Aktien sind das „bessere Gold“

Warum Aktien weiter steigen werden – Wie Sie mit Unternehmensanteilen Politik-Krisen und sogar ein mögliches Euro-Aus schadlos überstehen. (Foto: Jirapong Manustrong / Shutterstock.com)

Aktien das „neue Gold“ und werden in den kommenden Jahren, die von weiteren Politik-, Währungs- und Vertrauenskrisen geprägt sein werden, weiter steigen. Der Hauptgrund: Im Gegensatz zu Ihnen MÜSSEN große institutionelle Anleger ihr Kapital ständig an den Märkten anlegen.

Die Teilnehmer, die den Markt tatsächlich dominieren, stehen also unter einem enormen Druck, immense Summen möglichst sinnvoll zu investieren. Weder Bankeinlagen, Anleihen, Immobilien noch Gold sind hierfür attraktiv oder liquide genug sind. Von Bitcoins und anderen Kryptowährungen ganz zu schweigen.

Mit Aktien überstehen Sie notfalls auch ein Euro-Aus völlig schadlos

Eins vorweg: Sollte es tatsächlich einmal ein Euro-Aus geben, so sind Besitzer von Immobilien, Gold und natürlich auch Aktien fein raus. Denn Sie werden über die Börse für Ihre Unternehmensanteile unabhängig von der Währung immer einen entsprechenden relativ fairen Gegenwert bekommen, der sich nach einem aktuellen Marktpreis richtet. Bei Anleihen und Sparguthaben hingegen sind Sie bei möglichen Währungsreformen auf die von Politikern festgelegten Umtausch- und Umrechnungsverhältnisse angewiesen – und diese können vor allem nach einer möglichen Phase rapider Währungsverluste möglicherweise äußerst ungünstig für Sie ausfallen.

Aktien sind somit ein perfekter und gleichzeitig liquider Schutz vor einem Euro-Aus. Wer bei einem Euro-Aus auch wirtschaftliche Verwerfungen in Europa erwartet, der sollte sich vor allem auf US-Aktien konzentrieren, doch hierzu später mehr.

Steigendes Vertrauen in Aktien erwartet

Letztendlich geht es bei der Geldanlage vor allem darum, welcher Anlageform bezüglich Werterhalt und Wertentwicklung inkl. Verzinsung tendenziell mehr Vertrauen geschenkt wird. Und diesbezüglich spricht weiterhin alles für den Aktienmarkt: Während Aktien in Zukunft noch einiges an Vertrauen (zurück)gewinnen können, befinden sich Staatsanleihen – als einzige wirkliche Anlagealternative für Großanleger – diesbezüglich völlig zu Recht auf dem absteigenden Ast.

Da die Zinsen quasi auf einem 10.000-Jahres-Allzeittief liegen und Staatsanleihen dennoch als vermeintlicher „Safe Haven“ (sicherer Hafen) gelten, sehe ich die eigentliche Blase am viele Billionen schweren Staatsanleihenmarkt. Dieser weist im Vergleich zum Aktienmarkt ein weitaus höheres Volumen auf, während gleichzeitig die mickrigen Kupon-Zahlungen mit den Gewinnen vieler Aktiengesellschaften bei Weitem nicht mithalten können. Bei steigenden Zinsen fallen jedoch die Anleihen, da die Anpassung an das steigende Renditeniveau nur über sinkende Kursnotierungen erfolgen kann. Großanleger verkaufen dann massiv Anleihen.

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Entweicht hier also möglicherweise schon bald durch weitere Zinserhöhungen die Luft, so wird dieses Geld zwangsläufig in den Aktienmarkt drücken und dort mittelfristig für steigende Kurse sorgen.

Aktien-Bewertungen im Vergleich zu Anleihen niedrig

Sind die Bewertungen von Aktien nicht trotzdem schon zu hoch wird Ihre nächste Frage sein. Nun, historisch gesehen mag das durchschnittliche KGV (Kurs-Gewinn-Verhältnis) zwar nicht außergewöhnlich billig erscheinen, aber: Sie müssen in Ihrer Betrachtung viel eher die Renditen der Anlagealternativen d.h. in erster Linie Anleihen gegenüberstellen und diese sind noch weitaus weniger attraktiv.

Pro Jahr „ein bisschen Geld“ zu verlieren war und ist für viele Großanleger paradoxerweise attraktiver, als ihr Geld in vergleichsweise renditestarken Dividendenpapieren anzulegen. Deshalb sind Aktien im Vergleich zu Anleihen als einzigem Alternativmarkt immer noch „relativ“ günstig.

Aktien werden auch in den kommenden Jahren die großen Gewinner sein

Viele Anleger glauben auch, dass Aktienmärkte mit steigenden Zinsen und in Rezessionen fallen müssen. Das ist jedoch ein Irrglaube, denn historisch betrachtet ist dies keineswegs der Fall. Aktienkurse steigen vor allem dann, wenn die Mehrzahl der Anleger fallende Kurse erwartet oder sich aufgrund der harschen Bedingungen unwohl fühlt.

Da viele Anleger denken, dass sich der langjährige Bullenmarkt nun doch zumindest im „Endstadium“ befinden müsse, erwarten sie beim kleinsten Rücksetzer stark fallende Kurse und steigen aus. Doch an der Börse passiert bekanntlich meist das Gegenteil von dem was die Mehrheit der Marktteilnehmer erwartet. Für Sie als Anleger bedeutet das eine hohe Wahrscheinlichkeit für mittelfristige Kursanstiege und Gewinne mit Aktien.

Geld-Flucht in Aktien bereits in vollem Gange

Und selbst wenn der längerfristige Aufwärtstrend durch überschaubare Zwischenkorrekturen oder Seitwärtsbewegungen unterbrochen wird: Ich bin mir sicher, dass Aktien auch in den kommenden Jahren weiter steigen werden. Unternehmensanteile sind die durch Dividenden in politisch unsicheren Zeiten die bessere Alternative zu Gold. Die „Geldflucht in Aktien“ ist daher in vollem Gange. Ich wünsche Ihnen eine erfolgreiche Trading-Woche.


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Von: Maximilian Ritter. Über den Autor

Schon seit seiner Jugend interessiert sich Maximilian Ritter für das Börsengeschehen. In seinem Dienst "Aktien-Timing-System" setzt er auf eine verfeinerte CANSLIM-Methode, mit der sich eine 30%ige Rendite im Jahr erwirtschaften lässt.