Aktien-Auswahl: Klein kann auch sicher sein

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Small-Caps sind immer riskant? Weit gefehlt! Es gibt auch kleine Unternehmen mit der Sicherheit der ganz Großen! (Foto: Katherine Welles / shutterstock.com)

Für nachhaltig denkende Investoren, die hohe Risiken scheuen und dennoch solide Renditen nicht missen wollen, sind Dividenden-Papiere genau das Richtige.

Doch das Angebot an Aktien, die Dividenden versprechen, ist sehr groß. Gerade deshalb muss man als Anleger gründlich filtern: Manchmal stimmt die Rendite-Erwartung, die sich aus Dividenden-Ausschüttung und Kursphantasie ergibt, einfach nicht.

Solche Aktien kommen natürlich nicht in Frage. Manchmal ist die Rendite-Erwartung zwar erfreulich, doch gleichsam unsicher.

Will heißen, dass das Unternehmen die jährliche Ausschüttung häufig plötzlich ändert oder gar ganz streicht. So ein Lotteriespiel sollten sich Anleger ebenfalls ersparen.

Die Marktkapitalisierung entscheidet über das Risiko…

Hat man aussichtsreiche Aktien mit verlässlichen Dividenden-Strategien gefunden, gilt es einige klassischen Kriterien der Aktien-Analyse abzuklopfen. Wie viel Schulden hat ein Unternehmen?

Wie viel Geld spült das Geschäft in die Kasse? Welche Großaktionäre sitzen beim Unternehmen mit im Boot? Oder auch wie gut sind die angebotenen Produkte oder Dienstleistungen im Vergleich zur Konkurrenz.

Ein weiteres wichtiges Kriterium für Anleger ist der Börsenwert. Ein Unternehmen mit hohem Börsenwert glänzt meist mit einem sicheren Geschäft und hat sich bereits ein großes Stück vom Kuchen des jeweiligen Marktes gesichert.

Oft haben diese Schwergewichte gar mehrere Eisen im Feuer und stellen wie beispielsweise Siemens vom Staubsauger, bis zur Elektro-Lok alles mögliche her.

Unternehmen mit kleinem Börsenwert sind meist in einer kleinen Nische tätig. Während bei Börsen-Dickschiffen die Sicherheit überwiegt, bieten kleine Unternehmen größere Chancen.

…doch Ausnahmen bestätigen die Regel

Soweit die Theorie. Es gibt allerdings auch Unternehmen mit kleinem Börsenwert und schlanken Strukturen, die so eng mit großen Unternehmen zusammen arbeiten, dass Chance und Sicherheit einen wohligen Gleichklang ergeben.

Eines dieser Unternehmen ist beispielsweise Coca-Cola Bottling. Das Unternehmen füllt für Coca-Cola die Flaschen ab. Das Geschäftsmodell ist damit ziemlich sicher – Coca-Cola wird gerade in den USA immer gern getrunken.

Lassen die Aufträge des bekanntesten Brauseherstellers der Welt allerdings einmal nach, klebt man bei Coca-Cola Bottling einfach ein anderes Ettikett auf und füllt statt braunem Zuckerwasser ein Produkt in anderer Farbe ab.

Hier hatte der Zulieferer die Nase vorn

So flexibel wischt das Unternehmen auch die Bedenken, man sei zu stark vom großen Bruder abhängig, beiseite.

Auch an der Börse hat der kleine Zulieferer im Fall von Coca Cola Bottling und Coca Cola die Nase vorn: 2012 stiegen die Aktien des Abfüllers um 13 %, während es bei Coca Cola nur um 2,8 % nach oben ging.

 

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Volker Gelfarth
Von: Volker Gelfarth. Über den Autor

Der Diplom-Ingenieur lernte die Schwächen und Stärken eines Unternehmens selbst als Manager kennen, bevor er sich voll und ganz der Value-Analyse widmete. Er ist Chefredakteur für die Dienste Aktien-Analyse, Gelfarths Dividenden-Letter, Gelfarths Premium-Depot und High Performance Depot.

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