Adobe Systems: Software-Hersteller nach Rekordzahlen im Höhenflug

Beim Blick auf den Aktienkurs dürften die Anleger des US-Software-Konzerns Adobe Systems wohl feuchte Augen bekommen.

Um satte 250% legten die Papiere alleine in den vergangenen 5 Jahren an Wert zu.

Zuletzt hat die Aufwärts-Dynamik noch einen Extraschub erhalten, denn abermals konnte der Technologie-Konzern mit Rekordzahlen glänzen.

Adobe Systems hat Industrie-Standard gesetzt

Adobe Systems ist ein US-amerikanisches Software-Unternehmen.

Der Konzern bietet Software, mit dem Kunden digitale Inhalte erstellen, veröffentlichen und die Wirkung messen können.

Zum Angebot gehören:

  • Grafik- und Bildbearbeitungs-Programme,
  • Audio- und Videoschnitt-Systeme
  • und Webanalyse-Tools.

Einige der bekanntesten Produkte sind Photoshop, Acrobat, Flash und Dreamweaver.

Adobe-Software gilt heute als der de facto Standard in der Werbe-, Druck- und Animations-Branche.

Jeder professionelle Grafik-Designer und Freelancer, der heute erfolgreich in dieser Industrie arbeiten will, ist auf Adobe-Software angewiesen.

Adobe eilt von einem Rekord zum nächsten

Die gerade vorgelegten Geschäftszahlen zeigen, dass Adobe Systems auf dem richtigen Weg ist:

Die Umsätze kletterten zum 12. Mal in Folge und lagen im 1. Quartal mit 1,7 Mrd. Dollar mehr als 20% über dem Vorjahres-Niveau.

Besonders beeindruckend fiel aber die Gewinn-Entwicklung aus:

Denn mit einem Anstieg des Nettogewinns um 50% auf 398 Mio. € zeigte die Software-Firma einen ausgesprochen erfreulichen Zuwachs.

Je Aktie blieb damit ein Gewinn von 94 Cent hängen – und damit deutlich mehr als die von den Analysten erwartet.

Die Experten waren im Vorfeld der Zahlen lediglich von einem Gewinn in Höhe von 87 Cent je Anteilsschein ausgegangen.

Warum die Gewinne in die Höhe schießen

Dabei kommt der Gewinnsprung nicht von ungefähr und ist beileibe keine Eintagsfliege.

Für Sie zum Vergleich: Im 1. Quartal erzielte Adobe Systems eine Gewinnspanne von über 23% – und damit ein neues Rekordniveau.

Im Jahr 2014 lag die Gewinnmarge noch bei 6,47%. Seither hat der Konzern seine Profitabilität schrittweise nach oben gefahren.

Warum das Unternehmen aus Kalifornien solch einen eklatanten Gewinnsprung verzeichnet, hat einen handfesten Grund.

Denn im Mai 2013 traf Adobe Systems die Entscheidung, sein Geschäftsmodell komplett umzustellen:

Nunmehr sollten die Software-Produkte nur noch über die Cloud im Rahmen eines Abo-Geschäftsmodells vertrieben werden; die Adobe Cloud (Adobe Creative Cloud) war geboren.

Die Cloud sorgt für stabile Einnahmen

Die Umstellung des Vertriebsmodells hat gleich mehrere Vorteile:

Zwar entfallen die hohen Einmalkosten beim Erwerb der Software, dafür winken aber kontinuierliche und gut planbare Erträge.

Die Kunden mieten die Software i. d. R. zwischen 9,99 – 19,99 Dollar im Monat.

Das sorgt dafür, dass die Firma im vergangenen Quartal bereits 85% der Umsätze in Form wiederkehrender Erlöse erzielt hat.

Auf der anderen Seite hat die Nutzung über die Cloud das Problem mit Raubkopien deutlich reduziert, da die neuen Software-Versionen nicht mehr über CDs erhältlich sind.

Analysten zeigen sich zuversichtlich

Nach dem starken Jahresstart zeigen sich auch die Analysten zuversichtlich:

Für das nächste Jahr rechnen die Experten im Durchschnitt nochmals mit einem Gewinn-Anstieg um 26% auf 4,83 Dollar. Damit ergibt sich ein Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) von aktuell 26.

Die Anleger zeigen sich erst einmal begeistert und haben die Aktie nach den Ergebnissen mit einem starken Tagesplus von über 3% auf ein neues Allzeithoch befördert.

20. März 2017

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Rene König. Über den Autor

Chefanalyst Rene König ist Experte für Aktien. Sein Fokus liegt auf der Analyse wegweisender Robotik-Unternehmen, die sich durch stabile Geschäftsmodelle und planbare Rendite auszeichnen.

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