Alphabet und Facebook sind nicht zu stoppen

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Wirtschaftlich haben sich die beiden Konzerne so weit abgehoben, ein Scheitern von Alphabet und Facebook scheint kaum noch möglich. (Foto: Anikei / Shutterstock.com)

Alphabet hat für 2020 herausragende Zahlen vorgelegt und meine hohen Erwartungen übertroffen. Der Umsatz stieg um 12,8% auf rund 182,5 Mrd. $. Unterm Strich verbesserte sich der Gewinn um 17,3% auf rund 40,3 Mrd. $. Die Suchmaschine ist mit einem Umsatz von 168 Mrd. $ eine echte Gelddruckmaschine.

Google hat eine faktische Monopolstellung, die kaum noch angreifbar ist

Doch die Zukunft liegt in den kleineren Geschäftsbereichen, die von den hohen Zahlungszuflüssen aus dem Kerngeschäft problemlos querfinanziert werden können. Besonders hervorzuheben ist die Video-Plattform YouTube, die immer wichtiger für die operative Geschäftsentwicklung wird. YouTube hat ein Eigenleben entwickelt und sich von einer reinen Musikplattform zu einem Sammelbecken freischaffender Künstler, Streamer und Hobby-Journalisten gemausert. Google verdient mit jedem Mausklick mit.

Das zweite wichtige Zukunftsfeld sind die Cloud-Dienste

Der Trend geht zu dezentralen Systemen. Neben Amazon und Apple zählt Google zu den klaren Marktführern. Aufgrund der hohen Kosten ist dieser Markt nur wenigen Wettbewerbern zugänglich. Dadurch lassen sich hier besonders hohe Gewinne erzielen. Neben diesen Standbeinen setzt Alphabet auf junge Unternehmen, die mit ihrer enormen Innovationskraft die Welt verändern wollen. Diese Kombination aus hohen Zahlungszuflüssen, Profitabilität und Innovation macht Alphabet aus. Ein Ende der Erfolgsgeschichte ist nicht in Sicht.

Unternehmensporträt

Alphabet (Google) mit Sitz in Mountain View, USA, wurde am 7. September 1998 von Larry Page und Sergey Brin gegründet. Alphabets Anspruch besteht darin, Informationen zu organisieren und weltweit verfügbar zu machen. Dafür betreibt das Unternehmen mit einem Marktanteil von rund 82% die weltweit führende Internet-Suchmaschine. Der Eintritt in neue Märkte (Google Mobile, Software-Plattform Android, Chrome) rundet die Unternehmensstrategie ab.

Facebook hat für 2020 beeindruckende Zahlen vorgelegt und meine hohen Erwartungen ebenfalls übertroffen

Der Umsatz legte um 21,6% auf rund 86 Mrd. $ zu. Unterm Strich verbesserte sich der Gewinn um 57,7% auf 29,1 Mrd. $. Im Vorjahr wurden jedoch Strafzahlungen für Datenschutzverletzungen fällig, sodass der herausragende Gewinn zu relativieren ist. Facebook befindet sich weiterhin auf dem Erfolgskurs und überzeugte mich vor allem mit dem Anstieg der durchschnittlichen täglichen Nutzerzahl von 11% auf 1,84 Mrd. Nutzer.

Für ein soziales Netzwerk ist diese Kennzahl besonders wichtig, denn sie konkretisiert die Beliebtheit und somit auch die Netzwerkeffekte des Unternehmens. Das klare Plus bei den Nutzerzahlen zeigt, dass Facebook noch lange nicht am Ende seiner Wachstumsphase angekommen ist. Der Konzern erzielt nicht nur bessere Zahlen durch die Erhöhung von Werbeflächen, sondern auch durch einen Zuwachs an Nutzern.

Besonders wichtig ist die Fotoplattform Instagram, die Facebook als wichtigstes soziales Netzwerk überholen könnte

Auch der Sofortnachrichtendienst WhatsApp bleibt trotz Datenschutzbedenken die Nummer eins der westlichen Welt. Facebook bleibt unangefochtener Marktführer, der kaum noch einzuholen ist. Sollten keine politischen Einschränkungen folgen, wird der Konzern auch in den nächsten Jahren mit weiteren Rekorden abschließen. Zuletzt ging Facebook mit einer eigenen Dating-Anwendung in den USA an den Start. Erfolge sind vorprogrammiert.

Unternehmensporträt

Facebook wurde 2004 als erstes soziales Netzwerk gegründet und sollte anfangs nur die Studenten der Harvard University vernetzen. Mittlerweile sind über 2,41 Mrd. Nutzer registriert. Facebook finanziert sich ausschließlich über Werbeeinnahmen und Bezahldienste. Mittlerweile gehört Facebook zu den meist besuchten Websites weltweit. Mit den Übernahmen von WhatsApp und dem Fotodienst Instagram wurde das eigene Produktportfolio ordentlich aufgewertet.

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Volker Gelfarth
Von: Volker Gelfarth. Über den Autor

Der Diplom-Ingenieur lernte die Schwächen und Stärken eines Unternehmens selbst als Manager kennen, bevor er sich voll und ganz der Value-Analyse widmete. Er ist Chefredakteur für die Dienste Aktien-Analyse, Gelfarths Dividenden-Letter, Gelfarths Premium-Depot und High Performance Depot.

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