Adobe Systems: Abo-Modell bewährt sich in der Krise

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Die Aktie von Adobe Systems startet nach starken Quartalszahlen eine kräftige Gegenbewegung. Das Abo-Geschäftsmodell macht sich in der Krise bezahlt. (Foto: jejim / shutterstock.com)

Ein fulminantes Comeback feierte die Adobe Systems-Aktie am Freitag nach Vorlage der Quartalszahlen. War die Aktie im Zuge des Ausverkaufs seit dem 19. Februar von 383 Dollar bis auf 285 Dollar in den Keller gesackt, starteten die Papiere am Freitag mit einem Tagesplus von 17% auf 335 Dollar eine eindrucksvolle Gegenbewegung.

Der Grund lag in den starken Zahlen zum abgelaufenen Quartal, in dem die Kreativ-Softwareschmiede erstmals die 3 Milliarden Dollar-Marke beim Umsatz knacken konnte. Trotz des abgesagten Adobe Summit, was für eine Belastung von mehr als 30 Millionen Dollar sorgte, konnten zudem die Gewinnerwartungen übertroffen werden.

Adobe Systems im Portrait

Hinter Adobe Systems verbirgt sich ein US-amerikanisches Softwareunternehmen. Der Konzern bietet Software, mit dem Kunden digitale Inhalte erstellen, veröffentlichen und die Wirkung messen können. Zum Angebot gehören Grafik- und Bildbearbeitungsprogramme, Audio- und Videoschnittsysteme und Webanalyse-Tools. Einige der bekanntesten Produkte sind Photoshop, Acrobat, Flash und Dreamweaver.

Die Software von Adobe Systems wird an Hardwarehersteller, Softwareentwickler und Dienstleister sowie an Individualkunden und die Werbeindustrie geliefert. Die integrierten Softwarelösungen werden von Unternehmen aller Größen eingesetzt.

Umstellung auf Cloud-Geschäftsmodell macht sich bezahlt

Seit dem Jahr 2013 ist Adobe sehr erfolgreich auf das cloudbasierte Geschäftsmodell umgestiegen. Das bedeutet, dass die Software nicht mehr verkauft, sondern langfristig vermietet wird. Der Konzern vertreibt also Abonnements an seine Kunden und kann sich über wiederkehrende und langfristig gewinnträchtigere Einnahmen freuen.

Das Ergebnis kann sich sehen lassen: Während die Umsätze seit 2014 um 169% auf 11,17 Milliarden Dollar zulegten, konnte Adobe seinen Gewinn auf 2,95 Milliarden Dollar mehr als verzehnfachen. Seither verbesserte sich die Gewinnspanne entsprechend von 6,47% auf 26,42%.

Adobe schließt mir Rekordquartal ab

Im gerade abgelaufenen ersten Quartal, das bei Adobe am 28. Februar endet, konnte erstmals die magische 3 Milliarden Dollar-Marke beim Umsatz geknackt werden. Insgesamt gingen Umsätze in Höhe von 3,09 Milliarden Dollar durch die Bücher, was ein Plus von 19% zum Vorjahr war und leicht über den Erwartungen der Analysten (3,05 Mrd. Dollar) lag. Noch besser sah es allerdings bei der Gewinnentwicklung aus. Unter dem Strich kletterten die Gewinne um 31% auf 1,11 Milliarden Dollar in die Höhe.

Am stärksten legte das Cloud-Geschäft zu. Die im Digital-Media-Segment zusammengefassten Creative- und Document-Clouds sorgten für 2,17 Milliarden Dollar Umsatz (+ 22% zum Vorjahresquartal). Die hierdurch jährlich wiederkehrenden Umsätze stiegen um 400 Millionen Dollar auf 8,73 Milliarden Dollar.

Weiter im Wachstumsmodus

Auch für den weiteren Jahresverlauf zeigt sich der US-Konzern zuversichtlich. Adobe erwartet im zweiten Quartal einen Umsatz von 3,175 Milliarden Dollar (Konsens: 3,22 Milliarden Dollar). Das entspricht einem Umsatzwachstum von 15,7%. Zeitgleich soll der Gewinn auf 2,35 Dollar ansteigen.

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Rene König
Von: Rene König. Über den Autor

Chefanalyst Rene König ist Experte für Aktien. Sein Fokus liegt auf der Analyse wegweisender Robotik-Unternehmen, die sich durch stabile Geschäftsmodelle und planbare Rendite auszeichnen.

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