Allgeier: Mehr als 50% Kursplus seit Ende August

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Die Aktie des mittelständischen deutschen IT- und Software-Spezialisten Allgeier hat sich in den vergangenen Monaten sehr gut entwickelt. Wie geht es weiter? (Foto: Zadorozhnyi Viktor / Shutterstock.com)

Am 27. August schrieb ich Ihnen an dieser Stelle letztmals über den mittelständischen IT- und Software-Spezialisten Allgeier. Zu dieser Zeit berichtete ich Ihnen von guten Halbjahreszahlen und kam zu dem Fazit, dass die Allgeier-Aktie aus meiner Sicht viel zu günstig bewertet ist.

Vielleicht inspirierte Sie meine Analyse vom 27. August zum Kauf der Allgeier-Aktie. Falls ja: herzlichen Glückwunsch! Denn wenn Sie Ende August Allgeier-Aktien gekauft haben liegen Sie damit heute, weniger als 4 Monate später, bereits über 50% im Gewinn.

Ursächlich für den deutlichen Kursanstieg der vergangenen Monate waren verschiedene Faktoren. Die jüngsten Kurstreiber waren eine neue Prognose für das laufende Jahr und der Ausblick für 2020. Beides hat das Allgeier-Management kürzlich veröffentlicht.

Gute Prognose treibt den Kurs an

Der Vorstand von Allgeier rechnet nun für das laufende Jahr mit einem Umsatz von 770 bis 790 Mio. Euro; das entspricht einem Wachstum von 12 bis 15% gegenüber dem Vorjahr.

Der erwartete Umsatz wird aufgrund der im Geschäftsjahr 2019 durchgeführten Restrukturierung des Geschäftsbereichs Allgeier Experts (das ist der Personaldienstleistungsbereich von Allgeier) und der damit verbundenen Aufgabe von margenschwachen Umsätzen niedriger sein als ursprünglich prognostiziert.

Allerdings erwartet der Vorstand dadurch eine überproportionale Steigerung des bereinigten Gewinns vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (bereinigtes EBITDA) auf 64 bis 69 Mio. Euro; das entspricht einer Steigerung von 18 bis 21% gegenüber dem Vorjahr. Die erwartete bereinigte EBITDA-Marge liegt damit bei 8,3 bis 8,7%.

Die Planung für das kommende Jahr sieht wie folgt aus: Allgeier rechnet im Jahr 2020 mit einem Umsatz von 820 bis 840 Mio. Euro, was einem Umsatzwachstum zwischen 6 und 8% entspricht. Hintergrund ist eine weiterhin geplante deutliche Reduzierung des Geschäfts mit niedrigen Margen im Bereich Allgeier Experts.

Die bereinigte EBITDA-Marge für das gesamte Unternehmen soll auf eine Größenordnung von 11 bis 12% ansteigen, was einem bereinigten EBITDA in der Größenordnung von 90 bis 100 Mio. Euro entspricht.

Abspaltungspläne

Gut angekommen sind auch die Abspaltungspläne: Die Münchener wollen 2020 das IT- und Software-Geschäft in ein eigenständiges Unternehmen überführen. Wenn die Aktionäre zustimmen, wird der Bereich abgespalten und die Aktien den Allgeier-Aktionären ins Depot gebucht. Das sollte zu einer positiven Neubewertung führen.

Von der positiven Neu-Bewertung der Allgeier-Aktie sind offensichtlich auch die Vorstände und Aufsichtsräte des Unternehmens überzeugt, die in den vergangenen Wochen und Monaten für mehrere Hunderttausend Euro Allgeier-Aktien gekauft haben.

Nach dem steilen Anstieg ist die Allgeier-Aktie in den vergangenen Tagen etwas in den Korrekturmodus gewechselt. Sollte die Korrektur ausgedehnter verlaufen und den Aktienkurs womöglich noch einmal unter 30 Euro drücken, könnte das für Sie eine interessante Einstiegsgelegenheit sein, sofern Sie nicht investiert sind und einen Einstieg erwägen.

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Tobias Schöneich
Von: Tobias Schöneich. Über den Autor

Tobias Schöneich, Jahrgang 1982, begeistert sich seit der Jahrtausendwende und somit seit den Zeiten des New-Economy Booms für das Thema Börse und alles unmittelbar damit Verbundene.

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