Amadeus FiRe Top, Monster Worldwide Flop

Amadeus FiRe blieb 2014 voll auf Erfolgskurs und hat seinen Umsatz um 13,4% auf 161 Mio € gesteigert.

Der Gewinn legte sogar um 19,1% auf 17,7 Mio € zu. Dabei profitierte Amadeus gleich doppelt vom digitalen Geschäft. Einerseits sind Fachkräfte im IT-Bereich gefragter denn je. Das Vermittlungsaufkommen ist in den letzten Jahren deutlich gestiegen.

Zum anderen verfügt Amadeus über eine riesige Datenbank. Diese fungiert als digitales Vermittlungsraster und gleicht die Nachfrage nach bestimmten Fachkräften mit den zur Verfügung stehenden Arbeitnehmern ab.

Im Branchenvergleich starke Entwicklung erwartet

Für das laufende Geschäftsjahr rechnet Amadeus mit einer abgeschwächten, aber im Branchenvergleich immer noch starken Entwicklung. Vor allem bei den klassischen Personaldienstleistungen erwartet der Konzern deutliche Wachstumsimpulse.

Zugleich soll in den Ausbau des operativen Geschäfts investiert werden, um die Marktführerschaft weiter auszubauen. Im Segment der Fort- und Weiterbildung setzt Amadeus auf verbesserte Vertriebs- und Marketingaktivitäten.

Zudem sollen neue Produkte das bestehende Lehrgangs- und Seminarangebot ergänzen. Bei der Personalvermittlung konzentriert sich Amadeus dagegen stärker auf das Projektmanagement.

Im Wesentlichen sind Investitionen in das eigene Personal geplant. Es soll ein Vertriebsnetz aufgebaut werden, das die erfolgreiche Geschäftsentwicklung langfristig sicherstellen soll. Dazu sind auch einige Personalveränderungen geplant.

Unternehmensporträt

Amadeus FiRe ist als Personal-Dienstleister auf qualifizierte kaufmännische Fach- und Führungskräfte mit Schwerpunkt Finanz- und Rechnungswesen spezialisiert.

In den Bereichen Zeitpersonalservice, Personalvermittlung und Interims-Management unterstützt Amadeus FiRe deutsche und international renommierte Unternehmen bundesweit mit qualifizierten Fach- und Führungskräften.

Monster Worldwide kann sich nicht aus der Abwärtsspiral befreien

Monster Worldwide befindet sich in einer Abwärtsspirale und hat es 2014 nicht geschafft, aus der defizitären Entwicklung auszubrechen.

Trotz der verbesserten Welt-Konjunktur und der günstigen Arbeitsmarktlage in den USA musste ein Umsatzrückgang von 4,7% auf 770 Mio $ verkraftet werden. Hinzu kamen hohe Sonderbelastungen und Abschreibungen.

Die Kosten wachsen dem Konzern über den Kopf

Ein Gewinn konnte wieder nicht erwirtschaftet werden und ist auch langfristig noch nicht in Sicht. Allerdings konnten die Verluste von 482 Mio auf 289 Mio $ reduziert werden.

Mit der neuen Strategie „All the People, All the Jobs“ erhofft sich Monster wieder frische Wachstumsschübe in der Arbeitsplatzvermittlung. Wir sind eher skeptisch, denn das Online-Geschäft ist schwer umkämpft. Besonders bei den Jobportalen herrscht ein Überangebot.

Das drückt den Preis und macht das operative Geschäft unprofitabel. Zudem sehen private Nutzer die Jobbörsen als Selbstverständlichkeit an und sind nicht bereit, eine Gebühr für die Nutzung zu entrichten. Die Portale müssen also vollständig werbefinanziert werden.

Die einstellenden Unternehmen zahlen in der Regel keine oder keine nennenswerte Provision. Genau auf diese Geschäftspartner möchte sich Monster aber stärker spezialisieren.

Mit einem schnelleren, individualisierten und effizienteren System soll besser auf die einzelnen Kundenbedürfnisse eingegangen werden. Ob die Unternehmen auch bereit sind, dafür einen Aufpreis zu zahlen, bleibt fraglich.

Unternehmensporträt

Monster Worldwide ist ein weltweit führender Personalvermittler. Das Unternehmen betreibt unter Monster.com das weltweit größte Karriere-Netzwerk-Portal im Internet, auf dem Stellenanzeigen platziert werden können.

Zudem ist Monster die weltweit führende Werbe-Agentur für die Mitarbeiter-Anwerbung. Das Unternehmen bezieht für seine Dienste Gebühren und Werbeeinnahmen. Niederlassungen in Nordamerika, Asien und Europa.

22. Mai 2015

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Volker Gelfarth. Über den Autor

Der Diplom-Ingenieur lernte die Schwächen und Stärken eines Unternehmens selbst als Manager kennen, bevor er sich voll und ganz der Value-Analyse widmete. Er ist Chefredakteur für die Dienste Aktien-Analyse, Gelfarths Dividenden-Letter, Gelfarths Premium-Depot und Strategisches Investieren.

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