Adobe: Wachstumsstark dank Cloud-Boom

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Der US-Softwarekonzern wächst seit Jahren mit über 20% jährlich. Die Aktie ist zwar kein Schnäppchen, aber ihren Preis wert. (Foto: ESB Professional / shutterstock.com)

Über den Cloud-Boom habe ich an dieser Stelle schon mehrfach geschrieben und Ihnen einige der Profiteure vorgestellt. Oftmals handelt es sich dabei um Unternehmen, mit denen Sie als Endkunde nicht in Kontakt kommen, da ein Großteil des Cloud-Geschäfts zwischen Unternehmen abgewickelt wird. Heute stelle ich Ihnen einen Cloud-Gewinner vor, dessen Software Sie wahrscheinlich schon oft genutzt haben: Adobe.

Unternehmensportrait

Der US-Konzern hat sich mit seinen Software-Lösungen in mehreren Bereichen eine starke Marktposition erarbeitet. Dies gilt insbesondere für die führende PDF-Dokumente-Software Acrobat Reader, die praktisch auf jedem PC installiert ist. Auch mit Photoshop ist Adobe Marktführer.

Nachdem in früheren Zeiten relativ hohe Einmalbeträge für den Kauf einer Software wie Photoshop fällig wurden, bietet Adobe Systems dieses heute – in Verbindung mit weiterer nützlicher Software – per Internet zur Miete an. Dieses Abo-Modell verbessert die Planbarkeit der Umsätze. Außerdem erhält Adobe über die Cloud wertvolle Informationen über das Nutzerverhalten. So können die Produkte noch besser auf ihre Zielgruppe zugeschnitten werden.

Wachstumsraten konstant über 20%

Der Fokus auf das Cloud-Geschäft zahlt sich für Adobe aus: In den vergangenen Jahren wies das Unternehmen konstant Wachstumsraten von über 20% pro Jahr aus. Im vergangenen Geschäftsjahr konnte der Umsatz um 24% auf gut 9 Mrd. US-Dollar gesteigert werden. Noch eine Schippe drauf legte Adobe Systems beim Gewinn, der um 53% auf 2,6 Mrd. US-Dollar nach oben sprang.

Für das laufende Geschäftsjahr rechnen Analysten im Schnitt ebenfalls mit einem Umsatzwachstum von 24% auf 11,15 Mrd. US-Dollar. Beim Gewinn dürfte der Zuwachs hingegen weniger spektakulär ausfallen – das Gewinnwachstum dürfte laut Prognosen knapp unter dem des Umsatzes liegen. Für ein Unternehmen dieser Größe sind das beachtliche Werte.

Professionelle Anwender zahlen hohe Preise

Die meisten Softwareprodukte von Adobe sind dabei nicht gerade günstig – vom kostenlosen PDF-Reader mal abgesehen. Aber Qualität hat eben ihren Preis. Und professionelle Anwender, an die sich die Adobe-Software richtet, sind bereit, diesen Aufpreis für die bessere Qualität zu zahlen. Adobe profitiert davon, dass sich beispielsweise das PDF-Format und die Bildbearbeitungssoftware Photoshop zum Industriestandard entwickelt haben. Viele Produkte sind nur unter erheblichem Aufwand durch günstigere Nachahmerprodukte zu ersetzen.

Adobe-Aktie: Qualität hat ihren Preis

Das Motto „Qualität hat ihren Preis“ gilt nicht nur für die Softwareprodukte von Adobe, sondern auch für die Aktie, die ihren Kurs innerhalb der vergangenen 5 Jahre vervierfacht hat. Derzeit wird der Wert mit dem 33-Fachen des für 2019 erwarteten Gewinns gehandelt. Sicher kein Schnäppchen, aber die hohen Wachstumsraten und die starke Marktposition rechtfertigt den Bewertungsaufschlag. Für langfristige Anleger ist die Adobe-Aktie auf jeden Fall einen genaueren Blick wert.

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Sascha Mohaupt
Von: Sascha Mohaupt. Über den Autor

Chefanalyst Sascha Mohaupt ist der Experte für Innovationen und High-Tech. In dem wohl am schwierigsten zu durchschauenden Markt für Zukunftstechnologien gibt er konkrete Kaufempfehlungen. Als Chefredakteur des Innovation Investor teilt er exklusiv seine neuesten Empfehlungen und seine Leser investieren damit schon heute in die Welt von morgen.

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