AMD Aktie: Aktuelle Quartalszahlen sind draußen

Diese Woche wurden die neuen Zahlen des Chip-Herstellers AMD veröffentlicht.

Lesen Sie aus diesem Anlass bei uns alles Wissenswerte über die Hintergründe.

Die Geschichte von AMD

AMD (Advanced Micro Devices) wurde 1969 unter dem Namen „Sanders Association“ von Jerry Sanders und Ed Turney gegründet.

Ab 1973 begann die Expansion in Länder außerhalb der USA, so wurde ein Werk in Malaysia errichtet. 1975 startete AMD die Produktion von Speicherchips und 1979 ging das Unternehmen mit seiner Aktie an die Börse.

Im selben Jahr wurde eine Lizenz von Intel zur Herstellung einer bestimmten Prozessorserie erworben.

Als diese im Jahr 1986 gekündigt wurde, führte dies zu einem Rechtsstreit mit dem Konkurrenten.

AMD heute

Heutzutage gehört AMD neben seinem großen Konkurrenten Intel zu den weltweit führenden Entwicklern und Produzenten von Computer-Hardware.

Längt sind nicht nur Speicher- und Rechenchips im Programm, sondern ebenfalls Grafiklösungen und Netzwerktechnologie. Das Unternehmen hat seinen Hauptsitz in Sunnyvale, Kalifornien.

Im Januar 2011 trat Dirk Meyer von seinen Funktionen bei AMD zurück.

Nach Monaten kommissarischer Führung durch den CFO Thomas Seifert ernannte AMD im August 2011 den ehemaligen Lenovo-Manager Rory P. Read zum neuen CEO.

AMD beschäftigt heute ungefähr 11.000 Mitarbeiter, der Umsatz lag im Jahre 2010 bei 6,49 Milliarden US-Dollar.

Die Erwartungen vorab

Bereits vor der Bekanntgabe der genauen Zahlen gab es einige fundierte Expertenanalysen darüber, was man von der Aktie erwarten darf – und was nicht.

Im vierte Geschäftsquartal 2011 verzeichneten alle Hersteller von Hardware einen generellen Rückgang der internationalen Computerverkäufe um 1,4 Prozent verglichen mit dem Vorjahr.

Dieser Rückgang in den großen Märkten wie den USA und Europa wurde nicht einmal durch den stetigen Anstieg der Exporte in die Emerging Markets ausgeglichen.

Dazu ist allerdings anzumerken, dass AMD durch traditionell geringere Preise als der Konkurrent Intel seine Mikroprozessoren für gewöhnlich auch in schwächeren Perioden gut verkaufen kann.

Hinzu kommt die Flutkatastrophe in Thailand im letzten Oktober, die zu einem Versorgungsengpass auf dem Sektor der Speichermedien führte.

Im letzten Quartal kündigte AMD außerdem Kürzungen der Belegschaft von ungefähr 10 Prozent an.

Laut Angaben des Unternehmens sollen so bis zum Ende des Jahres schätzungsweise 128 Millionen Dollar eingespart werden.

Hinzu kommen dann noch Einsparungen durch Programme, die das AMD-Management als „Betriebliche Effizienzsteigerung“ bezeichnet – nach ersten Verlautbarungen noch einmal um die 90 Millionen Dollar.

Aktuell: Rote Zahlen bei AMD

Der tatsächliche Stand sieht jetzt allerdings noch bedrückender aus. Im Schlussquartal fiel insgesamt ein Verlust von177 Millionen Dollar an, umgerechnet etwa 136 Millionen Euro.

Im Vorjahreszeitraum hatte hier noch ein Gewinn von 375 Millionen Dollar gestanden.

Der Umsatz stieg um 2 Prozent auf 1,7 Milliarden Dollar, allgemein war allerdings ein höheres Ergebnis erwartet worden.

Und die Konsequenz ließ natürlich nicht lange auf sich warten: Nachbörslich fiel die Aktie um 2 Prozent.

Bei PC-Prozessoren muss AMD wohl weiterhin mit der Übermacht des Marktführers Intel fertig werden.

25. Januar 2012

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Von: David Gerginov. Über den Autor

David Gerginov publizierte unter anderem zum Thema Schuldenbremse und beschäftigt sich heute mit allen Fragen rund um Wirtschaft, Politik und Finanzen.

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