Amazon-Aktie: Internetgigant prüft Megadeal in Indien

Amazon-Aktie: Internetgigant schielt auf Übernahme in Indien und will Marktposition deutlich ausbauen. Walmart könnte Amazon Strich durch die Rechnung machen (Foto: Hadrian / Shutterstock.com)

In den vergangenen Tagen machte die Amazon-Aktie von sich reden. Denn der US-Präsident Donald Trump wettert kräftig gegen den Online-Riesen. Schon im Wahlkampf ging Trump mit dem Amazon-Konzernchef Jeff Bezos auf Konfrontationskurs. Kein Wunder: Immerhin gehört Bezos die regierungskritische Zeitung „Washington Post“. Jetzt aber wirft Trump dem Internethändler vor, den Einzelhandel zu stark unter Druck zu setzen und zu wenig Steuern zu zahlen.

Den Amazon-Kurs haben die diversen Twitter-Botschaften des Präsidenten unter Druck gesetzt. Um knapp 12% ging es mit den Papieren in den vergangenen Tagen in den Kellern. Damit reduzierte sich der Börsenwert um beinahe 130 Milliarden Dollar.

Doch nicht nur die Trump-Konfrontation bestimmte zuletzt das Bild. Auch operativ tut sich einiges bei dem weltgrößten Internethändler. Denn Gerüchten zufolge könnte Amazon die Übernahme seine Rivalen Flipkart in Indien planen.

Amazon prüft Übernahme des indischen Marktführers

Wie Sie es von Amazon kennen, handelt es sich auch bei der potenziellen Übernahme in Indien um keine kleine Nummer. Marktberichten zufolge ist der Konzern an dem Unternehmen Flipkart interessiert. Sie müssen wissen: Flipkart wurde 2007 von zwei ehemaligen Amazon-Angestellten gegründet und kontrolliert mittlerweile den Marktforschern von Forrester zufolge fast 40% des indischen Online-Einzelhandels.

Laut den letzten verfügbaren Zahlen kletterten die Umsätze des Konzerns um knapp ein Drittel auf 3,09 Milliarden Dollar (Geschäftsjahr bis zum 31. März 2017). Laut Zeitungsberichten könnte der Flipkart -Deal das Unternehmen mit 21 Milliarden Dollar bewerten.

Indien bietet riesiges Marktpotenzial

Die Chancen auf dem indischen Markt schätzen Experten als ausgesprochen hoch ein. Während in den USA bereits 9% aller Einzelhandelskäufe über das Internet abgewickelt werden, sind es in Indien gerade einmal 2%. Laut Schätzungen könnte sich der indische Internethandel auf ein Marktvolumen von 52 Milliarden Dollar bis 2022 mehr als verdoppeln.

Die Investmentbank Morgan Stanley rechnet sogar mit einem Marktvolumen von 200 Milliarden Dollar bis zum Jahr 2027. Für Sie zum Vergleich: In 2017 wurden gerade einmal gut 20 Milliarden Dollar an Handel über das Internet in Indien abgewickelt. Dabei dürfte zukünftig vor allem die aufstrebende Mittelschicht in Indien für Rückenwind sorgen.

Walmart sagt Amazon den Kampf an

Flipkart weckt offenbar nicht nur bei Amazon Begehrlichkeiten. Auch der Einzelhandels-Riese Walmart hat ein Auge auf das Unternehmen geworfen. Laut der indischen Zeitung Mint will sich der US-Konzern 55% des Internethändlers sichern. Hinter Flipkart stehen eine Reihe von Finanzinvestoren wie Tiger Global Management, Accel Partners, IDG Ventures oder Napsters, die sich offenbar von Anteilen trennen möchten.

Walmart ist unter Zugzwang. Die Expansionspläne von Amazon bringen den Einzelhändler immer stärker in Bedrängnis. Der Aktienkurs ist zuletzt von 110 Dollar auf 87 Dollar in den Keller gerutscht. Allerdings besteht die Gefahr, dass der Konzern sich verzettelt. Erst vor wenigen Tagen machten Gerüchte die Runde, das Walmart in das Versicherungsgeschäft einsteigt.


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Von: Richard Mühlhoff. Über den Autor

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