DAX über 13.500 | EUR/USD weiter im Fall

Die sprungartigen Bewegungen des deutschen Leitindex DAX jeweils zur Handels-Eröffnung zeichnen weiter ein etwas ungewohntes Bild. (Foto: Pavel Ignatov / shutterstock.com)

Der DAX hat heute früh die 13.500 erstmalig geknackt, inzwischen notieren wir schon wieder leicht darunter.

Die sprungartigen Bewegungen jeweils zur Handelseröffnung zeichnen weiter ein etwas ungewohntes Bild.

Immerhin wurde heute aber die Kurslücke zum Tagesbeginn im Laufe des Handels wieder geschlossen.

Es geht also nicht immer weiter hoch hinaus. Langsam kehrt womöglich Ruhe in das heitere Treiben des DAX ein.

DAX im Stunden-Chart – Die Analyse

Betrachten wir heute zum Wochen-Abschluss einmal den Stunden-Chart der vergangenen Tage.

Die 20-Stunden-Linie ist hier scheinbar das Maß aller Dinge. Denn an dieser gleitet der DAX immer weiter nach oben.

Eine kleine Trendlinie ist auch zu erkennen, auch wenn diese nur wenige Tage alt und im Stunden-Chart zu sehen ist – kein Grund also, diese Linie für einen allzu wichtigen Trend zu erachten.

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Wie Sie erkennen, gibt es dadurch auch 2 Wermutstropfen, die das Ende der DAX-Aufwärtsfahrt anzeigen könnten:

Die gestrichelte Trendlinie wurde heute im Stunden-Chart nach unten durchbrochen. Außerdem wird die 20-Stunden-Linie gerade umkämpft.

Sollte es Anfang nächster Woche nicht wieder darüber weitergehen, könnte das ein Ende der Party im DAX darstellen – natürlich nur in der Momentaufnahme.

Der mittelfristige Trend zeigt eindeutig weiter nach oben.

Nur übertreiben Sie es nicht, falls Sie weitere Long-Optionen auf den DAX kaufen wollen!

Wir sind weiterhin positiv gestimmt, aber es könnte auch durchaus sein, dass die Kurslücken der vergangenen Tage erst einmal geschlossen werden und wir danach weiter steigen.

Ein kleiner Rücksetzer wäre deshalb auch keine Überraschung und würde – im Gegenteil – nämlich gute Einstiegs-Möglichkeiten für die nächste Fahrt gen Norden bieten.

Euro vom Widerstand gerettet?

Nach Süden geht es dagegen für das Währungs-Paar EUR/USD. Wie bereits berichtet, wird das Jahres-Hoch nicht mehr weiter ausgebaut.

Der Euro ist im Sinkflug und hat wichtige Kursmarken nach unten durchbrochen. Ein kleiner Widerstand vom Sommer 2016 bildet aktuell aber eventuell ausreichend Halt, um die Verluste zu begrenzen.

Im folgenden Wochen-Chart ist deshalb auch die 50-Wochen-Linie eingezeichnet – das Äquivalent zur 200-Tage-Linie.

Diese bietet noch viel Platz nach unten, ist aber hier ein gutes Beispiel dafür, dass nicht jede Durchschnitts-Linie von Bedeutung ist.

Sie sehen selbst, dass sich die Kurse in der Vergangenheit überhaupt nicht um diese Linie gekümmert haben. Das Währungs-Paar hat diese nie als wichtigen Widerstand angesehen.

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Der eigentliche Widerstand sind hier Kursmarken. Das Hoch der 1. Maiwoche 2016 könnte tatsächlich ein weiteres Fallen von EUR/USD einbremsen oder sogar verhindern.

Im Moment verharren die Kurse in diesem Bereich. Doch bleibt es fraglich, ob die Reise nicht noch weiter nach unten gehen wird.

Unter dem Wochen-Chart sehen Sie den MACD. Dieser spricht aktuell von einer bärischen Phase und gibt keinerlei Anzeichen, dass diese bereits vorbei ist.

Was jetzt zu tun ist

Wenn Sie Short-Kontrakte auf das Währungs-Paar gekauft haben, wäre jetzt durchaus ein Zeitpunkt die Hälfte bereits zu verkaufen und die andere Hälfte mit einem Stop abzusichern.

So haben Sie einen Großteil der Strecke auf jeden Fall als Profit mitgenommen – und falls es doch noch weitergeht, sind Sie immer noch zur Hälfte dabei.

Das ist einer der wichtigen Grundsätze beim Handel mit Optionen. Wir werden nicht über Nacht zum Millionär, aber schneiden uns geschickt die lukrativen Stücke aus dem Markt.

Lieber 20x relativ sichere 20-%-Gewinne, als alles auf eine Karte zu setzen! Denn dann könnte das Börsenspiel schnell vorbei sein…

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Von: Michael Berkholz. Über den Autor

Michael Berkholz entdeckte vor einigen Jahren seine Leidenschaft fürs Trading und gibt sein Wissen heute mit großer Leidenschaft an seine Leser weiter.