Alstria Office hebt nach guten Zahlen die Prognose an

Es war die Meldung des Tages an der Börse: Die Fluggesellschaft Air Berlin stellt einen Insolvenz-Antrag.

Den deutschen Aktienmarkt hat das jedoch nicht erschüttert.

Air-Berlin-Insolvenz kam nicht unverhofft

Die Pleite war erwartet worden, denn die Air-Berlin-Aktie notierte schon vorher unter der 1-€-Marke. Nur der Zeitpunkt der Pleite war eine Überraschung.

Großer Gewinner der Pleite könnte Konkurrent Lufthansa werden. Daher legte die Lufthansa-Aktie heute kräftig zu.

Während die Air-Berlin-Aktie schon seit Monaten nur noch ein „Zocker-Papier“ gewesen ist, liefern andere Firmen aus der 2. Börsen-Reihe mehrheitlich positive Nachrichten:

Nachdem ich Ihnen zuletzt bereits einige Industrie-Unternehmen aus dem MDax vorgestellt habe, beschäftigen wir uns heute und morgen mit 2 Immobilien-Spezialisten.

Den Anfang macht Alstria Office REIT:

Das steckt hinter Alstria Office

Die Alstria Office REIT-AG ist nach eigenen Angaben in ihrem Bereich „der führende Immobilien-Manager in Deutschland und konzentriert sich ausschließlich auf deutsche Büro-Immobilien in ausgewählten Märkten“.

Hierauf basiert die Strategie des im Januar 2006 gegründeten und im Oktober 2007 an die Börse gebrachten Immobilien-Spezialisten:

auf dem Besitz und dem aktiven Management der Bestands-Immobilien über ihren gesamten Lebens-Zyklus.

Alstria mit guten Zahlen und gewinnbringendem Verkauf

Alstria hat im 1. Halbjahr 2017 einen Miet-Umsatz von 93,3 Mio. € erzielt, was einen Rückgang von 8,6% gegenüber dem Vorjahres-Zeitraum, aber keinen Grund zur Sorge bedeutet.

Denn dieser Rückgang resultiert nicht aus einer operativen Schwäche, sondern aus dem Verkauf von nicht-strategischen Immobilien im 2. Halbjahr 2016.

Trotz niedrigerer Miet-Umsätze sank das operative Ergebnis (FFO = die in der Immobilien-Branche wichtigste Ergebnis-Kennzahl) nur leicht um 1,3% auf 56,6 Mio. €.

Die deutliche Verbesserung der FFO-Marge von 56,2% im 1. Halbjahr 2016 auf zuletzt 60,6% basierte im Wesentlichen auf weiter gesunkenen Finanzierungs-Kosten.

Mit anderen Worten: Die Zins-Belastung ist weiter gesunken.

Der Netto-Gewinn belief sich in den ersten 6 Monaten dieses Jahres auf 78,6 Mio. €.

Der starke Zuwachs um +48,8% resultierte aus einem Bewertungs-Gewinn in Höhe von 23,3 Mio. € im Zusammenhang mit dem Verkauf der Kaisergalerie in Hamburg.

Höhere Prognose für das laufende Geschäftsjahr

Alstria erhöht die Prognose für das Gesamtjahr 2017 auf einen erwarteten Umsatz von 193 Mio. € (bisher: 185 Mio. €) und einen erwarteten FFO (nach Minderheits-Anteilen) in Höhe von EUR 113 Mio. € (bisher: 108 Mio. €).

Dies basiert auf dem Ergebnis des 1. Halbjahres 2017, erfolgreicher Vermietungen und der Erstkonsolidierung (erstmalige bilanzielle Berücksichtigung) von 13 neu erworbenen Immobilien zum 1. Juli 2017

Ich sehe keine Blasenbildung am deutschen Gewerbe-Immobilienmarkt (der BrExit kann sogar zu einer verstärkten Nachfrage nach deutschen Immobilien sorgen).

Zudem ist in der Euro-Zone von steigenden Zinsen weit und breit keine Spur. Und so halt ich die Alstria-Aktie weiterhin für spannend.

Die ganz großen Kurssprünge dürften in dieser Branche zwar kurzfristig ausbleiben.

Doch es reicht allein schon die hohe Dividendenrendite aus, die zuletzt bei rund 4,4% lag, damit die Alstria-Aktie einen Blick wert bleibt.

Wenn Sie auf der Suche nach einem soliden Dividenden-Zahler sind, sollten Sie Alstria daher als ein potenzielles Investment in Betracht ziehen.


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15. August 2017

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Rolf Morrien. Über den Autor

Rolf Morrien ist nicht nur Chefredakteur von „Morriens Einsteiger-Depot“, dem „Depot-Optimierer“, von „Das Beste aus 4 Welten“ und von „Rolf Morriens Power Depot“, er ist auch einer der renommiertesten Börsenexperten Deutschlands.

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