Aktienmarkt im Fokus – Rabenschwarze Handelswoche

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Die ruhigen Zeiten sind an den Aktienmärkten endgültig vorbei. In der vergangenen Handelswoche ging es massiv bergab. (Foto: I am Nickom / shutterstock.com)

Spätestens seit dem Flash-Crash im Februar dieses Jahrs sind die euphorischen Zeiten an den Aktienmärkten vorbei. Zwar konnten sich die extrem hochkapitalisierten US-Technologieaktien zwischenzeitlich noch einmal aufbäumen. Jetzt entschwindet aber auch aus dieser Blase zunehmend Luft.

Facebook-Aktie stürzt ab

Und hier ist es just die Facebook-Aktie, die im Zuge des Datenskandals massive Verluste hinnehmen musste. In der vergangenen Handelswoche betrug das Minus bei dieser einstigen Highflyer-Aktie sage und schreibe 14 Prozent. Das ist schon ein Wort für einen derart hochkapitalisierten Wert. Unter dem Strich entschwanden vom Allzeithoch aus betrachtet aus dieser immer noch extrem teuren Aktie fast 82 Milliarden Dollar an Marktkapitalisierung.

Kurzum, hier geht es nicht mehr um „peanuts“. Wie schon angedeutet ist die Aktie selbst nach dem Absturz kein Schnäppchen. Im Gegenteil, denn unter dem Strich basiert das Investment, das Geschäftsmodell als solches rein auf dem Vertrauen der Nutzer.

Das ist zumindest angekratzt. Erschwerend hinzu kommt, dass die regulatorischen Rahmenbedingungen sich als Folge des Skandals global massiv verschärfen werden. Anders formuliert, der Wind hat sich gedreht und wird bis auf weiteres rau bleiben.

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Miserable Handelswoche am Aktienmarkt

Sicherlich war die Facebook-Aktie das negative Zugpferd an den Weltbörsen. Kein Wunder also, dass der technologielastige Nasdaq100-Index mit einem Wochenminus von sage und schreibe 7,3 Prozent am Freitag aus dem Handel ging. Ein derart großes Minus im Wochenvergleich hat es bei diesem über viele Jahre hinweg erfolgsverwöhnten Index seit dem August 2015 nicht mehr gegeben.

Auch der viel beachtete S&P 500 gab massiv nach. Und zwar um fast sechs Prozent. Derart scharf ging es seit fast zwei Jahren bei diesem Index nicht mehr nach unten. Und last but not least verlor mit Blick auf den US-Markt der altehrwürdige Dow Jones Index ebenfalls fast sechs Prozent an Wert.

Deutscher Aktienmarkt unter Druck

Ja, liebe Leser, selbstverständlich kann sich der deutsche Markt kaum vom Abwärtstrend an der Wall Street entziehen. Im Gegenteil. Der alte Spruch – „Wenn die Wall Street hustet, bekommt der deutsche Markt einen Schnupfen“ – scheint immer noch gültig zu sein. Am Freitag ging der deutsche Leitindex unter 11.900 ins Wochenende.

Im Wochenvergleich büßte der Index gut vier Prozent ein. Seit dem Beginn des schicksalhaften Jahres 2018 ist das Minus beim deutschen Leitindex damit auf mehr als acht Prozent angewachsen. Zum Vergleich, seit dem ersten Januar 2018 gab der S&P 500 nur gut drei Prozent nach. Der deutsche Markt musste also bis dato deutlich stärker als die US-Märkte Federn lassen.


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Günter Hannich
Von: Günter Hannich. Über den Autor

Günter Hannich, Bestseller-Autor und gefragter Experte auf dem Gebiet Kapitalschutz, unter anderem bei n-tv. Er steht mit dem „Crash Investor“ ab sofort zur Verfügung, um sein persönliches Wissen zu teilen. Für Ihre ­Sicherheit.