Aktienmärkte: Korrektur voraus

An den Börsen herrscht aktuell wieder großer Optimismus. Nun erreichten auch die deutschen Aktien wieder annähernd das höchste Niveau in diesem Jahr.

Worauf sich dieser übertriebene Optimismus gründet, ist mir nicht ganz klar. Immerhin steigen die Gewinne der Unternehmen kaum noch an.

Schlimmer noch: Viele Firmen haben ihre Prognosen zur weiteren Geschäfts-Entwicklung in diesem Jahr sogar nach unten angepasst.

Doch wenn die Gewinne nicht mehr steigen und bei vielen Firmen sogar zurückgehen, stellt sich für mich eine Frage: Wie können dann die Kurse stetig steigen?

Hier ergibt sich ganz klar eine große Gefahr für die weitere Entwicklung. Ich erwarte in den kommenden Monaten deutliche Rückschläge an den Aktienmärkten.

Das ist auch noch aus einem anderen Grund wahrscheinlich: Das Wirtschafts-Wachstum koppelt sich weiterhin von den Aktienmärkten ab.

Ende der Woche werden die neuen Wirtschaftsdaten für Deutschland zum 2. Quartal präsentiert. Es ist wohl zuletzt um 1,6% nach oben gegangen mit der Wirtschafts-Leistung.

Ein solcher Zuwachs rechtfertigt aber eben keine stetig steigenden Aktienkurse, wie wir sie derzeit erleben. Langfristig kann die Börse nur so stark steigen wie die Wirtschaft.

Im Übrigen warne ich schon seit längerer Zeit vor einer großen Korrektur. So schrieb ich schon vor einem Jahr an dieser Stelle:

„Die Probleme der Finanzkrise 2008 sind noch nicht gelöst – das sorgt jetzt für Probleme

Regelmäßige Leser wissen es: Ich warne schon seit Monaten vor dieser bevorstehenden Korrektur. Für mich ist das jetzt erst der Beginn der großen Korrektur.

Historisch betrachtet war gerade der September ein gefährlicher Monat für Korrekturen an den Aktienmärkten. Mittlerweile zeigt sich immer deutlicher das Ausmaß der Probleme.

Im Grunde sorgen jetzt die immer noch nicht gelösten Probleme der Finanzkrise 2008 für die starken Verluste an den Börsen. Zuletzt jedoch haben die Maßnahmen der Notenbanken die wirklichen Probleme überdeckt.

Mittlerweile zeigt sich jedoch, dass die Aufkauf-Programme eben nur kurzfristig geholfen haben und nichts an den strukturellen Problemen des Finanz-Systems geändert haben.

Je mehr Investoren dies realisieren, desto größer wird der Abgabedruck bei den Aktien. Daher bin ich auch davon überzeugt, dass wir aktuell erst den Beginn eines großen Crashs erleben und nicht schon das Ende.“

An dieser Einschätzung hat sich auch bis jetzt nichts geändert. Daher bleibt mein Rat aktuell: Halten Sie den Aktienanteil gering, denn das Risiko für einen Rückschlag ist einfach zu groß.

10. August 2016

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Günter Hannich. Über den Autor

Günter Hannich, Bestseller-Autor und gefragter Experte auf dem Gebiet Kapitalschutz, unter anderem bei n-tv. Er steht mit dem „Crash Investor“ ab sofort zur Verfügung, um sein persönliches Wissen zu teilen. Für Ihre ­Sicherheit.

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