Aktienmarkt: Nach FED-Sitzungen geht es abwärts an der Börse

Die US-Notenbank FED der Welt steht mindestens einmal im Monat im Fokus.

Die Geldpolitik der FED ist seit Monaten ein marktbeherrschendes Thema an der Börse.

Für die Wertentwicklung Ihrer Aktien ist es sehr entscheidend, wie lange und in welchem Umfang die FED mit frisch gedrucktem Geld Wirtschaft und Finanzmärkte weiter unterstützt.

Die Ergebnisse der FED-Sitzungen werden regelmäßig bekannt gegeben – und die Finanzwelt hört ganz genau hin. Am vergangenen Mittwoch war es wieder soweit.

Als ich noch einmal die Sitzungsergebnisse der letzten Monate nachlesen wollte, bin ich auf ein auffälliges Muster gestoßen: Der Aktienmarkt hatte im Anschluss an die Veröffentlichung der Sitzungsergebnisse jeweils Verluste zu verzeichnen…

Kurzfristige Abwärtsbewegungen nach FED-Sitzungen

Werfen Sie hierzu einen Blick auf den folgenden Chart:

S&P 500: Korrekturen nach FED-SitzungenS&P500_FED-Sitzungen

Sie sehen hier den Tageschart des S&P 500, dem wichtigsten amerikanischen Aktienindex. Die roten Kreise markieren die letzten drei Termine, an denen die monatlichen Ergebnisse der FED-Sitzungen veröffentlicht wurden.

Und hier sticht eines ganz deutlich ins Auge: In den Tagen nach den Terminen ging es für den Aktienmarkt abwärts.

Seit den jüngsten Sitzungs-Ergebnissen am Mittwoch letzter Woche beginnt der amerikanische Aktienmarkt zu bröckeln. Gemäß dem „FED-Muster“ der letzten Monate wären weitere Verluste in den nächsten Tagen keine Überraschung.

Verluste nach FED-Sitzungen: Was steckt dahinter?

Eines mag der Aktienmarkt überhaupt nicht: Unsicherheit! Und die ist in Bezug auf die Geldpolitik auch nach der jüngsten FED-Sitzung reichlich vorhanden.

Zwar hat die FED schon vor einigen Monaten klar gemacht, dass sie die Stützungskäufe für amerikanische Staatsanleihen mit frisch gedrucktem Notenbankgeld spätestens im Sommer 2014 beenden will.

Doch darüber, dass die FED – wie mehrfach angedeutet – die Käufe von derzeit 80 Mrd. $ pro Monat (!!!) vielleicht schon vorher zurückfährt, hat sie auch nach der letzten Sitzung nichts verlautbaren lassen.

Die FED lässt also die Märkte weiterhin im Unklaren. Und die schwebende Unsicherheit macht die Märkte nach jeder FED-Sitzung aufs Neue nervös.

Kurzfristig Korrektur möglich

Seien Sie also nicht überrascht, falls der Aktienmarkt in den nächsten Tagen Verluste verzeichnet. Eine Korrektur ist nach dem „FED-Muster“ der letzten Monate im Bereich des Möglichen.

Mittel- bis langfristig sind die Aussichten für den Aktienmarkt weiterhin gut. Relevant für den mittelfristigen Verlauf des Aktienmarkts ist vor allem die Konjunktur.

Die von mir an dieser Stelle regelmäßig behandelten Konsenserwartungen der Marktteilnehmer für die Konjunktur zeigten sich auch im letzten Monat stabil.

In den nächsten Tagen kommen hierzu die neuesten Daten herein. Ich werde Sie auf dem Laufenden halten.

4. November 2013

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Richard Mühlhoff. Über den Autor

Richard Mühlhoff analysiert die realen Anlageentscheidungen der weltbesten Investoren, wie etwa Warren Buffett oder David Tepper. Die kollektive Intelligenz dieser ausgemachten Top-Investoren ist das Erfolgsgeheimnis des Börsendiensts „Investment-Elite“.

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