Achtung, Revolution: Die Blockchain-Technik und Ihr Immobilien-Investment (Teil 1)

Auch wenn der Bitcoin und so gut wie alle anderen Kryptowährungen seit Jahresbeginn eine Talfahrt durchlaufen wie schon lange nicht […] (Foto: Alexander Raths / Shutterstock.com)

Auch wenn der Bitcoin und so gut wie alle anderen Kryptowährungen seit Jahresbeginn eine Talfahrt durchlaufen wie schon lange nicht mehr: Die Technik dahinter ist obenauf. Sie wird unseren Alltag verändern und prägen. Dafür lege ich meine Hand ins Feuer.

Und diese Technik heißt: Blockchain.

Als angehender, aber auch als gestandener Immobilieninvestor wird dieser Begriff in Zukunft öfter Ihren Weg kreuzen. Denn die Blockchain-Technik wird geradezu revolutionär in unsere Abläufe eingreifen, Immobilien zu erwerben oder zu verkaufen.

Ein Freund von mir erzählte mir erst vor wenigen Tagen, dass er in Dubai eine Wohnung gekauft habe – mit Bitcoin. Die Finanztransaktion habe nur wenige Minuten gedauert. Das sei eine ganz andere Liga gewesen als das oft tagelange Warten auf den Geldeingang, der für unsere Schneckenbanktransfers so typisch ist.

Heute und in weiteren Ausgaben möchte ich Ihnen deshalb das Thema Blockchain und ihren revolutionären Einfluss auf die Immobilienwelt näherbringen.

Der Bitcoin: als Investment ein Flop, als Zahlungsmittel top

Alle, »die es ja schon immer gewusst haben«, fühlen sich dieser Tage bestätigt: Der Bitcoin ist abgestürzt. Und wie! So was konnte ja nicht gutgehen.

So was: Das ist zunächst einmal die Abkehr vom gewohnten, also zentral kontrollierten Finanztransfersystem. Der Bitcoin ist vor gut zehn Jahren als Gegenentwurf ins Leben gerufen worden (zugegeben unter mysteriösen Umständen).

Unter dem Community-Motto »Be You Own Bank!« werden Finanztransaktionen bei Kryptowährungen nicht länger per teurer und krückenlahmer Banküberweisung vorgenommen, sondern zu Spottpreisen in Minutenschnelle. Und zwar via Internet und direkt von Geschäftspartner zu Geschäftspartner. Die Bank bleibt außen vor, wovon Bänker alles andere als begeistert sind. Verständlicherweise.

Der aktuelle Kurs-Crash des Bitcoin zeigt nur eins: dass er als Investitionsobjekt zweifellos Risiken birgt. Als brauchbares Zahlungsmittel allerdings setzt er seinen Triumphzug unverändert fort: Nach wie vor ist der Bitcoin größer als alle anderen Kryptowährungen zusammen. Und immer mehr Stellen akzeptieren ihn als Währung: die kleine Konditorei um die Ecke ebenso wie der global aufgestellte Immobilienhändler. Daran wird der Crash nichts ändern.

Wenn Sie als Immobilieninvestor als auf der Höhe der Zeit agierend wahrgenommen werden wollen, müssen Sie sich mit diesem Thema auseinandersetzen.

Die Blockchain-Technik ist die Basis – nicht nur für Kryptowährungen

Grob gesagt, versteht man unter einer Blockchain eine Kette aus Datenblöcken bzw. eine dezentrale öffentliche Datenbank, die ständig erweitert wird. In dieser Datenbank werden sämtliche Transaktionen seit Anbeginn der Blockchain dauerhaft und fälschungssicher gespeichert.

Die Blockchain ist gewissermaßen ein Kassenbuch. Dieses virtuelle Buch wird beim Bitcoin inzwischen als bis ins letzte Bit hinein identischer Klon vieltausendfach auf unzähligen Rechnern weltweit simultan gespeichert.

Überwacht und verwaltet wird das alles von so genannten »Nodes«. Das sind Menschen, die dem Bitcoin-Netzwerk zwecks Beobachtung und Bestätigung von Transaktionen private Rechnerleistung abgeben – freiwillig. Dieses Heer von Argusaugen sorgt dafür, dass z. B. Echtheit und Gültigkeit von Transaktionen binnen Sekunden rechtssicher bestätigt werden können – sogar bei interkontinentalen Zahlungen.

Die Blockchain selbst basiert buchstäblich auf höherer Mathematik. Ihre Formeln sind derart »Einstein-würdig« und kompliziert verschlüsselt, dass sie nach heutigem Stand der Technik als absolut fälschungssicher angesehen werden. Sprich: Jeder Kassenbuch-Eintrag, der jemals vorgenommen worden ist, steht dort praktisch unverrückbar »bis in alle Ewigkeit«.

Diese unschlagbare Kombination aus Blitzschnelligkeit und Manipulationsschutz macht die Blockchain-Technik für Kryptowährungen unverzichtbar. Interessant wird diese Technik dadurch aber auch für andere Bereiche.

Via Blockchain wird es beispielsweise bald möglich sein, sensible Geschäftsvorgänge unter Ausschluss der »üblichen Aufpasser« vorzunehmen. Früher, als Sie vermuten, könnten im Immobiliensektor umständliche notarielle Beurkundungen ebenso überflüssig werden wie zeitraubende Grundbucheintragungen.

Wie sehr die Blockchain-Technik unseren Alltag als Immobilien-Investor weiter beeinflussen wird, werde ich Ihnen in der nächsten Ausgabe näher erläutern. Bleiben Sie dran!

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Paul Misar. Über den Autor

Paul Misar, Entrepreneur mit aktuell 11 Firmen (einigen davon im Immobilienbereich), Bestseller-Autor, Speaker of the Year 2013 und gefragter Experte auf dem Gebieten“ finanzielle Freiheit“ und  Immobilien.

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