Am Ende gewinnt immer die Bank – und Sie!

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Der Glücksspielmarkt gehört weltweit zu den größten Wachstumsbranchen - lesen Sie hier mehr über einige Favoriten. (Foto: Jirapong Manustrong / Shutterstock.com)

„Am Ende gewinnt immer die Bank“ – diesem Satz, der oft im Zusammenhang mit Casinos fällt, stimmen die meisten Experten zu.

In der Konsequenz eröffnet sich hier aber für clevere Anleger eine sehr interessante Gewinnchance.

Der Reihe nach: Der Glücksspiel-Markt gehört weltweit zu den größten Wachstumsbranchen.

Laut des Global Gambling Reports der Beratungsgesellschaft GBGC setzte die globale Glücksspielb-Banche im Jahr 2014 rund 450 Mrd. Dollar um – das ist eine Umsatzverdopplung innerhalb von 10 Jahren.

Dies ist ein Trend, von dem auch bet-at-home.com in den vergangenen Jahren deutlich profitiert hat.

Anfang 2000 gestartet, zählt das österreichische Unternehmen heute mit über 4,1 Mio. registrierten Kunden, 400.000 aktiven Teilnehmern und einem Spielvolumen von mehr als 2 Mrd. € zu den größten europäischen Online-Sportwettanbietern.

Umsatz und Gewinn wachsen 2-stellig

2014 erzielte bet-at-home.com einen Umsatz in Höhe von 2,14 Mrd. € – rund 17% mehr als 2013. Der Rohertrag, die wichtigste Kennzahl in der Online-Gaming-Branche, stieg im gleichen Zeitraum von 85 auf 107 Mio. €.

Der Gewinn vor Zinsen und Steuern (Ebit) sprang um knapp 80% auf 25,8 Mio. € nach oben.

Bei bet-at-home.com sind Sportwetten das Kerngeschäft. Natürlich spielt auch hier König Fußball die Hauptrolle. Zusätzlich kann man in vielen weiteren Sportarten, u. a. Tennis, Eishockey, Rugby oder Darts, seinen Tipp abgeben.

Die Sportwetten waren 2014 für gut 53% des Rohertrags zuständig, auch wenn sie lediglich 27% des gesamten Umsatzes erzielten.

Neben den Wetten ist das Online-Casino das zweite wichtige Geschäftsfeld von bet-at-home.com.

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Mit klassischen Casino-Spielen wie Roulette und Black Jack erzielte das Unternehmen im vergangenen Jahr fast 40% des gesamten Rohertrags. Den Rest des Rohertrags steuerte eine Vielzahl an virtuellen Spielen, Live-Games, Einzel- und Gruppenspielen bei.

Was für bet-at-home.com aktuell spricht, ist die stetig wachsende Profitabilität des Unternehmens. In diesem Jahr senkte bet-at-home.com seine Werbe- und Marketing-Kosten deutlich.

Dennoch stieg im 1. Halbjahr 2015 die Zahl der registrierten Kunden im Vergleich zum Vorjahr um 300.000 auf 4,1 Mio.

Hohe Eigenkapitalquote

Wichtig: Die Österreicher ruhen sich nicht mehr auf den gewonnen Kunden aus, sondern versuchen mittlerweile, deutlich mehr Umsatz mit jedem einzelnen Kunden zu erzielen.

Gezielte Investitionen in die Kundenmanagement-Systeme sollen dazu führen, dass mehr Nutzer nach ihrer ersten Wette bei bet-at-home.com einen weiteren Einsatz wagen.

Momentan spielt jeder 5. Kunde nur einmal. Das Potenzial für weiter steigende Einnahmen ist also gegeben. Zudem ist das Unternehmen fundamental sehr gut aufgestellt.

Das Eigenkapital stieg im 1. Halbjahr 2015 um gut 10% auf 74,4 Mio. € – die Eigenkapitalquote beträgt hervorragende 71,4%.

Kein Wunder, dass das noch verhältnismäßig junge Unternehmen bereits mit einer soliden Dividendenzahlung aufwarten kann:

In diesem Jahr schüttete bet-at-home.com 1,20 € je Aktie an seine Aktionäre aus – 50% mehr als im Vorjahr. Aktuell beläuft sich die Dividendenrendite auf 1,48%.

Schließlich ist die bet-at-home.com-Aktie mit einem Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) von 13 äußerst niedrig bewertet.

Der Blick auf Wettbewerber wie Bwin.party (KGV von 25), Ladbrokes (22) oder Betsson (19) zeigt, dass für die bet-at-home.com-Aktie noch deutlich Luft nach oben ist.


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Philipp Ley
Von: Philipp Ley. Über den Autor

Philipp Ley ist ausgebildeter Wirtschaftsjournalist mit Stationen u. a. bei n-tv, Financial Times Deutschland, Rheinischen Post und der Aktien-Analyse. In den vergangenen zwölf Jahren hat er zudem als Kommunikations- und Investor-Relations-Berater zahlreiche Geschäftsberichte erstellt: für kleinere aufstrebende Unternehmen ebenso wie für Börsenschwergewichte.