Aktuelle Marktstudie: Diese beiden Silberfirmen haben die besten Chancen

Bei vielen Edelmetallfirmen geht die Angst um. Und diese Angst dreht sich bei einigen Unternehmen sogar um die Existenz.

Klar ist: Sollte Silber längere Zeit unter 20 Dollar pro Unze notieren, werden zahlreiche Produzenten Probleme bekommen. Hinzu kommen auch viele Explorer, die in den Machbarkeitsstudien von einem deutlich höheren Preisniveau ausgegangen sind.

Das wird den Markt für Finanzierungen weiter verschärfen. Neue Minen mit einer hohen Ertragskraft bei Silberpreisen von 25 Dollar und mehr pro Unze werden eben auf dem aktuellen Niveau kaum frisches Kapital am Markt aufnehmen können.

Insofern sollte auch beim Silber der Fokus bei den Unternehmen mit einer niedrigen Kostenstruktur liegen. Und genau danach halten jetzt die Analysten Ausschau.

So ist gestern eine neue Studie von Dundee Securities zur aktuellen Lage im Silbersektor veröffentlicht worden.

Für die beiden Analysten Chris Lichtenfeldt und Scott Morison steht fest: „Viele Silberproduzenten sind jetzt gezwungen Anpassungen am existierenden Business-Plan vorzunehmen.“

Konkret erwarten die Experten Anpassungen bei den Investitionen und deutlich niedrigere Ausgaben bei der Exploration oder auch dem Ausbau schon bestehender Minen.

In letzter Konsequenz werden so auch aktuell noch produzierende Minen erst einmal auf „Care und Maintenance“ gesetzt wie es im Fachjargon heißt. Vereinfacht gesagt: Sie werden vorübergehend geschlossen.

Bei der Analyse zahlreicher Silberwerte stechen laut Ansicht von Dundee Capital Markets zwei Werte hervor: Silver Wheaton und Tahoe Rersources. Auf Silver Wheaton bin ich an dieser Stelle schon regelmäßig eingegangen.

Das Unternehmen kann eben im aktuell schwierigen Umfeld mit seinem Streaming-Geschäftsmodell punkten. Dabei bezieht es eben das Silber nicht aus eigenen Minen sondern von Lieferanten, die langfristig zu vorher festgelegten Preisen das Edelmetall liefern.

„Selbst bei Silberpreisen von weniger als 15 Dollar wird Silber Wheaton keine größeren Anpassungen zum laufenden Business-Plan vornehmen müssen“, so die Analysten.

Tahoe Resources: Ab 2014 wird das Escobal Projekt voll durchstarten

Tahoe Resources bietet zwar ein Minenrisiko mit nur einer Mine. Doch diese überzeugt laut Dundee Capital Markets mit den niedrigsten Kosten aller untersuchten Firmen.

Das Escobal Projekt in Guatemala hat allerdings einen Nachteil – oder ist des aktuell ein Vorteil? Diese Mine ist noch nicht in Produktion.

Hier soll die volle Produktion mit 20 Mio. Unzen Silber im kommenden Jahr starten. Dabei kalkuliert das Unternehmen mit kompletten Produktionskosten von 9,40 Dollar pro Unze. Und diese Kosten sollen auch in den folgenden Jahren bis 2017 stabil bleiben.

Unabhängig von den Silberfirmen machen die Analysten zudem erste Anzeichen für eine Stabilisierung beim Silberpreis aus.

Und wie dramatisch der Absturz zuletzt war verdeutlicht ein Blick auf die Quartalsbilanz: Im zweiten Quartal sackte der durchschnittliche Silberpreis um 23% auf nur noch rund 23 Dollar.

Und von diesem Wert ist der aktuelle Preis jetzt noch einmal weitere 15% entfernt. Das bietet auf jeden Fall viel Luft nach oben – doch noch fehlt der Katalysator für den Silberpreis, daher rate ich auch weiterhin zum Abwarten in diesem Segment.

4. Juli 2013

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Heiko Böhmer. Über den Autor

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