Aktienbewertungen astronomisch hoch – Börsensturm steht bevor

Die Turbulenzen an den internationalen Aktienmärkten werden immer größer. Noch nie in der Geschichte waren die Aktien weltweit so hoch notiert wie in diesen Tagen.

Der MSCI-World Index, also der wichtigste Index der globalen Aktienmärkte, hat die Höchststände der Internetblase und die Höchststände der Immobilienblase kurz vor Ausbruch der Finanzkrise hinter sich gelassen.

Die lockere Geldpolitik der Notenbanken treibt die Aktienkurse massiv an. Für mich ist es nicht mehr als eine reine Spekulationsblase. Unmengen an Kapital fließen in Aktien, weil es an lukrativen Alternativen fehlt. Die Zinsen notieren nahe der Nulllinie. Daher werfen Anleihen auch keine Renditen in nennenswerter Höhe mehr ab.

An dieser Stelle warne ich immer wieder davor, dass die aktuelle wirtschaftliche Lage mit den Börsenkursen nichts gemein hat.

Die Börsen steigen ein auf spekulativer Basis. Weder die einzelnen Volkswirtschaften noch die Unternehmensaussichten geben solche Kurszuwächse her. Das zeigt auch der Blick auf die weitere Gewinnentwicklung in den kommenden zwölf Monaten.

Laut aktueller Schätzungen liegt das globale Gewinnwachstum für die nächsten zwölf Monate bei -6,7 %.

In der Praxis heißt das: Wir stehen vor einem breiten Gewinnrückgang vieler Unternehmen. Gleichzeitig notieren die Aktienkurse vieler Unternehmen derzeit auf Rekordstand. Glauben Sie wirklich, dass eine solche Situation längere Zeit Bestand hat?

Ich kann mir das nicht vorstellen. Die Geschichte hat immer wieder gezeigt, dass solche krassen Fehlbewertungen der Börse sich in massiven Korrekturen bis hin zu Crashs wieder ausgeglichen haben. Genau so etwas erwarte ich jetzt auch wieder.

Internetaktien wie Facebook erreichen astronomische Bewertungen

Ein sehr kräftiges Beispiel für die aktuelle Überbewertung an der Börse sind einmal mehr Internet-Aktien. Im Vergleich zur Internetblase des Jahres 2000 stehen aktuell hinter vielen Internetfirmen stabile Geschäftsmodelle mit planbaren Umsätzen und in manchen Fällen sogar ordentlichen Gewinnen.

So weit so gut. Doch durch die Kussanstiege der vergangenen zwölf Monate haben sich extrem viele Aktien weit von den normalen Bewertungsniveaus weg bewegt. Beispiel Facebook: Das wichtigste soziale Netzwerk der Welt notiert natürlich auch auf einem Rekordhoch.

Stellen Sie sich vor: Diese Aktie bringt es derzeit auf eine Marktkapitalisierung von rund 200 Mrd. Dollar. 2014 hat dieses Unternehmen gerade einmal 12,5 Mrd. Dollar umgesetzt.

Unterm Strich blieb ein Gewinn, aber bezogen auf den aktuellen Kurs bringt es Facebook auf ein unvorstellbares Kurs-Gewinn-Verhältnis von nahezu 80. Dies ist eine Bewertung aus der Kategorie „Jenseits von Gut und Böse“.

Das kann nicht mehr lange gut gehen und ich sage Ihnen auch, das wird nicht mehr gut gehen. Facebook ist hier nur ein Beispiel für die massiven Überbewertungen an der Börse derzeit. Daher ist es so wichtig, dass sie sich aktiv gegen den bevorstehenden Crash schützen. Das tun Sie mit einer breiten Vermögensstreuung und einem streng limitierten Anteil an Aktien.

24. März 2015

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Günter Hannich. Über den Autor

Günter Hannich, Bestseller-Autor und gefragter Experte auf dem Gebiet Kapitalschutz, unter anderem bei n-tv. Er steht mit dem „Crash Investor“ ab sofort zur Verfügung, um sein persönliches Wissen zu teilen. Für Ihre ­Sicherheit.

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