Adidas: Gute Zahlen, optimistische Prognose und mehr Dividende

Deutschlands größter Sportartikelhersteller Adidas präsentierte heute im Rahmen der Bilanzpressekonferenz am Stammsitz in Herzogenaurach die endgültigen Zahlen für das Geschäftsjahr 2015, konkretisierte seinen Ausblick für 2016 und kündigte an, in diesem Jahr wieder mehr Dividende zahlen zu wollen.

Alles in allem gab es also nur gute Nachrichten für die Adidas-Aktionäre. Dennoch sackte die Adidas-Aktie, die in den vergangenen Wochen und Monaten noch deutlich besser als der Markt gelaufen war, heute leicht ab. Bevor ich gleich auf die Prognose für 2016 und die Höhe der vorgeschlagenen Dividende eingehe, möchte ich Ihnen noch einen Überblick über die 2015er-Geschäftszahlen von Adidas geben.

Die 2015er-Zahlen im Überblick

Im Geschäftsjahr 2015 kletterte der Umsatz des Adidas-Konzerns wegen guter Geschäfte der Hausmarke Adidas und einer starken Nachfrage in Westeuropa und China um 16% auf 16,9 Mrd. Euro. Währungsbereinigt lag das Plus bei 10%.

Das Betriebsergebnis verbesserte sich 2015 um knapp 20% auf 1,1 Mrd. Euro und der auf die Anteilseigner entfallende Nettogewinn wuchs um 29% auf 634 Mio. Euro. Der Gewinn aus der fortgeführten Geschäftstätigkeit und ohne Einfluss von Wertberichtigungen, auf den Adidas seine Prognose bezieht, zog um 12% auf 720 Mio. Euro an.

„2015 ist das perfekte Beispiel eines erfolgreichen Comebacks im Sport“, resümierte Adidas-Chef Herbert Hainer. Gemeint ist damit, dass nach größeren Schwierigkeiten in 2014 (aufgrund der schwächelnden Golf-Sparte und Fehlern im US-Geschäft) der Weg zurück in die Erfolgsspur gefunden wurde. Daher sagte Hainer zudem folgendes: „Als Konzern sind wir heute stärker und besser in Form als je zuvor.“

Deshalb sollen die Adidas-Aktionäre, die sich für 2014 noch mit einer stagnierenden Dividende begnügen mussten, in diesem Jahr auch wieder eine höhere Ausschüttung erhalten. Die Dividende soll um 10 Cent je Aktie auf 1,60 Euro steigen. Das bedeutet angesichts des derzeitigen Kurses der Adidas-Aktie immerhin eine Dividendenrendite von gut 1,6%.

Das erwartet Adidas 2016

Zunächst einmal wird im laufenden Jahr der noch amtierende Adidas-Chef Herbert Hainer durch den noch amtierenden Henkel-Chef Kasper Rorsted an der Spitze des Sportartikelriesen abgelöst. Damit geht eine Ära zu Ende. Denn Hainer sitzt dem Vorstand des Adidas-Konzerns bereits seit 15 Jahren vor.

An der Börse kam die Anfang des Jahres verkündete Nachricht, dass Rorsted bei Adidas auf Hainer folgen wird, gut an.

Kommen wir jetzt zu dem, was der noch amtierende Adidas-Chef Hainer für das Geschäftsjahr 2016 erwartet: Der währungsbereinigte Umsatz sowie der Gewinn aus fortgeführtem Geschäft sollen im laufenden Jahr um 10 bis 12% steigen.

Die Auftragsbücher seien über alle Kategorien hinweg gut gefüllt, betonte Hainer auf der Bilanzpressekonferenz. Zudem stünden alle Marken des Konzerns in den Startlöchern für die in diesem Jahr anstehenden Sport-Großereignisse (die Fußball-Europameisterschaft in Frankreich und die Olympiade in Rio).

Aus meiner Sicht ist der Adidas-Konzern derzeit gut aufgestellt und hat mit Kasper Rorsted einen guten Nachfolger für den scheidenden Herbert Hainer gefunden. Daher bleibt die Adidas-Aktie nach meiner Einschätzung auch ein gutes Investment für die Zukunft. Einen ähnlich rasanten Kursanstieg wie in den vergangenen Monaten sollten Sie für die kommenden Monate jedoch nicht erwarten.

3. März 2016

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Tobias Schöneich. Über den Autor

Tobias Schöneich, Jahrgang 1982, begeistert sich seit der Jahrtausendwende und somit seit den Zeiten des New-Economy Booms für das Thema Börse und alles unmittelbar damit Verbundene.

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