Aktienmarkt-Rücksetzer: Kein Crash, nur eine gesunde Korrektur

Dieses Instrument hat wieder einmal zuverlässig funktioniert und die Wetterlage am Akti-enmarkt richtig prognostiziert. (Foto: Deutsche Börse AG)

In meinem gestrigen Beitrag hatte ich Ihnen etwas versprochen: Ich wollte Ihnen zeigen, warum der Rückschlag an den Aktienmärkten seit den Allzeithochs von Ende Januar lediglich als „Korrektur“ zu werten ist.

Dieses Versprechen werde ich heute bei Ihnen einlösen. Zugleich erhalten Sie damit noch eine weitere Begründung, warum der jüngste Rückschlag nicht als Crash zu interpretieren ist.

Meine ganz persönliche Argumentation dafür – Index-Einbußen um mehr als -15% innerhalb einer kurzen Zeitspanne – hatte ich Ihnen gestern schon genannt.

Vorbemerkung

Um zu verstehen, warum ich das Minus von bis zu -12% im DAX bzw. -13% im Dow Jones lediglich als Korrektur betrachte, muss ich zuvor etwas ausholen:

Denn dazu sollten Sie das von mir vor 10 Jahren entwickelte Markt-Barometer und seine Funktionsweise kennen. Falls Sie über dieses Wissen bereits verfügen, können Sie die folgenden 5 Abschnitte natürlich auch überspringen.

Markt-Barometer

Das Markt-Barometer habe ich im Jahr 2007 entwickelt, um den Lesern meines Börsendienstes „Die Wachstumsaktien-Strategie“ ein ebenso einfaches wie leicht verständliches Instrument zur Einschätzung des Börsenklimas an die Hand zu geben.

Soviel darf ich schon verraten: Das Markt-Barometer hat uns in der vergangenen Dekade hervorragende Dienste geleistet!

Verluste vermeiden, ist besser als Verluste machen

Doch warum benötigen Sie überhaupt ein Markt-Barometer?

Um am Aktienmarkt dauerhaft erfolgreich zu investieren, reicht es nicht aus, anhand objektiver Auswahlkriterien Aktien mit Kurspotenzial zu finden. Ebenso wichtig ist es, zum richtigen Zeitpunkt einzusteigen und, falls man doch einmal danebenliegt, Verluste frühzeitig zu begrenzen.

In der „Wachstumsaktien-Strategie“ habe ich dies noch um eine Dimension erweitert: Das Vermeiden absehbarer Kursverluste! Denn:

Mit steigenden Risiken am Aktienmarkt wächst die Gefahr von Fehlsignalen. Und damit das Risiko, beim Einstieg in Aktien umgehend falsch zu liegen und – vermeidbare – Kursverluste zu generieren.

Markt-Barometer zeigt Ihnen die Wetterlage an den Aktienmärkten

Damit meine Leser diese Risiken besser einschätzen können, habe ich das Markt-Barometer entwickelt. Es bietet Ihnen, wenn Sie so wollen, eine Prognose zur „Wetterlage“ am Aktienmarkt. Der Grund dafür ist simpel:

Aktienmärkte bewegen sich in Trends. Und etwa 75% bis 80% aller Aktien folgen dem vorherrschenden Markttrend.

Ist der Markttrend abwärts gerichtet, ist die Wahrscheinlichkeit mithin hoch, dass sich 3 von 4 bzw. 4 von 5 Ihrer Aktienkäufe zu Flops entwickeln! Das muss nicht sein!

Die Leser der Wachstumsaktien-Strategie haben dank des Markt-Barometers sowohl den Januar-Crash 2008, als auch den Herbst-Crash 2011 vermieden.

Wie war das möglich?

6 Komponenten beeinflussen den Aktienmarkt vornehmlich

Die Aktienmärkte werden im Wesentlichen von 6 Komponenten beeinflusst: DAX, Dow Jones, Ölpreis, Euro / USD, Zinsen und Sentiment (Stimmung der Marktteilnehmer). Diesen 6 Komponenten messe ich nach Ablauf jeder Handelswoche „den charttechnischen Puls“.

Bei DAX und Dow Jones schaue ich mir den kurz-, mittel- und langfristigen Trend an, bei den anderen den kurzfristigen. Entsprechend vergebe ich jeweils bis zu 30 Prozentpunkte im DAX und Dow Jones für Aufwärtstrends und bis zu 10 bei den anderen 4 Einflussfaktoren.

Die Ampel-Funktion des Markt-Barometers

Daraus ergeben sich Markt-Barometer-Stände, die zwischen 0% und 100% liegen können. Entsprechend ist mein Börsenklima-Indikator in Zonen aufgeteilt, ähnlich der Ampelfunktion:

Die Grüne Zone reicht von 50% bis 100% und zeigt Ihnen Aktienmärkte in Aufwärtstrends an. Ihr Investitionsgrad kann in einer solchen Phase zwischen 50% und 100% betragen.

Die Gelbe Zone reicht von 20% bis 50% und signalisiert Ihnen, dass sich die Indizes in einer Trendwechsel-Phase (aufwärts nach abwärts oder umgekehrt) befinden. Ihr Investitionsgrad sollte zwischen 20% und 50% liegen.

Die Orange Zone reicht von 0% bis 20% und zeigt an, dass Gefahr in Verzug ist: Die Aktienmärkte bewegen sich in Abwärtstrends. Ihr Investitionsgrad sollte maximal 20% betragen.

Die Rote Zone – sprich: 0% – bedeutet nichts anders als Crash-Gefahr. Hier sollten Sie nur Cash halten.

Markt-Barometer signalisiert: Zuletzt bestand keine Crash-Gefahr!

Damit kommen wir nun zur Entwicklung des Markt-Barometers in den vergangenen 10 Jahren. Zum besseren Vergleich habe ich Ihnen die Leitindizes DAX und Dow Jones in den Chart eingeblendet.

Historie des Markt-Barometers: Alle Auf- und Abwärtstrends zuverlässig angezeigt

Die blauen Pfeile markieren es: Seit Juni 2016 (blaue Vertikale) bewegt sich das Markt-Barometer mit diesen 3 (einwöchigen) Ausnahmen oberhalb von 50%, mithin in der Grünen Zone.

Während des jüngsten Index-Rücksetzers blieb unser Markt-Barometer völlig „cool“: Es fiel gerade einmal bis 55% zurück!

Aus diesem Grund bin ich davon überzeugt, dass es sich bei den Index-Einbußen der letzten gut 2 Wochen lediglich um eine Korrektur gehandelt hat. Denn:

Sowohl im Dezember 2007, als auch im Juli 2011 hat das Markt-Barometer rechtzeitig vor dem Kurseinbruch ein Warnsignal gesendet, indem es unter die 50%-Marke (und tiefer) abrutschte.


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© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Andreas Sommer. Über den Autor

Andreas Sommer ist ein absoluter Börsen-Profi. Der gelernte Bankkaufmann war 10 Jahre als Wertpapierberater bei einer großen deutschen Bank tätig.

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