Aktie SBO: Der Weltmarktführer aus Österreich

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Ein Öl-Service-Unternehmen aus Österreich ist Weltmarktführer. Auch die SBO-Aktionäre profitieren von der starken Marktstellung. (Foto: Monster Ztudio / shutterstock.com)

Auch heute melde ich mich direkt aus Wien. Der zweite Tag der Anlegermesse „Gewinn“ brachte wieder einige sehr interessante Gespräche.

Zu den Höhepunkten gehörte die Unternehmenspräsentation von Schoeller Bleckmann Oilfield Equipment (kurz SBO). Der SBO-Chef Gerald Grohmann verdeutlichte eindrucksvoll, warum ein Unternehmen aus Österreich Weltmarktführer in einer Öl-Service-Sparte ist.

Öl-Förderung verändert sich

Die Förderung von Öl war früher ein relativ einfaches Geschäft: Die Bohrköpfe wurden senkrecht einige Kilometer tief in die Erde getrieben, anschließend konnte das Öl gefördert werden.

In den vergangenen Jahrzehnten wurden jedoch die leicht zugänglichen, großen Öl-Felder weitgehend abgearbeitet. Es wird immer schwieriger, das Öl zu fördern.

Mit der alten Fördertechnologie wird nur ein bestimmter Teil der großen Ölquellen angezapft. Mit neuen Technologien ist es möglich, einen deutlich größeren Teil zu fördern. Diese Bohrtechnologie stellt SBO zur Verfügung.

Der zweite Trend: Da die leicht erreichbaren Quellen bereits angezapft wurden, müssen jetzt die kleineren und schwer zugänglichen Quellen bearbeitet werden. SBO liefert die Bohrtechnologie für bewegliche Bohrer, die auch unterirdisch die Richtung ändern können.

Direkt beim Bohrvorgang werden stetig Daten nach oben gesendet. Diese Daten werden sofort ausgewertet. So kann ständig die Richtung des Bohrers optimiert werden. Es wird nicht mehr „blind“ in eine Richtung gebohrt.

Marktführer SBO

SBO liefert zum Beispiel die Motoreinheiten, die gleichzeitig für die Vorwärtsbewegung und für die Richtungsänderungen sorgen. In allen wichtigen Sparten ist SBO hier der Weltmarktführer und kommt auf Marktanteile von 50 bis 80%.

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Die Österreicher sind in den USA, Großbritannien, Mexiko, Vietnam, Singapur, Kanada, Dubai, Russland und auch in Brasilien mit eigenen Tochterunternehmen vertreten und erwirtschaften pro Jahr rund 500 Mio. Euro Umsatz.

Der Erfolg zeigt sich auch bei der Kursentwicklung am Aktienmarkt. Während der österreichische Aktienmarkt in den vergangenen Jahren mit viel Gegenwind kämpfen musste, erreichte die SBO-Aktie in den vergangenen 5 Jahren eine durchschnittliche Jahresperformance von rund 15%.

In meinem Börsendienst „Der Depot-Optimierer“ ist die Aktie sogar noch länger vertreten. Aufgrund der prächtigen Geschäftsentwicklung gab es nie einen Grund, diese Aktie zu verkaufen. Die Belohnung für die Stammleser: Die SBO-Aktie liegt seit der Erst-Empfehlung rund 900% im Plus (Kursgewinn + Dividenden).

2014 neue Rekorde

Das Geschäftsjahr 2012 lief sensationell gut für SBO. Der Umsatz stieg von 409 auf 512 Mio. Euro und die Gewinnmarge erreichte einen Traumwert von über 30%.

Das SBO-Management hat schon sehr früh mitgeteilt, dass diese Rekordwerte 2013 nicht wieder erreicht werden können. Die Halbjahreszahlen belegen das auch. Der Umsatz ist von 256 auf 235 Mio. Euro gefallen und die Gewinnmarge auf 29%. Das sind noch immer extrem starke Werte, aber keine neuen Rekordmarken. 2013 wird wahrscheinlich „nur“ das zweitbeste Jahr in der Unternehmensgeschichte.

Eine neue Rekordserie kann dann im nächsten Geschäftsjahr gestartet werden. Wenn sich die Konjunktur in Europa erholt, die US-Politiker den Dauerstreit beenden und die chinesische Wirtschaft um 7% wächst, wäre das die Basis für neue Bestmarken.

Daher meine Empfehlung: In schwachen Börsenwochen gerät auch eine SBO-Aktie leicht unter Druck. Bei Kursen unter 80 Euro lohnt sich der Einstieg.


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Rolf Morrien
Von: Rolf Morrien. Über den Autor

Rolf Morrien ist nicht nur Chefredakteur von „Morriens Einsteiger-Depot“, dem „Depot-Optimierer“, von „Das Beste aus 4 Welten“ und von „Rolf Morriens Power Depot“, er ist auch einer der renommiertesten Börsenexperten Deutschlands.

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