Pernod Ricard: Getrunken wird immer

Insbesondere während der Sommerhitze werden Mediziner nicht müde uns ans Trinken zu erinnern.

Dabei geht es zwar eigentlich in 1. Linie um Wasser oder vielleicht noch den ein oder anderen gesunden Saft.

Doch nehmen wir uns den Appell der Mediziner v. a. im Sommer gerne zu Herzen und greifen beherzt zum einen oder anderen Softdrink oder einem leichten alkoholischen Getränk.

Kombiniert mit Eis und frischen Früchten, entsteht so ein sommerlicher Genuss.

Pernod Ricard – Ein Konzern, der stets mitverdient

Egal, wie Ihre persönlichen Präferenzen sind (ob Aperitif  oder Cocktail); es gibt ein Unternehmen, das verdient immer mit.

Die Rede ist vom Spirituosen-Multi Pernod Ricard. Der ist hinter Diageo die Nr. 2 in der Liga der internationalen Hersteller hochprozentiger Getränke.

Zum Konzern gehören 19 der 100 wichtigsten Alkohol-Marken. Die bekanntesten davon sind:

  • Chivas Regal,
  • Martell,
  • Pastis 51,
  • Glenlivet,
  • Seagram’s Gin,
  • Ramazzotti,
  • Ricard,
  • Beefeater-Gin,
  • Mumm-Sekt,
  • Ballentine’s,
  • Jameson
  • und Absolut Wodka.

Premium läuft besonders gut

Spirituosen von Pernod haben Konjunktur: In den ersten 9 Monaten stieg der Umsatz um 3,4%. Alle Regionen haben zum Wachstum beigetragen.

Wachstumstreiber Nr. 1 war Amerika mit einem Zuwachs von 7,1% auf 2,03 Mrd. €. Es folgten Europa und Asien.

Von den 13 internationalen Marken haben 11 besser abgeschnitten. In den USA waren vor allen Dingen die Marken Jameson, Martell und Altos gefragt.

Zur Ergebnis-Entwicklung hat sich das Management nicht geäußert.

Im 1. Halbjahr waren der Gewinn um 3,2% auf 914 Mio. € und das operative Ergebnis um 4,3% auf 1,5 Mrd. € gestiegen.

Die Jahres-Prognose wurde bestätigt: ein Anstieg des operativen Ergebnisses um 2 – 4% auf 2,32 – 2,37 Mrd €.

Den Umsatz schätzen wir auf 9 Mrd. € und den Gewinn auf 1,28 Mrd €.

Entwickelte Regionen wie Europa und Nordamerika sind zwar immer noch auf Wachstumskurs, weil die Nachfrage nach hochwertigem Cognac und Single-Malt-Whisky steigt.

Die Märkte sind aber im Wesentlichen gesättigt. Zudem steigt das Gesundheits-Bewusstsein, und in den USA drohen hohe Importzölle.

Angemessene Bewertung

Um den Erfolg langfristig zu sichern, muss Pernod die Expansion in den Schwellenländern forcieren.

Denn besonders in Asien können sich immer mehr Menschen einen edlen Tropfen leisten.

V. a. in China gibt es wieder Anzeichen für eine Marktbelebung, die für einen Wachstumsschub sorgen sollte.

Und in Europa sollte sich die Strategie der Übernahme kleiner regionaler Marken auszahlen. Auf dieses Segment entfiel in den ersten 9 Monaten bereits ein Umsatz von 1,3 Mrd €.

Die Aktie ist im historischen Vergleich angemessen bewertet. Gut gefällt uns auch das beständige Wachstum. Sollten Sie an der Aktie Interesse haben, warten Sie Rücksetzer ab!

25. Juli 2017

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Volker Gelfarth. Über den Autor

Der Diplom-Ingenieur lernte die Schwächen und Stärken eines Unternehmens selbst als Manager kennen, bevor er sich voll und ganz der Value-Analyse widmete. Er ist Chefredakteur für die Dienste Aktien-Analyse, Gelfarths Dividenden-Letter, Gelfarths Premium-Depot und Strategisches Investieren.

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