Aktien von Konzernen nach KBV und KGV (fast) historisch günstig

Der Start in die Börsenwoche am Montag zeigte das enorme Potenzial.

Aktien sind aktuell wie hier oft beschrieben alleine fundament sehr günstig.

Auffallend ist endlich auch, dass vor allem Großkonzerne günstig sind. Medien griffen jetzt die Bewertungsrelationen von Unternehmen wie VW oder Münchner Rück auf. Die Erkenntnis: Investoren erhalten jetzt für ihr Geld mehr Vermögen als sie zahlen müssen.

Etwaige Gewinne sind in den Kursen noch gar nicht enthalten. Ein Beispiel sind Konzerne wie Daimler, VW oder auch die in Deutschland tätige russische Gazprom. Deren Börsenwert betrug zuletzt etwa 180 Milliarden Euro.

KGV zusammen unter 5

Dabei verdienten die Unternehmen im abgelaufenen Geschäftsjahr einen Betrag in Höhe von 46 Milliarden Euro. Das bedeutet: das Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) dieser AGs beträgt noch nicht einmal 5.

Eine weitere Kennzahl zeigt, wie günstig die Aktien sind. Das Eigenkapital, also der Überschuss der Vermögen über die Verbindlichkeiten, liegt bei diesen Unternehmen bei 260 Milliarden Euro. Bezogen auf den oben genannten Börsenwert ergibt sich damit ein KBV (Kurs-Buchwert-Verhältnis) in Höhe von 0,7.

Damit sind diese Unternehmen faktisch 50% unterbewertet, wenn es nach den sonst üblichen Bewertungen geht. Achtung: Die Börsen werden nicht unmittelbar zu einer normalen Bewertung zurückgehen, aber: die Erfahrung lehrt, dass dies eine Frage der Zeit ist.

Fundamental-Analyse hilft …

Die Fundamental-Analyse  hilft in Zeiten wie diesen, in denen Aktienkurse nahezu ohne nähere Untersuchung an schlechten Tagen abgestraft werden. Gerade bei Automobilkonzernen gab es weder hinsichtlich der Konjunktur-Daten noch etwa durch Zinsaussichten Grund für Kursabschläge.

  • VW und Daimler sind daher faktisch tatsächlich günstig und unterbewertet.
  • Die Aussichten für das kommende / laufende Geschäftsjahr sind trotz leicht negativer Aussichten in den USA glänzend.
  • VW ist unter den beiden genannten Unternehmen aus Sicht der Umsatzerwartungen sogar die etwas bessere Wahl.
  • Vorsicht aber: Analysten unterstellen auch bei Banken derzeit eine starke Unterbewertung. Grundlage sind Kurs-Gewinn-Verhältnisse (KGV) von teils weniger als 6 oder gar 5. Hier allerdings sind die „G“ dieser Relationen, die Gewinne, zu hoch geschätzt.
  • Banken (und einige Versicherungen) werden in den kommenden Monaten einige Abschreibungen zu Anleihen aus Südeuropa vornehmen müssen. Daher wird der Gewinn sinken.
  • Zudem ist das Kurs-Buchwert-Verhältnis (KBV) dieser Werte zu hoch angesetzt. Der Buchwert sinkt mit künftigen Abschreibungen.

GeVestor meint: Beschränken Sie sich auf Großkonzerne (aus dem Dax), die solider zu kalkulieren sind als Banken. Das heißt: die genannten Autokonzerne halten wir ebenfalls für deutlich unterbewertet.

Günstige Aktien, die derzeit noch nicht explodieren, können Sie auch Schritt für Schritt kaufen, etwa je zu einem Drittel des vorgesehen Einsatzes. Denn: Rückschläge an den Börsen – und damit noch günstigere Einstiegskurse – werden in den nächsten Wochen erneut kommen.

4. Januar 2012

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Jan Aalto
Von: Jan Aalto. Über den Autor

Jan Aalto ist der Experte für Wirtschaft und Geldanlage.

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