Alstom: Wasserstoffzüge immer gefragter

Branchen – industrieblick ado

Wasserstoff-Züge von Alstom erfolgreich in den Niederlanden getestet. In Deutschland waren sie schon vorher unterwegs. (Foto: industrieblick / Adobe Stock)

Das Thema Wasserstoff begleitet uns hier im „Schlussgong“ schon seit einigen Jahren. Wenn Sie meine Beiträge zu diesem Thema verfolgt haben, wissen Sie, dass Wasserstoff aus meiner Sicht an mehreren Stellen sinnvoll eingesetzt werden kann.

Ein Einsatzgebiet sind mit Wasserstoff betriebene Züge. Darüber hatte ich in der Vergangenheit auch schon mehrfach berichtet. Und nun gibt es spannende Neuigkeiten: Der Wasserstoffzug Coradia iLint von Alstom hat seine Tests in den Niederlanden bestanden.

Die niederländische Provinz Groningen hat kürzlich die Ergebnisse der Testfahrten veröffentlicht, die in diesem Jahr auf einer 65 Kilometer langen Strecke zwischen Groningen und dem ebenfalls niederländischen Leeuwarden absolviert wurden.

Es wurde untersucht, ob Wasserstoffzüge eine vollständig nachhaltige Alternative zu den im Norden der Niederlande bis dato verkehrenden Dieselzügen sein können. Das Ergebnis: Ja, sie können. Als Testleiter agierte übrigens der unabhängige Prüfdienstleister DEKRA.

„Wasserstoffverbrauch, Infrastruktur-Kompatibilität, Beschleunigung, Bremsen, Andocken, Höchstgeschwindigkeit, Leistung der Hilfsbetriebe – alle Operationen verliefen ohne Probleme“, hieß es in einer Mitteilung zu den Testergebnissen.

Alstom-Wasserstoffzüge auch in Deutschland im Einsatz

Auch in Deutschland sind die Wasserstoffzüge von Alstom bereits im Einsatz: Die Landesnahverkehrsgesellschaft Niedersachsen (LNVG) setzt sie bereits seit 2018 zwischen Bremervörde, Cuxhaven, Bremerhaven und Buxtehude ein.

Die Modelle des französischen Herstellers Alstom kommen mit einer Tankfüllung rund 1.000 Kilometer weit. Und weil das so gut funktioniert, hat die LNVG noch einmal 14 Wasserstoffzüge bestellt, die ab 2021 weitere Dieselloks ersetzen sollen.

Beim Rhein-Main-Verkehrsverbund in Hessen sollen bis Ende 2022 insgesamt 27 Brennstoffzellenzüge auf 4 Regionalstrecken eingesetzt werden. Weitere Bundesländer bzw. Regionalverkehrgesellschaften sollen bereits mit Alstom im Gespräch sein.

Weltweit erste Wasserstofftankstelle für Passagierzüge

Vor einiger Zeit hatte ich Ihnen auch schon von der weltweit ersten Wasserstofftankstelle für Passagierzüge berichtet: Der Industriegase-Spezialist Linde wird in der Nähe des Bahnhofs Bremervörde im Auftrag der Landesnahverkehrsgesellschaft Niedersachsen (LNVG) eine Wasserstoff-Tankstelle errichten und betreiben.

Weitere Projektpartner sind der Schienenfahrzeugbauer Alstom, das Land Niedersachsen und die Eisenbahnen und Verkehrsbetriebe Elbe-Weser. Das Projekt erhält im Rahmen des Nationalen Innovationsprogramm Wasserstoff- und Brennstoffzellentechnologie eine Förderung im Bereich von 4,3 Mio. Euro.

Mit einer Kapazität von rund 1.600 kg Wasserstoff pro Tag handelt es sich bei der nun geplanten Wasserstofftankstelle um eine der nominell größten der Welt. Ab Anfang 2022 sollen dort von Alstom gelieferte wasserstoffbetriebene Regionalzüge täglich und bei Bedarf rund um die Uhr betankt werden.

Die Züge können dann dank der großen Reichweite pro Tankfüllung den ganzen Tag lang emissionsfrei unterwegs sein. Meine Aktien-Favoriten aus dem Wasserstoff-Sektor finden Sie in meinem Börsendienst „Der Depot-Optimierer“.

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Rolf Morrien
Von: Rolf Morrien. Über den Autor

Rolf Morrien ist einer der renommiertesten Börsenexperten Deutschlands und teilt seine Expertise bereits seit rund 20 Jahren als Chefredakteur von „Morriens Depot-Brief“ (für den erfolgreichen Börsenstart), dem „Depot-Optimierer“ (Vermögensaufbau mit Value-Ansatz) und von „Rolf Morriens Power Depot“ (dynamisches Trading-Depot) sowohl mit Börseneinsteigern als auch mit ambitionierten Privatanlegern.

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