Amerikanischer Experte warnt vor Niedriglöhnen in Deutschland

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Die auf den ersten Blick stabile deutsche Wirtschaft steht auf tönernen Füßen – das erkennen immer mehr Experten auch aus dem Ausland. (Foto: phongphan / Shutterstock.com)

Jetzt wird es für Sie immer deutlicher: Die wirtschaftliche Lage in Deutschland ist nicht so stabil, wie es Ihnen Politiker und Medien darstellen.

Der Präsident des renommierten amerikanischen Peterson Institute for International Economics, Adam S. Posen hat jetzt in einem Interview die angeblich gute wirtschaftliche Lage Deutschlands bezweifelt.

Er sagte darin, dass die derzeitige Konkurrenzfähigkeit Deutschlands überwiegend auf einem breiten Niedriglohnsektor und prekären Arbeitsverhältnissen beruhe.

Billige Arbeit sei der Hauptgrund für den Exporterfolg Deutschlands in den letzten 12 Jahren. Demgegenüber sei der Anteil von Forschung und Investitionen ständig zurückgegangen.

Und eine Äußerung von Posen sollte tatsächlich aufhorchen lassen. So ist inzwischen in Deutschland der Anteil an Investitionen der niedrigste der G7 Länder. Dabei hat gerade die deutsche Innovationskraft in der Welt einen hervorragenden Ruf.

Doch das hat sich in den vergangenen Jahren geändert. Das liegt auch daran, weil deutsche Innovationen in anderen Ländern weiter entwickelt wurden und nun den deutschen Anbietern mit günstigen Produkten das Leben schwer gemacht wird.

Hier fällt mir direkt die Solarindustrie als Beispiel ein. Ausgehend vom Erfolg in Deutschland wurde dann auch in China die Produktion massiv ausgeweitet – auch mit Hilfe von hochwertigem deutschem Know-How in Form von Produktionsanlagen.

Mittlerweile produzieren die chinesischen Anbieter deutlich günstiger bei annähernd gleicher Qualität.

Die Folgen sind dramatisch: Selbst ehemalige Marktführer wie Solarworld kämpfen mit riesigen Schuldenbergen. Andere Solarfirmen sind mittlerweile komplett vom Markt verschwunden.

Vorsicht: Wohlstand bei uns steht auf tönernen Füßen

Das ist nur ein Beispiel und daran sehen Sie: Der momentan vorhandene Wohlstand in Deutschland steht auf tönernen Füßen und ist letztlich nicht nachhaltig, weil in einer globalisierten Welt immer größere Herausforderungen auf die deutschen Unternehmen warten.

Vor allem sehen Sie, dass die inländische Massenkaufkraft – auf deren Bedeutung ich Sie immer hinweise – durch sinkende Real-Löhne rückläufig ist.

Solange der Export noch läuft, lassen sich solche Fehler kaschieren – bricht jedoch der Export in einer weltweiten Wirtschaftskrise zusammen, dann wird gerade die angebliche „Insel der Seligen“, Deutschland massive Probleme bekommen.

Doch diese kritische Seite sieht heute kaum jemand. Auch in den Medien finden solche kritische Betrachtungen kaum noch statt. An der oft unbequemen Wahrheit ist eben die Masse der Bevölkerung nicht wirklich interessiert.

Sie sehen daran: Die momentan scheinbar stabile Lage in Deutschland ist nur vorübergehend.

Es ist wichtig für Sie, sich gegen einen meiner Einschätzung nach kaum noch abzuwenden Crash abzusichern. Wie Sie das am besten tun, erfahren Sie regelmäßig an dieser Stelle in meinem Newsletter.

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Günter Hannich
Von: Günter Hannich. Über den Autor

Günter Hannich, Bestseller-Autor und gefragter Experte auf dem Gebiet Kapitalschutz, unter anderem bei n-tv. Er steht mit dem „Crash Investor“ ab sofort zur Verfügung, um sein persönliches Wissen zu teilen. Für Ihre ­Sicherheit.

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