ABB kann dabei helfen, die Schifffahrt zu revolutionieren

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Der ABB-Konzern kann eine wichtige Rolle übernehmen, wenn es um die zukünftige Energieversorgung und die Antriebstechnik in der Schifffahrt geht. (Foto: Dmitri_st)

Nachdem ich gestern hier im Schlussgong über den Schweizer Logistik-Spezialisten Kühne & Nagel berichtet habe, steht heute ein weiteres Unternehmen auf dem Plan, das zumindest teilweise aus der Schweiz stammt.

Über den schwedisch-schweizerischen ABB-Konzern habe ich in der Vergangenheit an dieser Stelle schon einige Mal berichtet. Denjenigen unter Ihnen, die das Unternehmen noch nicht kennen, möchte ich es zunächst kurz vorstellen, bevor ich darauf eingehe, wie ABB die Schifffahrt revolutionieren könnte.

Ein kurzes Unternehmensportrait

Der Energie- und Automatisierungstechnik-Spezialist ABB ist ein weltweit führendes Technologieunternehmen mit Hauptsitz in Västerås, Schweden und Zürich, Schweiz. das 1988 aus der Fusion der schwedischen ASEA und der schweizerischen BBC entstand.

ABB ist heute nach eigenen Angaben ein Konzern, der die Transformation von Gesellschaft und Industrie vorantreibt, um eine produktivere und nachhaltigere Zukunft zu erreichen. Das Unternehmen blickt insgesamt auf eine über 130-jährige Unternehmensgeschichte zurück und beschäftigt aktuell rund 110.000 Mitarbeiter in über 100 Ländern weltweit.

ABB setzt in Sachen Schifffahrt auf Wasserstoff

Blicken wir auf das Thema Schifffahrt: Das britisch-amerikanische Kreuzfahrt-Unternehmen Aida Cruises will 2021 erstmals Brennstoffzellen-Technik auf einem großen Passagierschiff testen. ABB hat bereits im Jahr 2018 angekündigt, zusammen mit Ballard Power Systems Brennstoffzellen für den Einsatz auf Schiffen zu entwickeln.

ABB hat darüber hinaus eine Absichtserklärung mit Hydrogène de France zur gemeinsamen Herstellung von Megawatt-Brennstoffzellensystemen für den Antrieb von Überseeschiffen unterzeichnet. Die beiden Partner wollen die Herstellung großer Systeme optimieren, um Brennstoffzellen-Kraftwerke im Megawattbereich für Schiffe bauen zu können.

Für Brennstoffzellen finden sich auf Schiffen verschiedene Anwendungsfelder. Sie können Schiffe nicht nur antreiben, sondern auch Energie für den Hotelbetrieb auf großen Passagierschiffen zur Verfügung stellen, während sich das Schiff im Hafen befindet. Der sich schnell entwickelnde Markt bietet aus meiner Sicht gute Wachstumschancen.

…und auf E-Antriebe

Darüber hinaus setzt ABB auch auf E-Antriebe. Das Unternehmen meldete vor wenigen Tagen, dass es für zwei Schiffe von P&O Ferries (das ist ein Fährbetreiber) elektrische, digitale und vernetzte Lösungen bereitstellt. Darunter Antriebe und Energiespeicher.

Die hybride Antriebslösung, die ihre elektrische Energie aus 8,8-MWh-Batterien und Dieselgeneratoren bezieht, wird den Kraftstoffverbrauch auf der Route von P&O Ferries über den Ärmelkanal zwischen Dover und Calais um 40% senken.

Die Batterien liefern die gesamte Energie für das Manövrieren und den Aufenthalt im Hafen. So sind die Schiffe für eine emissionsfreie Zukunft gerüstet, sobald an Land mehr elektrische Ladestationen zur Verfügung stehen, so das Unternehmen.

Meines Erachtens setzt ABB damit auf genau den richtigen Mix und könnte so dabei helfen, die Schifffahrt zu revolutionieren. Die ABB-Aktie sollten Sie im Blick haben. Mehr Informationen zum Unternehmen und zur Aktie finden Sie in meinem Börsendienst „Der Depot-Optimierer“.

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ABB setzt auf Wasserstoff und E-MobilitätDer Schweizer ABB-Konzern baut Ladesäulen für E-Autos und stattet Schiffe mit Brennstoffzellen aus. › mehr lesen


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Rolf Morrien
Von: Rolf Morrien. Über den Autor

Rolf Morrien ist einer der renommiertesten Börsenexperten Deutschlands und teilt seine Expertise bereits seit rund 20 Jahren als Chefredakteur von „Morriens Depot-Brief“ (für den erfolgreichen Börsenstart), dem „Depot-Optimierer“ (Vermögensaufbau mit Value-Ansatz) und von „Rolf Morriens Power Depot“ (dynamisches Trading-Depot) sowohl mit Börseneinsteigern als auch mit ambitionierten Privatanlegern.

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