Nacht von Sonntag auf Montag fand wieder einmal das größte Sportereignis des Jahres in den USA statt.

Was Sie dazu wissen müssen: Die New England Patriots haben einen 3:28-Rückstand aufgeholt und in der Verlängerung mit 32:29 gewonnen.

Zahlen, Daten und Fakten zum Super Bowl

Bei all den Millionen von US-Dollar, die Sonntag Nacht geflossen sind, ist die Trophäe selbst verhältnismäßig günstig: Der 55 cm hohe Pokal wiegt 3 kg und ist gut 25.000 US-$ wert.

Jeder Spieler des Sieger-Teams bekommt dagegen eine Prämie in Höhe von 107.000 US-$, jeder Verlierer immerhin noch 53.000 US-$.

Die angesprochenen 5 Mio. US-$ zahlen Firmen für einen 30 Sek. langen Fernseh-Werbespot während dem Mega-Events.

Und dabei werden in vielen Ländern lokale Werbespots geschaltet, so dass dieser Preis tatsächlich nur für die US-amerikanischen Zuschauer investiert wird.

Das Football-Spiel selbst wird nämlich in 7 Sprachen und 170 Ländern ausgestrahlt. Alleine in den USA schalten regelmäßig über 100 Mio. Menschen ein.

Vermutlich ist deshalb auch eine Investition von 5 Mio. US-$ ihr Geld wert; v. a., weil die Firmen meist extra einen besonderen Werbespot für den Super Bowl drehen lassen.

Dieser wird im Anschluss – und manchmal sogar schon davor – massenhaft im Internet geteilt. Denn i. d. R. sind diese Clips besonders humorvoll oder kreativ.

Das Unternehmen hat also effektiv wesentlich mehr davon, als nur jene 30 Sek. Ruhm.

Wer die TV-Werbung verpassen und lieber live dabei sein möchte, muss ebenfalls tief in die Tasche greifen:

Es gab Tickets bei StubHub.com ab 3.499 US-$ – dafür sogar inklusive Verpflegung!

Maximal konnten Fans 22.000 US-$ für eine Eintrittskarte zahlen – auf dem Schwarzmarkt vermutlich noch mehr…

Auch Inflation spielt hierbei eine Rolle

Die Inflation macht indes auch hiervor nicht Halt: Im vergangenen Jahr waren die günstigsten Karten bei knapp über 3.000 US-$.

Und wo wir gerade bei Inflation sind:

Die TV-Werbung kostet die Firmen heute, wie gesagt, 5 Mio. US-$ pro 30 Sek. Im Jahr 1969 waren es gerade einmal 55.000 US-$ für dieselbe Länge.

Dazu im Vergleich: In Jahr 1969 notierte der Dow Jones im Bereich zwischen 5.000 und 6.000 Punkten.

Hätte er sich, wie die TV-Werbekosten, um den Faktor 100 erhöht, wären wir heute bei einem Dow Jones über 500.000 Punkten.

Das ist aber nicht der Fall: Die 20.000 Punkte wurden kürzlich geknackt. Der Dow Jones hat sich demnach etwa vervierfacht.

Die Preise rund um Werbung und Produkt-Platzierung haben sich verhundertfacht. Leider können Sie nicht direkt in diese Preisentwicklung investieren.

Doch nicht alle akzeptieren diesen Trend:

So waren die Werbeblöcke von FOX in den vergangenen Jahren bereits 4 Monate vor dem Super Bowl ausgebucht. Dieses Jahr waren bis Ende Januar dagegen noch 10% frei.

Im Netz ist die Hölle los – und viel zu holen

Unter Umständen investieren manche Firmen inzwischen lieber in Online-Kampagnen, die gezielter auf die potentiellen Kunden treffen.

Für diese Beträge lassen sich im Internet gigantisch viele Anzeigen schalten.

Wie sehr das Internet heutzutage eine Rolle spielt, zeigt auch Twitter:

Der Kurznachrichtendienst verzeichnete in den 6 Std. rund um den Super Bowl unglaubliche 28 Mio. gesendete Texte mit dem Hashtag #superbowl.

6. Februar 2017

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Michael Berkholz. Über den Autor

Michael Berkholz entdeckte vor einigen Jahren seine Leidenschaft fürs Trading und gibt sein Wissen heute mit großer Leidenschaft an seine Leser weiter.

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