Aktien-Favoriten der Baubranche

Forbo Holding hat die Franken-Aufwertung gut verdaut, das Unternehmen ist im 1. Halbjahr profitabel gewachsen.

Beide Sparten und alle Regionen haben zum Wachstum beigetragen

In der Sparte Flooring Systems hat Forbo von der Geschäfts-Belebung in den wichtigen Absatzmärkten Frankreich und USA profitiert. Die operative Marge verbesserte sich von 11,3 auf 12,3%.

Die Erweiterung des Produkt-Portfolios sowie Optimierungen entlang der gesamten Wertschöpfungs-Kette haben sich ausgezahlt:

In der Sparte Movement Systems ging die operative Marge von 11,9 auf 11,4% zurück. Allerdings hatte die Sparte schon im vergangenen Jahr erhebliche Rentabilitäts-Fortschritte gemacht.

Trotz der starken 1. Jahreshälfte erwartet das Management im Gesamtjahr nach wie vor nur einen leichten Umsatz- und Gewinn-Anstieg.

Hintergrund ist vermutlich die Wachstums-Abschwächung in Asien und den USA in der Sparte Movement Systems.

Mittelfristig wird der Konzern besonders in Europa von der kontinuierlichen Erholung des Gewerbebaus profitieren.

Wachstums-Impulse sollten daneben die Erschließung neuer Kundenkreise sowie Akquisitionen liefern.

Schon im Juni hatte Forbo die italienische Tema S.r.l. übernommen und damit einen weiteren Service-Stützpunkt in Italien erhalten.

Hinzu kommt: Ende des Jahres geht eine neue Produktions-Stätte in den Niederlanden in Betrieb. Die Sparte Flooring Systems kann dann auch Vinyl-Beläge anbieten.

Forbo überzeugt mit einer starken Bilanz

Neben der starken operativen Entwicklung spricht für Forbo die starke Bilanz mit einer Eigenkapitalquote von 60%. Wir haben unsere Umsatz- und Gewinn-Schätzung leicht angehoben.

Unternehmens-Portät

Forbo ist ein weltweit führender Hersteller von Boden-Belägen (Flooring Systems) für private und öffentliche Gebäude sowie Kunststoff-Bändern (Movement Systems) für Industrie-, Handels- und Dienstleistungs-Betriebe.

Im Bereich Linoleum hält Forbo einen Weltmarkt-Anteil von über 60%. Das Unternehmen ist in 36 Ländern der Erde mit Vertriebs- und Produktions-Standorten vertreten.

Geberit hat im 1. Halbjahr auf breiter Front überzeugt

Der Gewinn stieg um 45% und der Umsatz um 13,2%, organisch um 6,7%. In vielen Märkten Europas ist Geberit noch stärker gewachsen.

Besonders in Deutschland boomt die Bauwirtschaft. Geberit profitiert dort als Zulieferer von den vielen Neubauten und Renovierungen.

Der Umsatz stieg um 14% auf 470,2 Mio. SFr. Besonders erfreulich: Bei der Integration von Sanitec liegt Geberit über Plan.

Früher als erwartet wurden bereits erste Synergien realisiert. Nicht mehr in die Strategie passt das Geschäft mit Dusch-Abtrennungen der Koralle-Gruppe. Die Tochter wurde bereits verkauft.

Im Gesamtjahr will Geberit den Umsatz akquisitions- und währungsbereinigt um 5% steigern. Das tatsächliche Wachstum wird höher ausfallen.

Bei der operativen Marge vor Abschreibungen sind 28% geplant. Das Ziel erscheint konservativ. Denn schon im 1. Halbjahr verbesserte sich die Marge von 28,5 auf 29,9%.

Mittelfristig sind die Aussichten ebenfalls positiv:

Deutschland wird zwar nicht mehr so stark wachsen. Denn der hohe Auftrags-Bestand zeigt, dass die Installateure an der Grenze ihrer Kapazitäten arbeiten.

Andererseits bietet die noch geringe Durchdringung anderer europäischer Märkte reichlich Potenzial.

Auch außerhalb Europas will Geberit das Wachstum ankurbeln

Interessiert ist Geberit an Luxus-Hotels, Flughäfen, öffentlichen Gebäuden und großen Wohnsiedlungen in China und den Golfstaaten, die Geberit mit seinen Sanitär-Systemen ausstatten will.

Geberit verfügt über ein attraktives Geschäftsmodell mit hohen Eintritts-Barrieren.

Unternehmens-Porträt

Geberit wurde 1874 gegründet und ist heute in Europa Marktführer in der Sanitär-Technik. Der Konzern ist in 41 Ländern vertreten.

Das Produkt-Angebot umfasst Sanitär-Systeme wie Spülkästen, Armaturen und Apparate-Anschlüsse sowie Rohrleitungs-Systeme zur Hausentwässerung und -versorgung.

2. November 2016

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Volker Gelfarth. Über den Autor

Der Diplom-Ingenieur lernte die Schwächen und Stärken eines Unternehmens selbst als Manager kennen, bevor er sich voll und ganz der Value-Analyse widmete. Er ist Chefredakteur für die Dienste Aktien-Analyse, Gelfarths Dividenden-Letter, Gelfarths Premium-Depot und Strategisches Investieren.

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