Amgen koopiert mit Glaxo: Vermarktung von Denosumab

Nach der Ankündigung seines neuen Hoffnungsträgers, Denosumab, wuchs der Aktienkurs des Biotech-Riesen Amgens im zweistelligen Bereich.

Der weltgrößte Biotech-Konzern Amgen will seinen Hoffnungsträger Denosumab, ein Mittel gegen Knochenkrebs und Osteoporose, gemeinsam mit dem Pharma-Unternehmen GlaxoSmithKline vermarkten.

Nachdem Amgen erste Studien zu Denosumab veröffentlichte, wuchs der Aktienkurs zweistellig. Die Vermarktung geht Amgen gemeinsam mit dem Pharma-Riesen GlaxoSmithKline an.

Amgens Milliardenbringer gegen Krebs

Amgen ist das weltweit größte unabhängige Biotechnologie-Unternehmen mit etwa 17.000 Mitarbeiter weltweit. Das Ziel des Unternehmens ist es, die bislang unbesiegbare Krankheiten behandeln zu können.

Die Münchner Tochtergesellschaft – die Amgen GmbH – ist seit 1989 die Schaltzentrale für die Arbeit von Amgen in Deutschland.

Mit Denosumab hat Amgen einen potenziellen Milliardenbringer in der Pipeline: Das Medikament soll gegen Knochenkrebs und postmenopausale Osteoporose eingesetzt werden.

Bei einer postmenopausalen Osteoporose handelt es sich um eine Alterserkrankung der Knochen, durch die sie anfälliger für Brüche werden und die Frauen nach der Menopause betrifft. Bei 80 Prozent aller Osteoporosen handelt es sich um postmenopausale Osteoporosen.

GlaxoSmithKline übernimmt Amgens Vertrieb für Schwellenländer

Während Amgen das Medikament in Nordamerika und Kanada vermarkten will, hat sich GlaxoSmithKline (GSK) die Vertriebsrechte für Schwellenländer gesichert.

GlaxoSmithKline ist ein weltweit führendes, forschungsorientiertes Gesundheitsunternehmen, das sich auf die Entwicklung innovativer Arzneimittel spezialisiert hat.

Die Arbeitsschwerpunkte des Unternehmens sind breit gefächert: von der Prävention über die Behandlung von akuten und chronischen Erkrankungen bis zur Therapie von lebensbedrohlichen Krankheiten.

Da Amgen in Indien, China, Südkorea und Brasilien nicht ausreichend präsent ist, wird GSK auf diesen Märkten Denosumab allein vertreiben. In Mexiko, Australien, Neuseeland und Europa wollen Amgen und GSK Denosumab gemeinsam vertreiben und sich die daraus resultierenden Gewinne teilen.

Dafür erhält Amgen eine Zahlung von 120 Millionen Dollar sowie eine Beteiligung an den später erzielten Umsätzen. Nach Experteneinschätzung könnte Denosumab der Wachstumsmotor von Amgen in den nächsten Jahren sein – bislang steht jedoch noch die Zulassung aus.

US-Gesundheitsbehörde prüft Zulassung von Denosumab

Laut Informationen von Amgen soll sich das Gremium der amerikanischen Gesundheitsbehörde FDA am 13. August 2009 mit dem Einsatz des neuen Hoffnungsträger im Einsatz gegen Osteoporose auseinandersetzen.

Nach der Durchführung weiterer Studien will Amgen dann den Antrag stellen, dass Denosumab als Mittel gegen Krebs zugelassen wird.

Amgen-Aktien positiv beeinflusst

Analysten der Schweizer Investmentbank UBS gehen davon aus, dass Denosumab einen jährlichen Umsatz von 1,15 Milliarden Dollar erzielen kann. 2013 soll bereits ein Umsatzvolumen von 2,67 Milliarden Dollar erreicht werden.

Vor mehreren Wochen hatte Amgen mitgeteilt, dass Denosumab bei Patientinnen mit fortgeschrittenem Brustkrebs Knochen-Komplikationen reduziert oder verzögert habe und dabei besser angeschlagen haben als die bisherige Standardtherapie mit dem Mittel Zometa von Novartis.

Nach der Veröffentlichung dieser Studienergebnisse hatten die Amgen-Aktien zweistellig zugelegt.

29. Juli 2009

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Tino Hahn
Von: Tino Hahn.

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