AMS-Aktie: Apple-Zulieferer im Sinkflug

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Der Apple-Zulieferer AMS ist im Sinkflug. Die Gekappte Prognose sorgt für Frust unter den AMS-Anlegern. (Foto: NYC Russ / Shutterstock.com)

Die Sorge der Anleger ist groß. Zuletzt mehrten sich die Anzeichen, dass für den iPhoneHersteller Apple das Wachstum im wichtigen Weihnachtsquartal nachlassen könnte. Das traf aber nicht nur die Aktie des Smartphone-Giganten selbst. Vor allem die Zulieferer standen deutlich unter Druck.

So auch die Papiere des österreichischen Sensorherstellers AMS. Mit einem reduzierten Umsatzausblick ging es auch für die an der Schweizer Börse notierte Aktie kräftig in den Keller. Bei einem Kurs von 26,12 CHF summieren sich die Verluste auf 12-Monatssicht auf über 70%.

AMS im Portrait

Die AMS  AG (zuvor: Austriamicrosystems) ist ein multinationaler Halbleiterhersteller mit Hauptsitz in Premstätten in der Steiermark, Österreich. Haupttätigkeitsfelder sind die Entwicklung und Herstellung von analogen integrierten Schaltkreisen und anwendungsspezifischen integrierte Schaltungen (ASICs).

Der Konzern entwickelt und produziert analoge Halbleiterbauelemente (Leistungshalbleiter) für Anwendungen bei Sensoren und Sensorschnittstellen, Power Management und Wireless. Das Unternehmen entwickelt analoge ICs (Integrierter Schaltkreis) für Kunden in den Märkten Consumer, Industrie, Medizintechnik und Automotive. Die mehr als 11.000 Mitarbeiter sind in 20 Ländern in der Forschung und Entwicklung in Österreich, in einem Center of Excellence für optische Sensoren in Texas (USA), in 20 weiteren Design Centern und in Produktionsanlagen in Österreich und auf den Philippinen tätig.

Umsatzprognose um 18% gekappt

Ein großer Kunde des Konzerns ist auch der Smartphonehersteller Apple. AMS produziert optische Sensoren, die bei der Gesichtserkennungs-Funktion von Handys eine Schlüsselrolle spielen. Jetzt dampfen die Österreicher ihre Jahresprognose zusammen. Für das vierte Quartal reduzierte der Konzern seine Umsatzerwartung auf 480 bis 520 Millionen Dollar. Für Sie zum Vergleich: Bislang waren die Steirer noch von 570 bis 610 Millionen Dollar ausgegangen.

Keine Überraschung – auch Gewinnziele nicht mehr haltbar

In den vergangenen Wochen hatten bereits zahlreiche Apple-Zulieferer (bspw. Lumentum, Qorvo, IQE und Japan Display ) ihre Prognosen nach unten geschraubt und gemeldet, dass sie ihre Produktionskapazitäten weniger stark ausweiten. Daher ist nicht verwunderlich, dass sich AMS diesem Trend nicht entziehen kann. Entsprechend negativ wirkt sich auch der reduzierte Umsatzausblick auf die Gewinnerwartungen aus.

Für die bereinigte operative Ergebnismarge (EBIT) erwartet AMS im vierten Quartal nun einen Prozentwert im niedrigen bis mittleren Zehnerbereich. Bisher hatte die Firma noch eine EBIT-Marge von 16 bis 20% angepeilt.

Auch mittelfristig mehr Unsicherheit

Was die Anleger aber besonders ärgert: Auch von den Mittelfristzielen hat sich der Sensorspezialist komplett entfernt. Ursprünglich peilte AMS zwischen 2016 und 2019 ein Umsatzanstieg von 60% an. Jetzt rechnet die Gesellschaft nur noch mit einem jährlich zweistelligen Umsatzzuwachs in den nächsten Jahren. Die bereinigte operative Gewinnmarge soll sich in Richtung des ursprünglichen Ziels von 30% bewegen.

Dabei verweist das Unternehmen auf die gestiegene Volatilität in der Kundennachfrage und die damit einhergehende geringere Planbarkeit der Geschäfte. Daran dürfte sich auch in den kommenden Quartalen wenig ändern.

Anleger fliehen aus der Aktie

Alles in allem war der Cocktail aus gekappter Prognose und einem trüben Ausblick zu viel für die Anleger. Sie trennten sich zuletzt von den Papieren und schickte die Aktie auf Talfahrt. Auch die Analysten senkten reihenweise ihre Kursziele. Anleger sollten sich daher auf schwankungsstarke Wochen in der Aktie einstellen.

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Rene König
Von: Rene König. Über den Autor

Chefanalyst Rene König ist Experte für Aktien. Sein Fokus liegt auf der Analyse wegweisender Robotik-Unternehmen, die sich durch stabile Geschäftsmodelle und planbare Rendite auszeichnen.

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