Albis und Grenke: Leasing läuft weiterhin

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In der Leasing-Branche läuft es weiterhin rund. Das zeigen die jüngsten Zahlen von Albis Leasing und Grenke. (Foto: William Potter / Shutterstock.com)

Während mehr und mehr dunkle Wolken am Konjunkturhimmel aufziehen, läuft es in der Leasing-Branche weiterhin rund. Das geht aus den aktuellen Zahlen und Eckdaten hervor, die die beiden deutschen Leasing-Spezialisten Albis Leasing und Grenke heute bzw. vor wenigen Tagen vorgelegt haben.

Die in Hamburg ansässige Albis Leasing Gruppe setzte ihr Wachstum nach eigenen Angaben in den ersten 9 Monaten des laufenden Jahres mit einem überaus starken Neugeschäft fort. Albis konnte das Neugeschäft im sogenannten Vendor-Leasing zuletzt um satte 32% steigern. Beim Vendor-Leasing handelt es sich um die Summe der Anschaffungskosten neu erworbener Leasinggegenstände, die über Handelspartner abgeschlossen werden.

Albis-Chef Andreas Oppitz kommentiert die jüngsten Entwicklungen wie folgt: Die Entwicklung im 3. Quartal ist noch besser als in den ersten 2 Quartalen 2019. Dieser Erfolg resultiert aus unserer konstanten Marktbearbeitung und dem Ausbau des Umsatzes mit bestehenden Händlern.

Außerdem, so Oppitz weiter, haben sich neue Kooperationen mit großen Handelspartnern positiv auf den Gesamtumsatz ausgewirkt. Positiv entwickelte sich in den ersten 9 Monaten dieses Jahres nach Unternehmensangaben auch der genehmigte Auftragsbestand. Dieser erreichte sogar ein neues Allzeithoch.

Die guten Nachrichten brachten heute zwar etwas Schwung in die Aktie, dennoch bewegte sich das Albis-Papier im laufenden Jahr unter dem Strich seitwärts. Leicht positiv entwickelte sich die Aktie des Leasing-Spezialisten Grenke im laufenden Jahr. Allerdings hat sie eine zwischenzeitliche Achterbahnfahrt hinter sich.

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Leasing-Spezialist Grenke im Fokus

Bevor ich gleich auf die jüngsten Zahlen und Eckdaten von Grenke eingehe, möchte ich zunächst mit Ihnen auf die Aktie blicken: Die Grenke-Aktie ist mit knapp über 70 Euro ins laufende Jahr gestartet, legte dann in der Spitze auf knapp 97 Euro zu, was einem Plus von etwa 38% entspricht.

Im Juli dieses Jahres schmierte die Grenke-Aktie jedoch deutlich ab und fand erst bei etwa 72 Euro ihren Boden (-26% ausgehend vom Jahreshoch). Zuletzt zog die Aktie wieder etwas an und konnte zwischenzeitlich schon wieder die 80-Euro-Marke überspringen, mit der das Papier aber derzeit wieder kämpft.

Sie sehen: Die Grenke-Aktie war im laufenden Jahr nur für Trader und Anleger mit starken Nerven interessant. Blicken wir jetzt noch auf das operative Geschäft: Grenke steigerte das Leasing-Neugeschäft in den ersten 9 Monaten des laufenden Jahres um 21,7% auf 2,09 Mrd. Euro und hob zuletzt die Jahresprognose bzgl. des Wachstums beim Neugeschäft leicht auf 18 bis 21% an (zuvor: 16 bis 19%).

Wir sind mit der Entwicklung unseres Neugeschäfts im bisherigen Jahresverlauf sehr zufrieden, kommentiert Grenke-Chefin Antje Leminsky. Der Haken: Die Grenke-Aktie ist auf dem aktuellen Kurs- und Bewertungsniveau alles andere als ein Schnäppchen. Größere Rücksetzer (ohne dass das Geschäft einbricht), sollten Sie aber dazu veranlassen, sich die Aktie einmal näher anzuschauen.


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Rolf Morrien
Von: Rolf Morrien. Über den Autor

Rolf Morrien ist nicht nur Chefredakteur von „Morriens Einsteiger-Depot“, dem „Depot-Optimierer“, von „Das Beste aus 4 Welten“ und von „Rolf Morriens Power Depot“, er ist auch einer der renommiertesten Börsenexperten Deutschlands.

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