Amadeus Fire: Personal-Dienstleister erhöht Prognose

Der US-amerikanische Aluminium-Konzern Alcoa, der traditionell den Startschuss zur neuen Berichts-Saison gibt, hat gestern mit seinen Quartalszahlen für eine Enttäuschung gesorgt.

Die Alcoa-Zahlen drückten auch den deutschen und den US-amerikanischen Aktienmarkt nach unten und belasteten später auch die Börsen in Asien.

Deutlich besser sieht es beim mittelständischen deutschen Personal-Dienstleister Amadeus Fire aus. Dort lief es zuletzt besser als erwartet.

Daher hat der Vorstand von Amadeus Fire gestern die Prognose für das laufende Geschäftsjahr angehoben.

Bevor ich gleich auf die neue Prognose und die jüngsten Zahlen von Amadeus eingehe, stelle ich Ihnen das Unternehmen kurz vor.

Denn ich gehe nicht davon aus, dass jeder von Ihnen einen Überblick darüber hat, was Amadeus Fire genau macht.

Amadeus Fire im Kurzportrait

Die Amadeus Fire AG ist ein im kaufmännischen und im IT-Bereich spezialisiertes Personaldienstleistungs-Unternehmen für Zeitarbeit, Personal-Vermittlung und Interim-Management.

Amadeus Fire bietet Personal-Lösungen durch die Überlassung und die Vermittlung von Fach- und Führungskräften in den Bereichen Accounting, Office, Banking und IT-Services.

Zusammen mit den konzerneigenen Tochtergesellschaften bietet das Unternehmen zudem Fort- und Weiterbildungen in den Bereichen:

  • Steuer-, Rechnungswesen und Controlling,
  • sowie Internationale Rechnungslegung,
  • Human Resources,
  • Arbeitsrecht
  • und Informations-Technologie an.

Die Amadeus Fire AG hat ihren Hauptsitz in Frankfurt am Main und ist in Deutschland insgesamt an 19 Standorten tätig.

Nach eigenen Angaben ist das Unternehmen einer der führenden Personal-Dienstleister am Standort Deutschland.

Die Halbjahres-Zahlen von Amadeus Fire

In den ersten 6 Monaten des Geschäftsjahres 2016 erreichte Amadeus Fire einen Umsatz von 83,53 Mio. €. Damit stieg der Umsatz um 1,6% gegenüber dem Vorjahreswert von 82,25 Mio. €.

Allerdings lag das auch daran, dass es im 1. Halbjahr 2016 kalendarisch bedingt 2 abrechenbare Tage mehr gab als im Vorjahr.

Der Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITA) für das 1. Halbjahr betrug 12.71 Mio. €. Das letztjährige EBITA in Höhe von 11.47 Mio. € wurde damit um 10,8% übertroffen.

Der Ergebnis-Effekt aus den 2 zusätzlich abrechenbaren Tagen betrug rund 1,0 Mio. €. Die EBITA-Marge stieg um 1,3% auf 15,2%.

Die neue Prognose im Überblick

Bisher erwartete das Unternehmen im laufenden Jahr einen Rückgang beim EBITA von 5 – 10% im Vergleich zum Vorjahr (Vorjahreswert: 28,7 Mio. €).

Jetzt geht man davon aus, dass das EBITA auf Höhe des Vorjahres-Wertes liegen wird.

Der Umsatz in der Personal-Vermittlung hat sich zuletzt positiv entwickelt. Außerdem stabilisiert sich die Auftragslage in der Zeitarbeit.

Zudem verschiebt das Unternehmen IT-Aufwendungen für eine neue Vertriebs-Software auf das Frühjahr 2017, da es leichte Verzögerungen beim Aufbau der Vertriebs-Organisation gibt.

Im Sommer 2015 notierte die Amadeus-Fire-Aktie bei über 90 €, rutschte dann jedoch auf unter 55 € ab.

Auf dem derzeitigen Kursniveau von rund 65 € kommt Amadeus auf ein Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) für das laufende Jahr von unter 20.

Damit ist die Aktie zwar noch kein Schnäppchen, bietet augenblicklich aber wieder etwas mehr Aufwärts-Potenzial.

12. Oktober 2016

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Tobias Schöneich. Über den Autor

Tobias Schöneich, Jahrgang 1982, begeistert sich seit der Jahrtausendwende und somit seit den Zeiten des New-Economy Booms für das Thema Börse und alles unmittelbar damit Verbundene.

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