Amadeus Fire: Eine Dividendenperle

Aktien mit hoher Dividendenrendite sind beliebt bei Anlegern, die mit Kapitalerträgen einen Teil ihres Lebensunterhalts bestreiten oder ihre Rente aufpolieren. Zusätzliche Bedeutung gewinnen die Dividenden durch die historisch niedrigen Renditen klassischer Staatsanleihen. Wer im aktuellen Börsenumfeld nach Aktien mit hoher Dividende sucht, wird bei Nebenwerten noch immer fündig. Einer davon ist Amadeus Fire.

Amadeus FiRe: Der Spezialist für Arbeitsvermittlung

Gegründet wurde die Amadeus Gesellschaft für Zeitarbeit und Arbeitsvermittlung im November 1990 durch Birgit Rinka, Angelika Baumann und Marie-Luise Köster. 1996 erwarb die Amadeus GmbH sämtliche Geschäftsanteile der FiRe AG für Zeitarbeit und Arbeitsvermittlung. Vor dem Hintergrund des Börsengangs wurde die Amadeus GmbH im Juni 1998 in eine Aktiengesellschaft umgewandelt. 2010 wurde die Aktie in den Sdax der Frankfurter Wertpapierbörse aufgenommen.

Spezialist für kaufmännische Bereiche

Heute ist Amadeus FiRe ein Personaldienstleistungsunternehmen und auf die Überlassung und Vermittlung von Fach- und Führungskräften für kaufmännische Bereiche, insbesondere für das Finanz- und Rechnungswesen, aber auch für den Bereich Office, Banking und den IT-Bereich spezialisiert. Zusätzlich zur Arbeitnehmerüberlassung tritt das Unternehmen auch als Arbeitsvermittler auf und erbringt alle Beratungsleistungen, die für eine permanente Besetzung von Fach- und Führungspositionen erforderlich sind.

Solider Zuwachs

In den ersten neun Monaten 2013 steigerte Amadeus FiRe den Umsatz um 3,6% auf 105,8 Mio. €. Dabei konnten in allen Dienstleistungsbereichen die Umsätze im Vergleich zum Vorjahr gesteigert werden. Hierbei ist zu berücksichtigen, dass im Berichtszeitraum ein fakturierbarer Tag weniger als im Vorjahr zur Verfügung stand.

Bruttoergebnis legt zu

Das Bruttoergebnis legte um 2,8% auf 44,8 Mio. € zu. Die entsprechende Bruttomarge liegt mit 40,5% allerdings 1,1 Prozentpunkte unter dem Vorjahreswert. Der Margeneffekt ist im Wesentlichen auf den entgangenen Umsatz durch den einen weniger zu fakturierenden Tag zurückzuführen sowie auf einen bundesweit außerordentlich hohen Krankheitsstand bei den Zeitarbeitsmitarbeitern im 1. Quartal. Positiv wirkten die überproportional gestiegenen Umsätze der Dienstleitungen Personalvermittlung sowie Fort- und Weiterbildung mit hohen Rohertragsspannen.

Gewinn auf Vorjahresniveau

Die Vertriebs- und Verwaltungskosten erhöhten sich um 3,6% auf 27,7 Mio. €. Der Anstieg resultiert im Wesentlichen aus erhöhten Aufwendungen für Weiterbildungsmaßnahmen und für die EDV. Das operative Ergebnis (EBITA) konnte dennoch leicht um 1,9% auf 17,1 Mio. € gesteigert werden. Die EBITA-Marge belief sich damit auf 16,2% gegenüber 16,5% im Vorjahr. Bereinigt um den Effekt durch einen fakturierbaren Tag weniger, liegt der Nachsteuergewinn mit 2,18 € je Aktie genau auf dem Vorjahresergebnis.

Verlässlicher Dividendenzahler

Ein verlässlicher Dividendenzahler ist Amadeus Fire auch deshalb, weil große Investitionen in diesem Geschäftsfeld die Ausnahme sind. Daher schüttet das Unternehmen seit 2011 den kompletten Jahresgewinn aus. Das ist ungewöhnlich, im Fall Amadeus aber vertretbar, da das Unternehmen auf Bargeld von 30 Mio. € sitzt. Die Dividende von Amadeus für das laufende Jahr wird zwar unter dem Vorjahresniveau liegen, die Rendite aber weiterhin zu den höchsten am deutschen Aktienmarkt zählen.

2. Dezember 2013

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Von: Volker Gelfarth. Über den Autor

Der Diplom-Ingenieur lernte die Schwächen und Stärken eines Unternehmens selbst als Manager kennen, bevor er sich voll und ganz der Value-Analyse widmete. Er ist Chefredakteur für die Dienste Aktien-Analyse, Gelfarths Dividenden-Letter, Gelfarths Premium-Depot und Strategisches Investieren.

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