Achten Sie auf diese Marken im Chart

Als aufmerksamer Marktbeobachter haben Sie hoffentlich schon in den Leerlauf geschaltet. Die Abstimmung über Trumps Gesundheits-Reform steht nicht nur politisch im Fokus.

Auch die Anleger warten gespannt ab, wohin die Reise geht.

Nachdem gestern die Abstimmung verschoben wurde, hat sich der Markt bislang noch für keine Seite entscheiden können – das gilt sowohl für den DAX, als natürlich auch für den S&P 500.

DAX zeigt sich vorsichtig

Die gute Nachricht: Wir befinden uns weiterhin im Trendkanal.

Wie Sie im Chart sehen, wurde am Mittwoch am unteren Ende der Abverkauf gestoppt und die Kurse steigen seitdem wieder, wenn auch vorsichtig.

Ein klares Kaufsignal sieht anders aus, ein klares Verkaufssignal allerdings auch.

Wir liegen weiterhin über der 50-Tages-Linie (im Chart gelb eingezeichnet). Diese läuft interessanterweise inzwischen nahezu parallel zum schwachen Aufwärtstrend.

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Die 12.000-Punkte-Marke hat scheinbar inzwischen an jeglicher Bedeutung verloren. Das sollte für Sie deshalb auch kein Signal für einen Trade sein.

Viel wichtiger – und vielleicht auch schwerer – ist es jetzt, Geduld zu haben.

Lassen Sie die USA über die Reform von Trump abstimmen und schauen Sie, wie der Markt darauf reagiert!

Zweifel sind dabei auch berechtigt, inwieweit sich die Börse nach dem Ergebnis überhaupt bewegt.

Fakt ist aber auch, dass außer Trumps Gesundheitsgesetz kaum ausschlaggebende Themen in den Nachrichten zu finden sind.

Der BrExit dauert noch ein paar Tage. Am kommenden Mittwoch startet vermutlich die Stoppuhr des Austritts Großbritanniens aus der EU.

Das United Kingdom hat dann 2 Jahre Zeit, um den Transfer zu vollenden. Insofern läuft alles gerade etwas zu sehr gemütlich und erklärt auch die langweilige Seitwärts-Phase.

S&P 500 am unteren Ende der Fahnenstange

Während sich der DAX fast fröhlich in der Mitte seines Kanals bewegt, signalisiert der S&P 500 ein etwas düsteres Bild.

Wir befinden uns hier am unteren Ende des Aufwärtskanals und die Durchschnitts-Linie zeigt aktuell noch Wirkung.

Es müsste jedoch schon Einiges passieren, damit dieser Kanal verlassen wird. Ein erneutes Scheitern der Gesundheits-Reform in den USA könnte u. a. ein Auslöser sein.

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Doch bis dahin heißt es: Abwarten! Ich bezweifele allerdings, dass eine Niederlage von Trump bei dieser Entscheidung ein derart negatives Zeichen für die Märkte darstellt.

Ja, er hat offenbar weniger Rückendeckung in den eigenen Reihen, als er geahnt hat. Doch ist dies wirklich eine Neuheit für Sie als die Anleger?

Omabacare bliebe in dieser Form somit erst einmal erhalten. Es ändert sich also kaum etwas. Ist das ein Grund für den großen Abverkauf? – Wohl kaum.

Wenn die Märkte jetzt gen Süden stürzen, dann muss meines Erachtens mehr passieren, als nur eine Niederlage Trumps bei dem Versuch das Gesundheits-System umzukrempeln.

Optionen für den kleinen Geldbeutel

Anleger, die ihr Kapital in Fonds oder Aktien investieren und auf Jahre liegen lassen, können dabei durchaus gewinnen.

Die Frage ist jedoch, wie lange reicht Ihr Atem und was machen Sie, wenn Sie das Geld spontan benötigen und die Kurse gerade im Minus sind?

Als Optionen-Händler investieren Sie immer nur kleine Beträge von max. 5% pro Trade. Außerdem laufen die Kontrakte nur wenige Wochen bis Monate.

Ein Ende des Trades ist somit abzusehen und das Kapital wandert danach wieder in Ihr Online-Depot. Von dort können Sie jederzeit abbuchen und darüber verfügen.

Wer als Investor beispielsweise 2009 in E.ON-Aktien investiert hat und darauf hofft, dass die in naher Zukunft wieder ins Plus laufen, wird sicherlich enttäuscht sein.

Zwar wird der deutsche Energie-Riese kaum in den nächsten Jahren Insolvenz anmelden. Dass aber seine Kurse bald wieder über 30 € notieren, ist mehr als unwahrscheinlich.

Nicht jede Aktie macht auf 10-Jahres-Sicht Gewinn. Mit Optionen sind Sie schneller im Markt und auch wieder heraus, während Sie mit Aktien auch deutlich mehr investieren müssen.

Zugegeben, einen Haken hat das Trading mit Optionen: Sie sollten pro Woche mind. 5 Min. Zeit haben, um Ihr Depot zu verwalten.

24. März 2017

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Michael Berkholz. Über den Autor

Michael Berkholz entdeckte vor einigen Jahren seine Leidenschaft fürs Trading und gibt sein Wissen heute mit großer Leidenschaft an seine Leser weiter.

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