Adobe Systems: Der Cloud-Boom beflügelt den Aktienkurs

Für einige Software-Hersteller erweist sich der Trend zur Cloud (Vermietung von Software über das Internet) als ein wahrer Segen, der Wachstumsraten und Aktienkursen neue Impulse verleiht.

Einen Cloud-Gewinner, dessen Software Sie wahrscheinlich schon oft genutzt haben, möchte ich Ihnen in der heutigen Ausgabe näher vorstellen: Adobe Systems.

Kurzportrait

Adobe Systems hat sich mit seinen Software-Lösungen in mehreren Bereichen eine starke Marktposition erarbeitet.

Dies gilt insbesondere für die führende PDF-Dokumente-Software Acrobat Reader, die praktisch auf jedem PC installiert ist. Auch mit Photoshop ist Adobe Systems Marktführer.

Die Cloud bietet Kunden und Herstellern Vorteile

In früheren Zeiten wurden relativ hohe Einmal-Beträge für den Kauf einer Software wie Photoshop fällig.

Und so bietet Adobe Systems dieses heute – in Verbindung mit weiterer nützlicher Software – per Internet zur Miete an.

Dies hat für beide Seiten Vorzüge: So ist der Zugriff auf die Daten jederzeit an jedem Ort möglich – sei es über PC, Laptop, Smartphone oder Tablet.

Die monatliche Abrechnung erfordert keine große Kapital-Bindung und kann bei verändertem Nutzungs-Verhalten darauf angepasst werden.

Außerdem entfällt für den Käufer die Notwendigkeit, sich um Aktualisierung der Software kümmern zu müssen; er nutzt automatisch immer die aktuellste Version.

Die Ausfall-Sicherheit ist zudem höher als bei eigenen Systemen, da sich rund um die Uhr Spezialisten um den reibungslosen Ablauf der Cloud-Services kümmern.

Auch für die Anbieter der Cloud-Dienste gibt es einige Vorteile:

Neben der Kosten-Ersparnis liegen diese v. a. in den Informationen, welche die Anbieter über ihre Kunden und deren Nutzer-Verhalten gewinnen.

So können diese ihre Produkte noch besser auf ihre Zielgruppe zuschneiden. Außerdem verbessert das Abo-Modell die Planbarkeit der Umsätze.

Starke Quartalszahlen

Der immer mehr in Schwung kommende Boom im Cloud-Markt spiegelt sich in den Geschäftszahlen von Adobe Systems wider:

Im vergangenen Quartal meldete Adobe Systems einen Umsatz-Anstieg von +22% auf 1,68 Mrd. US-Dollar. Noch weitaus höher fiel der Gewinn-Anstieg aus: nämlich +57% auf 398,5 Mio. US-Dollar.

Beide Werte lagen klar über den Analysten-Prognosen.

Wachstum geht weiter

Außerdem äußerte sich das Unternehmen optimistisch für das laufende Quartal:

Adobe erwartet einen Umsatz von 1,73 Mrd. Dollar sowie einen bereinigten Nettogewinn von 94 US-Cent je Aktie. Analysten hatten bislang mit weniger gerechnet.

Guten Aussichten, jedoch ambitionierte Bewertung

Immer mehr Kunden setzen auf Mietsoftware per Internet. Dies dürfte Adobe Systems in den nächsten Jahren weiter hohe Wachstumsraten bescheren.

Daher sehe ich trotz des recht hohen Kurs-Gewinn-Verhältnisses (KGV) von 32 für die Adobe-Aktie noch Luft nach oben.

Natürlich ist die Erwartungshaltung bereits entsprechend hoch; dies sollten Sie als Anleger nicht außer Acht lassen.

Nach einer Kursvervierfachung in den vergangenen 5 Jahren kann es jederzeit zu einer Korrektur kommen – insbesondere dann, wenn der Konzern einmal schwache Quartalszahlen abliefern sollte.

6. April 2017

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Sascha Mohaupt. Über den Autor

Chefanalyst Sascha Mohaupt ist der Experte für Innovationen und High-Tech. In dem wohl am schwierigsten zu durchschauenden Markt für Zukunftstechnologien gibt er konkrete Kaufempfehlungen. Als Chefredakteur des Innovation Investor teilt er exklusiv seine neuesten Empfehlungen und seine Leser investieren damit schon heute in die Welt von morgen.

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