Absturz im DAX: Schlechteste Woche des Jahres

Die EZB und der DAX sorgen für eine Überraschung; diesmal im negativen Sinne. Mit Ach und Krach wurde der DAX bis zum heutigen Verfallstermin hochgehalten.

Der Open Interest hatte sich bis dahin noch etwas nach Süden verschoben. Ein riesige Put-Position wurde bei 13.300 eröffnet.

Somit war klar, dass zumindest bis zur Abrechnung am Mittag die Kurse darüber bleiben würden.

DAX wird abgerechnet

Im folgenden Minuten-Chart sehen Sie deutlich wann die Kurse abgerechnet wurden. Das war um 13.05 Uhr der Fall.

Die Kurse konnten die Stillhalter dabei knapp über 13.350 fixieren. Unter dem Chart sehen Sie das gehandelte Volumen.

Wenn an einem Verfallstag die Abrechnung von bestimmten Werten stattfindet, ist die umgesetzte Menge entsprechend gewaltig.

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Somit ist das restliche Volumen vergleichsweise nicht erwähnenswert. Nur um 13.05 Uhr gibt es die deutliche grüne Spitze.

Dann brachen die restlichen Dämme und der DAX rutschte bis auf etwa 12.200 Punkte ab. Ist das schon das Ende der Korrektur?

Die schlechteste Woche des Jahres

Sie steht uns leider noch bevor.

Auch wenn diese Woche bereits ein Verlust von 400 Punkten im DAX zu vermelden ist; das war noch nicht alles – zumindest wenn wir der Statistik glauben.

So ist die 30. Kalenderwoche oft für Anleger die teuerste Woche des Jahres, wenn sie auf steigende Kurse setzen. Denn in den meisten Fällen geht es hier ordentlich bergab.

Schauen Sie ich einmal den DAX im Wochenchart an. Dort können Sie ein mögliches Ziel der aktuellen Korrektur erkennen.

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Denn bei der gelben Linie gibt es im Wochenchart noch ein Gap, das geschlossen werden könnte. Die aktuelle rote Kerze dieser Woche sieht schon bedrohlich aus.

Mit ein bisschen Glück haben wir mit der 29. Kalenderwoche schon viel des durchschnittlichen Verlusts abgehakt.

Doch noch sind wir nicht im Trockenen. Machen Sie sich also bereit darauf, dass die nächsten Tage ebenfalls holprig werden.

Die blaue EMA-Durchschnitts-Linie über 50 Wochen ist noch relativ weit entfernt.

Sollten wir noch einmal eine Woche haben mit 400 Punkten Verlust, wären wir jedoch extrem nah an diesem langfristigen Widerstand.

Erst ab Kursen unter der 12.000 bzw. und dann unter der EMA-50-Linie würde es ein düsteres Bild auf den DAX und dessen nahe Zukunft werfen.

Bis dahin ist noch alles rosig und die Sommerferien scheinen entspannt zu verlaufen.

Das ist für Sie in der nächsten Woche zu tun

Achten Sie nächste Woche auf die 12.135 Punkte! Vielleicht wird auch die 12.000er-Marke intraday getestet.

Lassen Sie sich aber davon vorerst nicht aus der Ruhe bringen!

Bis zum Monats-Schlusskurs am Montag, den 31.7., sind es noch 6 Handelstage. Da kann die Börsenwelt schon wieder ganz anders aussehen…


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21. Juli 2017

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Michael Berkholz. Über den Autor

Michael Berkholz entdeckte vor einigen Jahren seine Leidenschaft fürs Trading und gibt sein Wissen heute mit großer Leidenschaft an seine Leser weiter.

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