AutoZone: Verdienen Sie an den guten Geschäften einfach mit

Mit seinem Geschäftsmodell verdient AutoZone in guten wie in schlechten Zeiten – in den USA genauso wie hierzulande. Hier mehr dazu: (Foto: Everett Media / Shutterstock.com)

Mit seinem Geschäftsmodell verdient AutoZone in guten wie in schlechten Zeiten.

In guten Zeiten geben die Autoliebhaber mehr Geld für teures Zubehör aus. Das ist in den USA genauso wie hierzulande.

Werden die wirtschaftlichen Bedingungen schwieriger, fahren die Amerikaner ihre Autos länger, statt ein neues zu kaufen. Auch das ist bei uns nicht anders.

Und bei einem längeren Gebrauch steigt zwangsläufig der Reparatur-Bedarf, der sich selbst bei knappen Budgets kaum hinauszögern lässt.

Wie Sie wissen, hat bei uns spätestens der TÜV das letzte Wort.

AutoZone: Die Nr. 1 in den USA

Davon profitiert der Ersatzteil-Handel mit Privatkunden, die selbst an ihren Fahrzeugen rumbasteln, aber auch das Geschäft mit professionellen Abnehmern wie Werkstätten.

AutoZone konzentriert sich damit auf einen Bereich, der selbst in Krisenzeiten profitables Wachstum zulässt und hat sich inzwischen zur Nr. 1 im US-Ersatzteil-Geschäft gemausert.

Seit 1979 dick im Geschäft

AutoZone wurde 1979 gegründet und betreibt heute 5.846 eigene Geschäfte in Nordamerika, Mexiko und Brasilien.

Verkauft werden Ersatz- und Verschleißteile, Verbrauchs-Stoffe wie Öle, aber auch Zubehör sowie Produkte zum Verschönern und Pflegen.

Mehrere Tausend Artikel gehören zum Sortiment.

Abgesehen von einer großen Auswahl an qualitativ hochwertigen Produkten zu günstigen Preisen lockt der Konzern seine Kundschaft mit einem starken Service-Angebot.

Der Clou: All diese Services sind kostenlos.

Abgerundetes Geschäftsmodell spricht für steigende Ergebnisse

Das Angebot richtet sich aber nicht nur an die heimischen Bastler. Auch professionelle Werkstätten, für die es lukrative Konditionen gibt, besorgen sich Teile bei AutoZone.

Damit setzt der Konzern auch auf den sogenannten Do-it-for-me-Markt, also den Markt für die professionelle Reparatur.

Neben dem stationären Handel für Bastler und Profis betreibt der Konzern einen Online-Versand für private und professionelle Nutzer.

Insgesamt hat AutoZone ein abgerundetes Geschäftsmodell, das für weiter steigende Ergebnisse spricht.

Gewinn steigt um 6,8%

Die Zahlen zum 4. Quartal 2017, das am 29. September endete, verdeutlichen, dass AutoZone auf einem profitablen Wachstumskurs ist.

Der Ersatzteil-Händler konnte den Umsatz um 3,4% auf rund 3,5 Mrd. $ steigern.

In den USA, dem größten Absatzmarkt des Unternehmens, gab es bei den Umsätzen auf vergleichbarer Fläche, also in den Läden, die mind. 1 Jahr geöffnet sind, ein Plus von 1,0%.

Nach Steuern verdiente der Konzern mit 433 Mio. $ 1,7% mehr. AutoZone zahlt Ihnen keine Dividende, sondern beteiligt Sie am Geschäfts-Erfolg durch Aktienrückkäufe.

Durch die geringere Anzahl ausstehender Aktien machte der Gewinn je Aktie einen Satz nach oben und legte um 6,8% zu.

Es gibt genug Gründe, warum das so weitergehen wird

AutoZone hat sich im Ersatzteil-Geschäft in den USA eine überragende Position erarbeitet und wird daher auch künftig sein profitables Wachstum fortsetzen.

Neben der Expansion im Heimatmarkt im Bereich Privatkunden bietet der forcierte Ausbau des Geschäfts mit professionellen Abnehmern noch viel Potenzial.

Zugutekommen dürfte dem Konzern dabei die geballte Einkaufsmacht.

Und damit dürfte er auch von günstigen Preisen, der Präsenz vor Ort sowie einer ausgeklügelten Logistik profitieren – weil all dies eben lukrative Angebote ermöglicht.

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Von: Volker Gelfarth. Über den Autor

Der Diplom-Ingenieur lernte die Schwächen und Stärken eines Unternehmens selbst als Manager kennen, bevor er sich voll und ganz der Value-Analyse widmete. Er ist Chefredakteur für die Dienste Aktien-Analyse, Gelfarths Dividenden-Letter, Gelfarths Premium-Depot und Strategisches Investieren.